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Alexander-von-Humboldt-Schule erhält Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“Ein Meilenstein für Gesundheit und Gemeinschaft

LAUTERBACH (ol). Die Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach wurde im Rahmen einer Gesamtkonferenz offiziell mit dem Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ ausgezeichnet. Das Zertifikat würdigt die kontinuierliche Arbeit der Schule, ein gesundheitsförderndes Schulklima zu schaffen. Die Auszeichnung ist ein gemeinsamer Erfolg der gesamten Schulgemeinschaft und soll als Ansporn dienen, Gesundheit weiterhin in den Fokus von Schule und Lernen zu stellen.

Im Rahmen einer Gesamtkonferenz wurde die Alexander-von-Humboldt-Schule offiziell mit dem Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ ausgezeichnet. Diese Zertifizierung würdigt die kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit der Schule, ein nachhaltiges gesundheitsförderndes Schulklima zu schaffen. Das Zertifikat ist eine sichtbare Anerkennung der Bemühungen, Lernen und Leben in der Schule langfristig positiv zu gestalten, heißt es in der Pressemitteilung der AvH. Das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ wird vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen an Schulen verliehen, die mindestens vier Teilzertifikate erlangen konnten.

Foto: S. Diehl

Das Teilzertifikat „Bewegung und Wahrnehmung“ erhielt die Schule 2019. Optimales Lernen findet statt, wenn Kindern und Jugendlichen Bewegungsmöglichkeiten geboten werden. An der Alexander-von-Humboldt-Schule finden immer wieder kleinere und größere Sportevents statt. Neben schulinternen Turnieren wie dem AvH-Fußballcup und den SV-Turnieren mit verschiedenen Sportarten bieten die Sportleistungskurse unter der Organisation des Vorsitzenden der Fachschaft Sport, Atilla Güven, in regelmäßigen Abständen „die bewegte Pause“ auf dem Schulhof an. Gemeinsames Seilspringen, Choreografien zur abgespielten Musik oder klassenweises Tauziehen fördern nicht nur die körperliche Aktivität, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl. Eindrucksvoll sichtbar wird dies auch beim jährlichen Strolchenlauf anlässlich des Prämienmarktes. Mit über 250 Läuferinnen und Läufern aus der Schüler- und Lehrerschaft stellte die Alexander-von-Humboldt-Schule 2025 die größte Gruppe. Darüber hinaus findet Bewegung auch während des Unterrichts Platz, etwa in Form von kurzen Yogasequenzen, Konzentrations-, Bewegungs- und Entspannungsübungen, die unsere Lehrpersonen auf kreative Weise in den Unterrichtsverlauf integrieren.

Foto: A. Güven, AvH

Nicht nur die Gesunderhaltung der Lernenden steht an der Alexander-von-Humboldt-Schule im Fokus. Auch das Teilzertifikat „Lehrkräftegesundheit“ zählt seit 2022 zum Portfolio, denn nur gesunde Lehrkräfte erteilen kontinuierlich und motiviert guten Unterricht.

Neben der Beachtung der körperlichen Unversehrtheit ist auch ein Blick auf die psychische Gesundheit der Schülerschaft unerlässlich. Emotionale Sicherheit, konzentriertes Arbeiten und motiviertes Lernen bedingen sich gegenseitig. Vor dem Hintergrund zunehmender Belastungsfaktoren ist es immer wichtiger, die Förderung psychischer Gesundheit in den Fokus der Schulen zu rücken. Das Teilzertifikat „Psychische Gesundheit“ erhielt die Alexander-von-Humboldt-Schule 2023 unter anderem, weil sie für ihre Schülerinnen und Schüler ein breites Angebot an Unterrichtsprojekten bereithält, die einen verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Medien vermitteln. „Digital Native“ zählt zu diesen Projekten. Das Präventionsprogramm des Polizeipräsidiums Osthessen hat zum Ziel, einerseits Gefahren aufzuzeigen, andererseits auch auf strafrechtliche Konsequenzen hinzuweisen. Inhaltlich werden u. a. sexualisierte Gewalt im Internet, Hatespeech und Cybermobbing altersangemessen in Form von Workshops erarbeitet.

Ferner organisiert die Alexander-von-Humboldt-Schule ebenfalls Elternabende zum Thema mit Fachvorträgen externer Partner wie dem Psychologen Dr. Oliver Nass.
Einen erleichterten Start erhalten Lernende, die mit der Jahrgangsstufe 5 neu an die Schule kommen. Freiwillige der Stufe 9, die zuvor im Rahmen einer AG darauf vorbereitet werden, eine Patenschaft zu übernehmen, stehen den Fünftklässlern ab dem ersten Tag am Lauterbacher Gymnasium als Ansprechpersonen zur Verfügung. Sie gestalten für die jeweilige Patengruppe Pausen und besondere Klassenevents zu Weihnachten und Ostern, um das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Klasse zu festigen und Zugehörigkeit zur Schulgemeinde zu vermitteln. Persönliche Unterstützung finden die Lernenden bei speziell geschulten Beratungslehrkräften oder können sich an Monika Wenk als externe Coachin wenden.

Im Zusammenhang mit stofflichem Konsum finden während der Projektwoche für die Einführungsphase und die Stufe 8 spezielle Präventionsprogramme statt. Darüber hinaus sind die Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum auf das Nervensystem und das soziale Umfeld sowie neurologische Ursachen von Sucht fest im Schulcurriculum der Fächer Biologie und Chemie altersentsprechend verankert.

Auch das Teilzertifikat „Ernährung und Konsum“, welches die Alexander-von-Humboldt-Schule seit 2024 trägt, setzt hier an. Ein bewusstes Auseinandersetzen mit den Lebensmitteln, die man konsumiert, und mit der Frage nach Kennzeichen einer gesunden Ernährung wird in vielen Bereichen umgesetzt. So bereitet die Koch-AG regelmäßig gesunde Speisen zu und setzt dabei auf Saisonalität und Regionalität. Die Nachhaltigkeits-AG sensibilisiert für Kaufentscheidungsprozesse. Als externer Partner steht auch das Cafeteria-Team mit Rat und Tat zur Seite, indem die Mitarbeiterinnen Heike Klug und Nadine Pepler Klassen einen Einblick in die Abläufe geben. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Informationen über die Herkunft, Lagerung und Zubereitung der täglich in der Cafeteria angebotenen Lebensmittel sowie zur Verwertung von Lebensmittelresten. Sie erklären, wie nachhaltige Planung hilft, Lebensmittelreste weitgehend zu vermeiden.

Foto: Philipp Grundmann

Das Gesamtzertifikat ist ein gemeinsamer Erfolg, der nur durch die engagierte Mitarbeit der gesamten Schulgemeinschaft möglich wurde. Die Schule sieht diese Auszeichnung als Ansporn, auch weiterhin den Schwerpunkt auf eine nachhaltige Gesundheitsförderung zu legen, um das gemeinsame Lernen und Leben zu stärken und die Schule als Ort des Wohlbefindens zu verstehen.

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