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Antrag auf Förderung noch vor Weihnachten eingereicht – einstimmiger Beschluss der GemeindevertretungSanierung des Sportzentrums Landenhausen: Gemeinde Wartenberg setzt auf Bundesförderung

LANDENHAUSEN (ol). Die Gemeinde Wartenberg hat einen Förderantrag zur Sanierung des Sportzentrums Landenhausen beim Bund eingereicht. Geplant ist eine umfassende bauliche Sanierung einschließlich Barrierefreiheit. Das Projekt wurde parteiübergreifend unterstützt und fachlich vorbereitet. Eine Entscheidung über die Förderung wird Ende Februar erwartet.

Noch vor den Weihnachtsfeiertagen hat die Gemeinde Wartenberg laut eigener Pressemitteilung den Antrag im Rahmen des aktuellen Förderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ der Bundesregierung eingereicht. Gegenstand des Programms ist die Unterstützung von Kommunen bei der Erhaltung und Modernisierung von Sportstätten. Bauliche Maßnahmen, die vor Ort kulturellen Aspekten dienen, sind dagegen nicht Gegenstand des Förderprogramms.

In der November-Sitzung hatte sich die Wartenberger Gemeindevertretung im Grundsatz zu einer Beteiligung der Gemeinde Wartenberg am Projektaufruf bekannt und beschlossen, eine entsprechende Arbeitsgruppe einzusetzen sowie ein Fachbüro mit der Planung der Sanierung des Sportzentrum Landenhausen zu beauftragen. Diesen Auftrag hat das Büro neuraum aus Lauterbach übernommen. Die Arbeitsgruppe bestand aus der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, den Fraktionsvorsitzenden, dem Bürgermeister und Vereinsvertretern der SG Landenhausen.

Innerhalb von nur rund drei Wochen erarbeitete das Büro neuraum unter enger Einbindung der Arbeitsgruppe das Sanierungsprogramm und legte dabei neben einem detaillierten Zeitplan auch eine entsprechende Kostenschätzung für das Projekt vor.

Ziel ist es, die Halle im Bestand zu sanieren. Neben der Sanierung der Gebäude ist auch die Umsetzung der Barrierefreiheit notwendig, um ein lebendiges und attraktives Sportzentrum, das langfristig und vielfältig genutzt werden kann, in Landenhausen zu erhalten. Das Sportzentrum soll primär auf die Bedarfe von Sportverein und -gruppen zugeschnitten werden, die moderne Räume für ihre Aktivitäten benötigen. Um zeitgemäße und barrierefreie WC-Anlagen einbauen zu können, muss zudem ein kleiner funktionaler Anbau (ca. 30qm) an den bestehenden Sport- und Gemeinschaftsraum angefügt werden.

Die Gemeindevertretung hatte in der Dezember-Sitzung die Antragstellung einstimmig beschlossen und Haushaltsmittel für das Projekt in Höhe von 1,756 Millionen Euro bewilligt. Sofern die Gemeinde Wartenberg in das Programm aufgenommen wird, beträgt die maximale Förderquote 45 Prozent, wobei die Fördersumme rund 790.000 Euro betragen würde.

Hans Bäuscher, früherer Vorsitzender der SG Landenhausen, hatte sich im Rahmen der Arbeitsgruppe intensiv eingebracht und unter den Landenhäuser Vereinen eine Abfrage bezüglich des aktuellen Raumbedarfes gestartet. Nicht zuletzt aufgrund seiner Fachkenntnis aus früheren Planungen zum Umbau und zur Modernisierung des Sportzentrums konnte Hans Bäuscher den jetzigen Planungsprozess intensiv begleiten.

Im Rahmen der Sitzung der Gemeindevertretung hatte Hans Bäuscher die Vorsitzende gebeten, einige Worte an die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger richten zu dürfen. In seiner kurzen Rede lobte Hans Bäuscher die zielgerichtete Arbeitsweise der eingesetzten Arbeitsgruppe und die gute Atmosphäre, in der getagt wurde. Er zeigte sich beeindruckt von der Einigkeit der Kommunalpolitik in der für den Ortsteil Landenhausen und den Wartenberger Sport so wichtigen Fragestellung der Sanierung und verwies darauf, dass mit Einigkeit politisch viel erreicht werden könne: Symbolisch erhielten die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger von ihm verschiedenfarbige Teelichter überreicht, die ausgehend von der Vorsitzenden der Gemeindevertretung reihum entzündet wurden. Herr Bäuscher verwies darauf, dass mit Entzünden der Flamme die Farbe des Wachses als Symbol für die politische Orientierung keine Rolle spiele, sondern vielmehr mit dem Licht ein Signal ausgesendet werde.

Die Gemeinde Wartenberg setzt nun auf die Förderung durch den Bund. Ende Februar 2026 soll nach der Zeitplanung des Bundes bereits ein Beschluss der zur Antragstellung vorzusehenden Projekte durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags erfolgen. Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann hofft, dass der Antrag der Gemeinde erfolgreich sein wird. „Mit einer möglichen Förderung wird uns die Umsetzung des Vorhabens deutlich erleichtert“, so Dahlmann abschließend.

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