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Max-Eyth-Schule in Alsfeld erneut als „Gesundheitsfördernde Schule“ ausgezeichnet„Gut für Sie und die ganze Schule“

ALSFELD (ol). Die Max-Eyth-Schule in Alsfeld ist erneut als „Gesundheitsfördernde Schule“ zertifiziert worden. Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel überreichte das Zertifikat im Rahmen der letzten Gesamtkonferenz des Jahres 2025. Die Auszeichnung würdigt das kontinuierliche Engagement der gesamten Schulgemeinde für Gesundheit, Prävention und nachhaltige Schulentwicklung. Begleitet wurde die Ehrung von praktischen Einblicken in das Gesundheitskonzept der Schule.

Die letzte Gesamtkonferenz der Max-Eyth-Schule im Kalenderjahr 2025 war nicht nur deshalb besonders, weil sie fast schon die Weihnachtsferien und eine kleine Weihnachtsfeier einläutete, sondern auch, weil sich mit Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel ein Gast aus Wiesbaden angekündigt hatte. Nicht als Weihnachtsgeschenk, sondern als Wertschätzung kontinuierlicher Arbeit hatte dieser ein Zertifikat mitgebracht, das die Max-Eyth-Schule erneut als „Gesundheitsfördernde Schule“ auszeichnete. Vom Staatlichen Schulamt war Georg Wittich von der Schulaufsicht für Berufsschulen zugegen, heißt es in der Pressemitteilung der MES.

Dass diese Auszeichnung eine Würdigung der Leistung der ganzen Schule ist, unterstrich Schulleiter Friedhelm Walther in seiner Begrüßung: Die Max-Eyth-Schule erfüllt in vielen Bereichen des Schullebens die Ansprüche an eine Gesundheitsfördernde Schule: Erstmals ausgezeichnet wurde sie 2019 – nachdem sie drei verpflichtende Teilzertifikate (Ernährungs- und Verbraucherbildung, Bewegung und Wahrnehmung, Sucht und Gewaltprävention) erlangt hatte und zusätzlich noch Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung, Verkehrserziehung/Mobilitätsbildung und die Gesundheit von Lehrkräften als eigene gesundheitsbezogene Profilelemente nachgewiesen hatte. Die Rezertifizierung sechs Jahre später bedeute, dass die Schule in ihren Anstrengungen nicht nachgelassen habe, dass es ihr Ernst damit sei und sie die Bezeichnung nicht als Label trage, sondern diese mit Leben fülle, sagte Lösel bei der Zertifikatsübergabe. „Das ist gut für Sie und für die ganze Schule“, würdigte der Staatssekretär dieses Engagement, das einher gehe mit den vielen Angeboten als Europaschule und dem Netzwerk mit Arbeitgebern, Schulen und weiteren Partnern, auch im Ausland.

Was genau die Gesundheitsfördernde Schule ausmacht, zeigte zunächst Chris Mogel, Koordinator des Qualitätszirkels „Gesunde Schule“ an der MES. Er ließ Kollegium und Gäste Koordinationsübungen machen, die körperlich und geistig fit halten sollen. Derart angeregt, verzichtete der Staatsekretär auf eine offizielle Rede zur Übergabe, sondern übte – als gelernter Musiklehrer – mit den Anwesenden einen rhythmischen Schüttelreim mit Choreografie ein, an dem alle sichtlich Freude hatten und der bei nächster Gelegenheit als Kanon vertieft werden soll. Die gute Laune war jedenfalls ansteckend an diesem Nachmittag, den Matthias Schneider, stellvertretender Schulleiter nutzte, um dem Gast aus der Staatskanzlei das Gesundheitskonzept der Max-Eyth-Schule vorzustellen, dem im Rahmen der Schulentwicklung ein eigener Qualitätszirkel zugordnet ist. Schneider betonte, dass auch die weiteren Qualitätszirkel – Europa, Qualitätsmanagement und Unterricht – alle ineinandergreifen und das Gesamtbild der Schule ergeben: „Das Zertifikat ist Zeichen einer gemeinsamen Haltung der Schulgemeinde.“

Im Qualitätszirkel Gesundheit wiederum sind verschiedene Bereiche relevant, die von den Verantwortlichen vorgestellt wurden: Chris Mogel zog aus seinem Bereich Bewegung und Wahrnehmung das Volleyball-Event und den „Bewegten Tag“ als Teambildung für Klassen als Beispiele heran. Stephanie Ebert präsentierte die Angebote der Sucht- und Gewaltprävention. Hier stellt die Max-Eyth-Schule ein multiprofessionelles Team bereit, das Anlaufstelle für belastetes Schülerinnen und Schüler ist. Erste-Hilfe-Kurse, Notfalltraining und Workshops zur Lehrkräftegesundheit sind Maßnahmen die Sonja Kömpel, zuständig für die Lehrkräftegesundheit, vorstellte. Dirk Neumann skizzierte die verschiedenen Aspekte rund um seinen Bereich Ernährung und Konsum. Er stellte das hochwertige, frische und regionale Essensangebot der Max-Eyth-Schule in den Vordergrund seiner Ausführungen und betonte wie seine Vorredner, dass all das nur gemeinsam mit der Schulgemeinde möglich sei. Er freue sich, dass dieses Engagement gesehen und ausgezeichnet werde.

Und nicht nur das: Zur Übergabe des Zertifikats hatte der Staatssekretär auch einen Scheck mitgebracht: Dreihundert Euro für Anschaffungen rund um die Gesundheitsfördernde Schule stehen nun zur Verfügung. Die Max-Eyth-Schule ist die einzige zertifizierte Europaschule im Vogelsbergkreis, unterstrich Lösel: „Sie leisten mit ihren Projekten und Programm viel. Das ist großartig und Sie haben die Auszeichnung als Gesundheitsfördernde Schule verdient.“

Fotos: Traudi Schlitt

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