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Evangelische Stadtmission lädt zu inspirierendem Abend mit Vortrag, Musik und Begegnung ein„Ladies Night“ in Alsfeld widmet sich der Würde der Frau

ALSFELD (ol). Die Evangelische Stadtmission in Alsfeld hat zur dritten „Ladies Night“ eingeladen. Im Mittelpunkt stand das Thema Würde der Frau, beleuchtet durch einen Impulsvortrag von Conny Hoffmann. Musikalische Beiträge und ein gemeinsames Buffet rundeten den Abend ab.

Die Evangelische Stadtmission in Alsfeld lud kürzlich zu einem Abend ein, an dem sich alles um ein Thema drehen sollte: die Würde der Frau. Eingeläutet wurde die mittlerweile dritte „Ladies Night“ von der Initiatorin und Moderatorin des Abends, Claudia Elsing, so heißt es in der Pressemitteilung der Stadtmission.

Gleich zu Beginn bat sie Conny Hoffmann vom „Forum Wiedenest“ als Referentin auf die Bühne im Gemeindesaal. Die gelernte Theologin und Kinderkrankenschwester nahm die zahlreichen Zuhörerinnen für einen Abend lang mit auf eine Reise, die dieses immer noch und immer wieder aktuelle Thema beleuchten sollte: „Oft fühlen wir uns im Alltag eher unter unseren Möglichkeiten, lassen uns von Erwartungen kleinmachen oder ziehen uns aus Angst zurück. Heute nutzen wir die Gelegenheit, gemeinsam zu entdecken, was es bedeutet, als Töchter Gottes mit Würde und Heil gekrönt zu sein.“

In ihrem Impulsvortrag beleuchtete Conny Hoffmann, wie die biblische Botschaft Frauen in aller Welt auch heute noch Kraft und Selbstbewusstsein schenken kann. Es geht darum, die eigene Verletzlichkeit nicht als Schwäche, sondern als Teil der menschlichen Würde zu begreifen, die Schutz und Achtung verdient. „Würde ist nach christlichem Verständnis eben keine Wenn-Dann-Bedingung, sondern eine Zusage, die über das eigene Leisten hinausgeht“, bekräftigte sie das christliche Glaubensgut. „Wir sind alle mal mehr mal weniger durch Lügen, scharfe Kritik, Mobbing – online oder in der realen Welt – Angriffen gegen unseren Selbstwert und unsere Würde ausgesetzt“, führte die Referentin weiter aus. Bildlich veranschaulichte sie diese Attacken in Form von Harpunen, die jedoch an einem machtvollen Gegner abprallten – Gott. Wer sich unter sein Schild stellen würde, erhielte durch seinen Glauben Schutz und somit einen leichteren Umgang mit den Widrigkeiten des menschlichen Lebens.

Conny Hoffmann nahm mit der Erzählung von Johannes 4, „Die Frau am Jakobsbrunnen“, Bezug zur Bibel. In der Darlegung erfuhr ausgerechnet eine sündige Samariterin eine würdevolle Behandlung durch Jesus Christus. Johannes offenbarte in diesem Kapitel Gottes Liebe, die jedem Menschen – unabhängig von Herkunft oder Vergangenheit – würdevoll begegnete. Die Samariterin erkannte das Geschenk der Würde nicht als statischen Begriff, sondern als eine Haltung, die im Miteinander gelebt werden sollte – als Gabe und Aufgabe zugleich.

Die Ladies Night hielt für ihre Besucherinnen jedoch nicht nur geistige Gaben bereit. So betrat an diesem Abend mit Alina Reichenbach eine Vollblutmusikerin ganz besonderer Güte die Bühne. Mit ausgewählten Gesangsstücken und einer berührenden Stimme sorgte die junge Musikerin immer wieder für emotionale Tiefe.

Zwischen den Darbietungen wartete auf das Publikum ein reichhaltiges kaltes Buffet mit deftigen und süßen Speisen. Die kulinarischen Häppchen entstanden unter den Händen der Frauen aus der Gemeinde. Mit Blumen und Kerzen frühlingsfrisch dekorierte Tische luden zu intensiven Gesprächen ein, an denen der Gemeindenachwuchs Fingerfood servierte. Zeit für einen Austausch mit Freundinnen fanden die Zuhörerinnen auch an der Cocktailbar. Wer die „Ladies Night“ dieses Mal verpasst hat, bekommt zum Jahresende die Chance, an der nächsten Veranstaltung teilzunehmen: Sie ist für den 7. November geplant.

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