
Die Stadt Kirtorf unterstützt die Eltern bei der Ganztagsbetreuung und hat Ehrungen für langjährige ehrenamtliche Lokalpolitiker verliehen1.932 Euro für die Betreuung von Grundschulkindern
KIRTORF (ol). Die Stadt Kirtorf wird die Eltern von 21 Kindern unterstützen, damit sie im Schuljahr 2016/2017 nach dem Unterricht in der Grundschule betreut werden können. Bürgermeister Ulrich Künz hatte die finanzielle Hilfe bei der Elternschaft ins Gespräch gebracht, die Stadtverordnetenversammlung hat sie einstimmig beschlossen.
21 Eltern hatten zuvor Interesse an der Nachmittagsbetreuung bekundet, jedoch kostet die Betreuung eines Grundschulkindes 350 Euro pro Jahr. 92 Euro davon wird die Stadt übernehmen. Das teilte die Stadt Kirtorf mit.
Entwickelt habe das Betreuungskonzept die Schulleitung der Kirtorfer Grundschule, da die Schule nicht in den „Pakt für den Nachmittag“ aufgenommen wurde. Beim „Pakt für den Nachmittag“ handelt es sich um ein vom Land Hessen initiiertes Betreuungsprogramm, an dem zunächst nur einige Schulen teilnehmen. Da eine Aufnahme in den Pakt dieses Jahr nicht erfolge, sollen die Kirtorfer Grundschulkinder durch das eigene Konzept während der Schulzeit bis 16 Uhr betreut werden können.
Durch das Betreuungsangebot biete sich für die Eltern die Chance, in dieser Zeit zu arbeiten, erläuterte der Bürgermeister die Überlegungen. „Der Betreuungsbedarf in der Gesellschaft ist gestiegen“, stellte Künz fest.
Normalerweise hätten die Eltern die vollen 350 Euro tragen müssen, dies habe eine knappe Mehrheit jedoch abgelehnt. Daran wäre das Projekt fast gescheitert. Daher habe er bei den Eltern eine Beteiligung der Stadt ins Gespräch gebracht, so Künz abschließend.
Ehrungen für Kommunalpolitiker
In der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Freitag hat die Stadt Kirtorf Ehrenbezeichnungen verliehen und Personen mit der bronzenen oder silbernen Anstecknadel der Stadt Kirtorf ausgezeichnet, die sich in den vergangenen Jahren besonders für die Stadt verdient machten. Die Ehrungen hatten die Stadtverordneten bereits vor einiger Zeit beschlossen.
Wie Bürgermeister Künz hervor hob, haben die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker durch ihren Einsatz „einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der lokalen Demokratie geliefert und stets viel Zeit, Energien und Ideen investiert“. Er gab zu bedenken, dass es sich dabei um ehrenamtliches Engagement handele und „keine hochdotierten Jobs; sie bekamen keine großartigen Vergünstigungen oder Entschädigungen“.
Auch Stadtverordnetenvorsteher Dieter Wössner war davon überzeugt, dass sich die Geehrten um die Stadt Kirtorf verdient gemacht haben. „Jede Gesellschaft ist auf Menschen angewiesen, die sich einsetzen“, unterstrich er. Einer Statistik zur Folge seien in Deutschland 23 Millionen Menschen ehrenamtlich in verschiedenen Gebieten im Einsatz.
Manfred Schaaf (Wahlen) wurde in der Sitzung die Bezeichnung „Ehrenstadtverordnetenvorsteher“ verliehen. Schaaf war über 44 Jahre kommunalpolitisch aktiv und begleitete von 2006 bis zur Kommunalwahl im März dieses Jahres das Amt des Stadtverordnetenvorstehers.
Rudi Geißler (Kirtorf) engagierte sich in der Stadtverordnetenversammlung, im Magistrat und dem Vogelsberger Kreistag. Er wurde zum „Ehrenstadtrat“ ernannt.
Werner Lang (Lehrbach), langjähriges Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, wurde die Ehrenbezeichnung „Stadtältester“ verliehen, mit der auch Erwin Heinbächer (Gleimenhain) ausgezeichnet wurde. Heinbächer engagierte sich im Magistrat und zuletzt in der Stadtverordnetenversammlung und ist zudem noch Mitglied des Ortsbeirates.
Norbert Völzing (Wahlen) wurde zum Ehrenortsvorsteher ernannt, Marlis Rechmann zur Ehrenortsvorsteherin Lehrbachs. Beide begleiteten die Position über mehrere Jahre.
Die bronzene Anstecknadel der Stadt erhielten Birgit Geiß, Arno Scheld und Thomas Immel (alle Wahlen). Mit der silbernen Anstecknadel wurden Karlheinz Mest und Robert Engel (beide Arnshain), Gerhard Dietz (Gleimenhain) und Armin Becker (Ober-Gleen) ausgezeichnet. Die Geehrten engagierten sich viele Jahre im Ortsbeirat und verschiedenen Vereinen.
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