
Theater Vielfalt Alsfeld e.V. bringt inklusive Theaterarbeit auf regionale BühnenNeuer Verein sucht noch Schauspieler
ALSFELD (ol). In Alsfeld hat sich mit dem Theater Vielfalt Alsfeld e.V. ein neuer Verein gegründet, der sich einer inklusiven und generationenübergreifenden Theaterarbeit verschrieben hat. Nach dem Erfolg des Stücks „72 Stunden – eine Anklage“ bereitet das Ensemble nun eine Theateradaption von „Schindlers Liste“ vor. Für die kommende Produktion werden noch weitere Schauspieler gesucht. Ziel des Vereins ist es, die kulturelle Vielfalt der Region aktiv mitzugestalten.
Wen das Theaterfieber gepackt hat, den lässt es nicht mehr los, das gilt für viele Menschen, auch für Dieter Wagner und seine Schauspiel-Crew. Spätestens seit der vielbeachteten Aufführung des Stücks „72 Stunden – eine Anklage“ ist der Liederbacher Schauspieler kein Unbekannter mehr: Seine Inszenierung wurde unter anderem in Alsfeld, Lauterbach, Fritzlar und Marburg aufgeführt.
Um das Theaterleben auf festen Boden zu stellen, haben Dieter Wagner und seine Mitstreiter nun den Verein „Theater Vielfalt Alsfeld e.V.“ ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder sind Sabine Wagner, Dieter Wagner, Sabine Wybranietz, Britta Keil, Thorsten Kroll und Martin Jatho, heißt es in der Pressemitteilung des neuen Vereins.
„Wir haben bewusst den Namen ‚Vielfalt‘ gewählt“, sagt Wagner, „da wir auch Menschen mit Behinderung in unsere Inszenierungen einschließen, wie derzeit eine sehbehinderte und eine blinde Person. Auch arbeiten wir mit jungen und älteren Darsteller:innen; zurzeit gibt es in der Gruppe eine Altersspanne von sechzehn bis über siebzig.“
Die aktuelle Produktion „72 Stunden – eine Anklage“ wird im April noch einmal in Kirchhain gespielt. Das Stück, das einen Femizid von verschiedenen Seiten beleuchtet, hat eine große Wirkung entfaltet – und ganz nebenbei bereits 1100 Euro an Spenden für das neue Frauenhaus im Vogelsberg generiert.
Von gesellschaftlicher Relevanz ist auch das neue Stück, das derzeit einstudiert wird: Dieter Wagner hat sich als Regisseur an die Theateradaption des von Steven Spielberg verfilmten Buches „Schindlers Liste“ von Thomas Keneally gewagt. Aufführungen sind für September in Alsfeld und Marburg geplant.
„Für dieses Stück suchen wir noch weitere Schauspieler“, lädt Wagner insbesondere männliche Interessierte ein, mit ihm Kontakt aufzunehmen oder in die Proben im Alsfelder Freiwilligenzentrum reinzuschnuppern. Dafür gibt es derzeit noch keinen festen Tag.
Dieter Wagner: „Wer mag, kann mich gerne anrufen – wir geben gerne Auskunft und stehen auch während der Proben für Fragen aller Art zur Verfügung.“ Zu erreichen ist Dieter Wagner unter 0175 2688715 oder per E-Mail unter dieterwagner647@gmail.com.
„Die kulturelle Landschaft in Alsfeld – auch die Theaterlandschaft – ist jetzt schon sehr vielfältig, denn es gibt hier viele Menschen, die etwas bewegen“, findet Wagner. Mit dem neuen Verein möchten die Mitglieder und Mitwirkenden Teil dieser kulturellen Landschaft sein. Sie hoffen auch auf gegenseitigen Austausch und Kooperationen mit anderen Kulturschaffenden der Stadt und der Region.
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