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Austausch über Katzenschutz, Kastrationen und Unterstützung für den Tierschutzverein.Linksjugend Solid besucht Tierheim Lauterbach beim Glühweinbasar

LAUTERBACH (ol). Die Linksjugend Solid besuchte im Rahmen eines Glühweinbasars das Tierheim in Lauterbach. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Linken informierte sich die Gruppe über die Situation vor Ort, insbesondere über das Thema Katzenkastration und eine mögliche Katzenschutzverordnung.

Den von einer Tier-Adoptivfamilie ausgerichteten Glühweinbasar im Tierheim in Lauterbach nahm die Linksjugend Solid zum Anlass, die Einrichtung näher kennenzulernen. Man besuche reihum alle Tierheime im Landkreis, erklärten Mitglieder der Jugendorganisation. Im vergangenen Jahr habe man wiederholt den Tierschutzverein in Alsfeld unterstützt und für das dortige Heim gespendet, erläuterte Katharina Niehage, Mitglied der Arbeitsgruppe Tier- und Artenschutz der Linken Vogelsberg.

Mit dabei waren zudem die Bürgermeisterkandidatin der Partei Die Linke, Katharina Jacob, sowie Magistratsmitglied Silvius Theumer, so heißt es in der Pressemitteilung der Fraktion.

Im Tierheim selbst begegnete die Gruppe unter anderem dem roten Kater „Sir Lancelot“, der derzeit auf eine Adoptivfamilie wartet. Wie Tierpflegerin Lena Wiedner erklärte, ist das Tier mit dem Feline-Immundefizienz-Virus (umgangssprachlich „Katzen-Aids“) infiziert und muss daher getrennt von nicht infizierten Katzen gehalten werden, da die Krankheit unter anderem durch Bissverletzungen übertragen wird.

Tierheimleiterin Christina Scheer verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung einer Katzenschutzverordnung. Durch konsequente Kastrationen habe sich die Situation zuletzt bereits etwas entspannt. Im vergangenen Jahr seien ähnlich viele Katzen kastriert worden wie 2023. Damals habe der Tierschutzverein 80 Katzen und Kater sterilisieren oder kastrieren lassen, darunter zahlreiche Wildfänge. Ein Teil dieser Tiere habe anschließend wieder freigelassen werden müssen, vermehre sich nun jedoch nicht weiter.

Die Kastrationen stellten für den Verein eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Für private Katzenhalterinnen und -halter seien die Kosten dagegen vergleichsweise überschaubar, auch wenn neben dem Eingriff selbst Narkose und Nachsorge berücksichtigt werden müssten. Das Tierheim sei daher weiterhin auf Spenden angewiesen.

Im Gespräch wurde auch die Situation landwirtschaftlicher Betriebe angesprochen, auf denen neben eigenen Katzen häufig auch Streuner versorgt werden. Als möglichen Ansatz nannte Jacob die Kastration einzelner Kater, die anschließend weiterhin im Revier verbleiben und so zur Kontrolle der Population beitragen könnten.

Abschließend kündigte Jacob an, sich weiterhin für eine Katzenschutzverordnung einsetzen zu wollen. Zugleich verwies sie auf die Arbeitsgemeinschaft Tier- und Artenschutz sowie die Linksjugend, die sich über weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter freue.

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