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Leistungsfähigkeit und Herausforderungen der Freiwilligen Feuerwehr Mücke im Fokus – Delegation besucht den StützpunktStarke Feuerwehr für eine starke Gemeinde – Mücker Bürger informieren sich am Stützpunkt Nieder-Ohmen

MÜCKE (ol). Im Vorfeld der Kommunalwahl besuchten Vertreter der Mücker Bürger den Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr in Nieder-Ohmen, um sich über Aufgaben, Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen zu informieren. Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser und sein Team gaben Einblicke in Einsatzzahlen, Mitgliederentwicklung, Investitionen und Verwaltungsaufgaben.

Im Rahmen der anstehenden Kommunalwahl haben die Mücker Bürger die Freiwillige Feuerwehr Mücke am Stützpunkt in Nieder-Ohmen besucht. Empfangen wurde die Delegation von Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser, Bernd Wißner und Marco Knöß, heißt es in der Pressemitteilung der Wählergemeinschaft Mücker Bürger.

In einem offenen und informativen Austausch wurde deutlich, wie leistungsfähig die Feuerwehr Mücke aufgestellt ist – und welche Herausforderungen in Zukunft anstehen.
Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser berichtete, dass die Feuerwehr in den letzten zehn Jahren (2016–2026) zu rund 1.300 Einsätzen gefahren ist. Besonders deutlich zugenommen haben die Einsätze auf der Autobahn A5 seit der Eröffnung des Ohmtaldreiecks. Die schwierige Verkehrssituation in diesem Bereich sorgt regelmäßig für zusätzliche Alarmierungen und stellt die Einsatzkräfte vor wachsende Anforderungen.
Positiv ist die Entwicklung bei den Mitgliederzahlen: In den vergangenen zehn Jahren konnte die Zahl der aktiven Feuerwehrleute um 50 gesteigert werden. Das ist besonders erfreulich, da sich hessenweit die Zahlen von Aktiven in den Feuerwehren eher reduzieren. Aktuell engagieren sich 323 Aktive in der Freiwilligen Feuerwehr, hinzu kommen 222 Kinder und Jugendliche. Damit zählt die Feuerwehr Mücke zu den größten Wehren im Vogelsbergkreis.

Auch im Bereich Investitionen hat sich viel getan. Ein früherer Investitionsstau konnte in den letzten Jahren deutlich reduziert werden – dank besserer Landesförderung und klarer Prioritätensetzung in den Haushalten der Gemeinde Mücke. Insgesamt wurden 16 Fahrzeuge mit einem Volumen von rund 2,5 Millionen Euro erneuert. Davon trug die Gemeinde etwa 1,8 Millionen Euro, während der restliche Anteil über Fördermittel finanziert werden konnte. In den kommenden fünf Jahren stehen nur noch einige kleinere Fahrzeugersatzbeschaffungen an.

Ein zentrales Zukunftsthema ist die Erstellung eines neuen „Bedarfs- und Entwicklungsplans“, der alle zehn Jahre fortgeschrieben werden muss, um die Feuerwehr Mücke auch zukünftig gut aufzustellen. In diesem Zusammenhang ist unter anderem ein Löschwasserkataster zu erstellen. Die Feuerwehr arbeitet hierbei eng mit der Gemeindeverwaltung zusammen. Die Erstellung soll voraussichtlich 2027 extern vergeben werden. Zusätzlich stehen Begehungen von Gerätehäusern sowie umfangreiche Dokumentationsarbeiten an.

Deutlich wurde auch, wie stark die Verwaltungsaufgaben in den letzten Jahren zugenommen haben. Aktuell gibt es zwei halbe Verwaltungsstellen, die nicht fest im Feuerwehrhaushalt verankert sind, aber enorme Entlastung bringen. Sie übernehmen zahlreiche organisatorische Aufgaben und nehmen den Wehrführungen viel Arbeit ab. Allein im vergangenen Jahr wurden durch ihre Arbeit Rechnungen über rund 80.000 Euro für externe Einsätze gestellt, beispielsweise im Autobahnbereich. Mittlerweile erkundigen sich andere Kommunen gezielt in Mücke nach den Erfahrungen im Bereich Abrechnung und Kostenerstattung.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Atemschutzwerkstatt. Dort werden Atemschutzgeräte gewartet, befüllt und technisch betreut. Inzwischen nutzen auch andere Kommunen gegen Gebühr dieses Angebot, was die hohe Fachkompetenz der Feuerwehr zusätzlich unterstreicht. Viele dieser Leistungen werden überwiegend ehrenamtlich und in der Freizeit erbracht – ein starkes Zeichen für Engagement und Verantwortungsbewusstsein.
Für die Mücker Bürger ist klar: Wir können uns auf eine starke Feuerwehr verlassen, die in Notlagen jederzeit bereitsteht. Dieses Engagement verdient nicht nur Dank, sondern auch verlässliche politische Unterstützung.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die derzeit bestehenden zwei halben Verwaltungsstellen ab dem Haushalt 2027 fest der Feuerwehr zugeordnet werden. Die zunehmende Komplexität der Aufgaben zeigt deutlich: Wer Menschen für das Ehrenamt gewinnen und halten will, muss sie von immer weiter wachsenden Verwaltungsaufgaben entlasten. Nur so sichern wir langfristig eine leistungsfähige Feuerwehr in unserer Gemeinde. Für uns ist es wichtig alle Ortsfeuerwehren zu erhalten, da wir im Katastrophenfall über jede helfende Hand froh sind.

Wir danken allen Einsatzkräften herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz und den offenen Austausch. Die Feuerwehr Mücke ist ein starkes Fundament für die Sicherheit in unserer Gemeinde – heute und in Zukunft.

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