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Dachzeile: Betriebsbesichtigung in Alsfeld gibt Einblicke in Herausforderungen der AgrarbrancheFreie Wähler Vogelsberg informieren sich bei Raiffeisen Warenzentrale

VOGELSBERGKREIS (ol). Die Freien Wähler Vogelsberg haben die Raiffeisen Warenzentrale Alsfeld–Kirchhain besucht, um sich über deren Arbeit und wirtschaftliche Bedeutung zu informieren. Im Mittelpunkt standen betriebliche Abläufe, aktuelle Herausforderungen sowie infrastrukturelle und politische Rahmenbedingungen. Der Austausch unterstrich die Bedeutung regionaler Unternehmen für den ländlichen Raum.

Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung informierten sich die Freien Wähler Vogelsberg in der Hauptzentrale der Raiffeisen Warenzentrale Alsfeld–Kirchhain über die Arbeit und die wirtschaftliche Bedeutung des genossenschaftlich organisierten Unternehmens. Ziel des Besuchs war es, Einblicke in die betrieblichen Abläufe sowie in die aktuellen Herausforderungen der Agrarbranche zu gewinnen, heißt es in der Pressemitteilung der Freien Wähler Vogelsberg.

Die Raiffeisen Warenzentrale Alsfeld–Kirchhain beschäftigt rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, erzielt einen Jahresumsatz von über 150 Millionen Euro und ist mit 13 Vertriebsstellen ein bedeutender regionaler Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor.
Bei einem Rundgang durch den Betrieb stellte Geschäftsführer Lothar George die verschiedenen Geschäftsbereiche vor – vom Agrarhandel über Energie- und Baustoffhandel bis hin zu Dienstleistungen für landwirtschaftliche Betriebe.

„Als genossenschaftlich geprägtes Unternehmen sind wir seit Jahrzehnten eng mit der Region verbunden. Unsere Aufgabe ist es, die Landwirtschaft und den ländlichen Raum zuverlässig zu unterstützen und gleichzeitig wirtschaftlich zukunftsfähig zu bleiben“, betonte George. Dabei ging er auch auf konkrete infrastrukturelle Probleme am Standort ein: „Ein stillgelegter Bahnübergang kann derzeit nicht genutzt werden, um den Baustoffmarkt und den Agrarstandort direkt miteinander zu verbinden. Stattdessen müssen unsere Betriebsfahrzeuge regelmäßig über die stark frequentierte Hauptstraße fahren. Das ist sowohl aus betrieblicher als auch aus verkehrlicher Sicht keine optimale Lösung.“

Zudem verwies George auf die allgemeinen Rahmenbedingungen: „Steigende Energie- und Transportkosten sowie zunehmende bürokratische Anforderungen stellen Unternehmen wie uns vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist der offene Austausch mit der Politik.“

Im anschließenden Gespräch wurde unter anderem die Sicherung regionaler Wertschöpfungsketten, die Zukunft der Landwirtschaft sowie die Bedeutung mittelständischer Unternehmen für den ländlichen Raum intensiv diskutiert. Die Vertreter der Freien Wähler Vogelsberg unterstrichen dabei die Notwendigkeit praxisnaher und verlässlicher politischer Rahmenbedingungen.

„Betriebsbesichtigungen wie diese sind für uns unverzichtbar, um die Situation vor Ort realistisch einschätzen zu können“, erklärte Dieter Welker, amtierender Stadtverordneter und Kreistagsmitglied aus Alsfeld. „Der direkte Dialog mit Unternehmen stärkt die Region und hilft, fundierte politische Entscheidungen zu treffen.“

Zum Abschluss bedankte sich Lars Wicke, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag des Vogelsbergkreis  für die offenen Einblicke und den konstruktiven Austausch und kündigten an, den Dialog mit regionalen Betrieben auch künftig aktiv fortzuführen.

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