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SPD-Landtagsabgeordneter begrüßt Reform des Hessischen DenkmalschutzgesetzesZiegler: Denkmalschutz praxisnäher gestalten und Kommunen stärken

VOGELSBERGKREIS (ol). Der SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler bewertet die geplante Reform des Hessischen Denkmalschutzgesetzes als wichtigen Schritt für mehr Praxisnähe. Insbesondere für Kommunen im Vogelsberg bringe die Novelle schnellere Verfahren, mehr Digitalisierung und stärkere untere Denkmalschutzbehörden. Ziel sei es, Denkmalschutz mit einer lebendigen Ortsentwicklung zu verbinden.

Die geplante Reform des Hessischen Denkmalschutzgesetzes bewertet der SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler in einer Pressemitteilung als wichtigen Schritt hin zu mehr Praxisnähe für Städte und Gemeinden. Für viele Kommunen im Vogelsberg gehe es nicht nur um den Erhalt historischer Gebäude, sondern auch darum, Ortskerne lebendig zu halten und Entwicklung zu ermöglichen.

„Unsere Dörfer und Städte leben von ihrer Geschichte. Fachwerkhäuser, alte Höfe oder historische Ortsmitten prägen den Vogelsberg, aber sie müssen auch genutzt werden können. Denkmalschutz funktioniert nur, wenn er mit den Menschen vor Ort denkt und nicht an ihnen vorbei“, erklärt Ziegler.

Die Novelle setzt auf schnellere Verfahren, mehr Digitalisierung und klare Fristen. Gleichzeitig sollen die unteren Denkmalschutzbehörden gestärkt werden. Für Ziegler ist das ein entscheidender Punkt: „Viele Entscheidungen betreffen ganz konkrete Fragen vor Ort. Das betrifft zum Beispiel Umbauten, energetische Sanierungen oder neue Nutzungen. Wenn die Kommunen hier mehr Klarheit und kürzere Wege bekommen, hilft das allen Beteiligten.“

Besonders im ländlichen Raum sei es wichtig, Denkmalschutz nicht als starres System zu begreifen. „Wir wollen keine Museen unter Glas, sondern lebendige Orte. Ein Denkmal, in dem gewohnt, gearbeitet oder Kultur gemacht wird, bleibt Teil des Alltags und genau das sichert langfristig seinen Erhalt“, so der Abgeordnete weiter.

Auch die stärkere Berücksichtigung erneuerbarer Energien sieht Ziegler als notwendigen Schritt. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer im Vogelsberg stünden vor der Frage, wie sich Photovoltaik, energetische Modernisierung und Denkmalschutz miteinander vereinbaren lassen.  Für Ziegler ist entscheidend, dass der Schutzstandard erhalten bleibt, gleichzeitig aber die Realität in den Kommunen stärker berücksichtigt wird: „Auch der ländliche Raum ist ein Zukunftsraum. Diese Reform berücksichtigt das. Wenn Verfahren verständlich und praktikabel sind, wächst auch die Akzeptanz für Denkmalschutz.“

Das Gesetz soll nach aktueller Planung zum 1. Januar 2027 in Kraft treten und nach drei Jahren überprüft werden.

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