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Der Islamische Verein Lauterbach lud zur zweitägigen „Kermes“ zur MoscheeFröhliches Dokument für friedvolles Miteinander

LAUTERBACH (awh). „Die Politik spielt keine Rolle, und sie hat bei uns nichts zu suchen“. „Wir haben absolut keine Probleme, auch nicht mit den Nachbarn“, beschreibt Cabir Türkmen vom Islamischen Verein Lauterbach das Verhältnis zu der Nachbarschaft rund um die kleine Moschee in der Kreisstadt und die Beziehungen zur heimischen Bevölkerung. Dieses friedvolle Miteinander dokumentierte sich auch an Pfingsten bei der zweitägigen „Kermes“, einer Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten des eigenen Vereins.

Hauptsächlich sind die Einnahmen dieses Festes für die Jugendlichen und Kinder in dem rund 100 Mitglieder starken Verein gedacht. Türken, Afghanen, Marokkaner und Bewohner aus dem ehemaligen Jugoslawien sind in dem islamischen Verein zusammengeschlossen, von denen es im Vogelsbergkreis zwei gibt, einen in der Kreisstadt und einen im benachbarten Alsfeld. Das freundschaftliche Miteinander wurde bei dieser Wohltätigkeitsveranstaltung denn auch real gelebt, denn außer vielen Muslimen auch aus benachbarten Orten waren viele Deutsche der Einladung gefolgt.

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Türkische Spezialitäten lockten Publikum an – und die Kinder hatten was zu toben.

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Spezialitäten lockten deutsche Bevölkerung

Vor allem auch die türkische Küche dürfte es vielen deutschen Besuchern angetan haben, denn außer dem bekannten Döner bereiteten die Frauen des Vereins Spezialitäten aus Teigwaren frisch her und verarbeiteten dabei Paprika, Weinblätter und viele andere leckere Zutaten.

„Auch Nicht-Mitglieder des Vereins sind bei uns zum Gebet willkommen“, sagt Türkmen, und es kämen zu den religiösen Ritualen der Muslime in die „Fatih Camii Moschee“ auch deutsche Gäste. Neben dem gemeinsamen Essen stand der Austausch der Religionen, die Möglichkeit, vor Ort eine Moschee von innen kennenzulernen und das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt. Für die Kinder war eine Hüpfburg für etwas körperliche Betätigung aufgebaut. Besonders stolz zeigte sich Cabir Türkmen über den regen Besuch der Nachbarschaft bei dieser „Kermes“. Türkmen zog eine sehr positive Bilanz dieser zweitägigen Veranstaltung, die eindrucksvoll dokumentierte, dass Integration und friedvolles Miteinander jenseits der großen Politik auf dem flachen Lande gelebte Wirklichkeit ist.

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Nachbarn und andere Lauterbacher Einwohner pflegen ein friedvolles Nebeneinander.

Die Lauterbacher Muslime freuen sich auch außerhalb dieses Festes über Besuch und zeigen ihren Gästen dann auch gerne mal außer der Reihe ihr Gebetshaus von innen.

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