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Gemeinsamer Jahresrückblick von CDU und FDP: Städtische und private Investitionen prägen 2016 - Rathausumbau, Adolf-Spieß-Halle, private HochschuleLauterbacher Koalition mit 2016 zufrieden

LAUTERBACH (ol). Zufrieden sind die beiden in der Lauterbacher Stadtverordnetenversammlung zusammenarbeitenden Fraktionen von CDU und FDP über den kommunalpolitischen Verlauf des Jahres 2016.

In einem Jahresrückblick weisen die beiden Fraktionsvorsitzenden Felix Wohlfahrt (CDU) und Bernhard Wöll (FDP) auf das jeweils gute Wahlergebnis bei den Kommunalwahlen, die verbesserte Haushaltslage und auf die vielen bedeutenden privaten Investitionen hin. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemeldung der Koalition hervor.

Schon kurz nach der Kommunalwahl vom März hätten die Union und die Freien Demokraten sich auf eine Kooperation in der Stadtverordnetenversammlung verständigt, nachdem das Wahlergebnis mit jeweiligem Mandatszuwachs von einer Person bei der CDU und gleich drei Stadtverordneten bei der FDP eine „bürgerliche Mehrheit“ erbrachte. Die CDU mit 14 und die FDP mit sechs Stadtverordneten stellten nun die Mehrheit in der 37-köpfigen Stadtverordnetenversammlung, der nach Weggang von Dr. Jens Mischak zum Vogelsbergkreis nun Marlene Aschenbach (CDU) als erste Frau in diesem Amte in der Kreisstadt vorsteht. Neu sei auch die gemäß Kooperationsvereinbarung geschaffene Position des Wirtschaftsdezernenten, die vom ehrenamtliches Ersten Stadtrat Lothar Pietsch wahrgenommen werde.

Einige schon 2015 von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller (CDU) angestoßene Projekte, wie die Rathaussanierung oder die Revitalisierung der Adolf-Spieß-Halle, seien mitten in der Verwirklichung. Der Jugendstilbau der Spieß-Halle werde zum größten Teil aus einer von Vollmöller und seiner Verwaltung gewonnenen Ausschreibung eines Sonderfonds der Bundesbauministerin finanziert. Hingegen werde der ebenso überfällige Rathausumbau aus dem städtischen Haushalt finanziert, betonen Wohlfahrt und Wöll. Dass die städtischen Finanzen „auf dem Wege der Besserung“ seien, verdanke man den zum Teil harten Anhebungen von Abgaben, wie der Grundsteuer. „Aber diese unbequemen Finanzentscheidungen tragen jetzt ihre Früchte. Nun haben wir wieder ein wenig Luft zum Atmen und Investieren“, unterstreichen die beiden Fraktionschefs.

Aber auch der neue Kommunale Finanzausgleich (KFA) oder das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) trügen dazu bei, dass in der Kernstadt und den Ortsteilen der Stau von kleinen und größeren Investitionen nach und nach aufgelöst werden könne. Jenseits des eigenen kommunalen Handelns würden private Investitionen etwa aus der Lauterbacher Unternehmerschaft der Vogelsberger Kreisstadt ein neues, zukunftsfähiges Gesicht geben, loben die beiden CDU- und FDP-Vertreter.

Die gute Entwicklung am Marktplatz oder die Baumaßnahmen für die neue private Hochschule am alten Amtsgerichtsstandort seien im Zusammenspiel mit den vielen kleineren Verschönerungen und Modernisierungen in den Stadtteilen beredtes Beispiel für Bürgertum und engagierte Stadtgesellschaft, heben Wohlfahrt und Wöll hervor. Gut für die Zukunft der Stadt und der Region seien auch die verschiedenen jeweils mit sehr großer Zustimmung gefassten Entscheidungen der ‚Kommunalparlamente‘ in Lauterbach und Wartenberg sowie des Vogelsberger Kreistages für die Ortsumgehung Lauterbach/Wartenberg im Zuge der B 254 Alsfeld-Fulda.