
Ferry Köckritz gewinnt Vorlesewettbewerb an der Alexander-von-Humboldt-SchuleMit Döner und Magie zum Schulsieg
LAUTERBACH (ol). An der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach wurde der Schulsieger des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen ermittelt. Acht Schülerinnen und Schüler traten in der Aula gegeneinander an und überzeugten mit Lesefreude und Ausdrucksstärke. Am Ende setzte sich Ferry Köckritz durch. Er wird die Schule im Februar 2026 beim Kreisentscheid vertreten.
Mehr als 600.000 Kinder beteiligen sich alljährlich am Vorlesewettbewerb der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Zahlreiche Schulen unterstützen dies, indem sie den Wettbewerb aktiv anbieten – und das seit vielen Jahren. Auch an der Alexander-von-Humboldt-Schule kommen regelmäßig die sechsten Klassen zusammen, ermitteln ihren Klassensieger und ihre Klassensiegerin und stellen sich dann dem Wettbewerb zum Schulsieger. Vor wenigen Tagen waren die acht Schülerinnen und Schüler in der Aula angetreten, um nicht nur vor ihren Mitschülern, sondern auch vor einer ausgewählten Jury zu lesen, heißt es in der Pressemitteilung des Lauterbacher Gymnasiums. Matthias Berg Botschek begrüßte alle und zeigte sich erfreut von der Lesefreude und dem Engagement der Sechstklässler: „Lesen ermöglicht ein Abtauchen in andere Welten“, sagte er, „es ist Kino im Kopf und es macht einfach Spaß.“
Doch nicht nur Spaß und Freude stecken hinter der Idee des Wettbewerbs, auch pädagogisch hat dieser seine Berechtigung: Lautes Lesen ist zum einen ein wichtiger Baustein zur Entwicklung von Lesekompetenz. Und die teilnehmenden Kinder stärken ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen, erweitern Textverständnis, fördern mit dem Lesen vor Publikum ihr Selbstbewusstsein und trainieren ihre Konzentrationsfähigkeit. Ein Angebot also, von dem alle profitieren, auch das junge Publikum, das sich entspannt zurücklegte, als die acht Wettbewerber zu ihrer Lektüre griffen. An der AvH stellten sich im Vorlesewettbewerb: Luca Stump und Martha Schlaudraff (6a), Maja Fischer und Johann Mischak (6b), Nora Weigel und Hagen Spakin (6c) sowie Ferry Köckritz und Pauline Heiß (6d).
Im ersten Durchlauf konnten sie ihre selbst gewählten Bücher mitbringen – auch dies war eine große Freude: Von Klassikern wie „Robinson Crusoe“ über Fantasy mit der „Schule der Magischen Tiere“ und Krimis wie „Mr. Marple und die Schnüfflerbande“ bis hin zu „Abenteuer eines Döner-Checkers“ (das Buch des späteren Schulsiegers) waren viele interessante Lesetipps dabei, die die Klassensieger professionell vortrugen. Während das Publikum verzückt lauschte, hatte die Jury, besetzt mit den Deutsch-Leistungskurslern Ferdinand Jokisch und Laura Bernhard, der Buchhändlerin Debora Stein, dem Stadtjugendpfleger Andreas Goldbach und dem Pfarrer Sven Kießling, auf viele Kriterien zu achten: Wird sicher und flüssig gelesen? Ist die Aussprache deutlich, das Lesetempo angemessen? Wird der Text inhaltlich atmosphärisch erfasst und gut umgesetzt und ist der Vortrag lebendig und ansprechend, ohne übertrieben zu sein? Diese und weitere Kriterien flossen in die Bewertung ein. Im zweiten Durchlauf wurde es ein wenig schwieriger für die Vorlesenden: Konnten sie sich bei ihrer eigenen Buchauswahl noch vorbereiten, mussten sie nun aus einem Text vorlesen, den sie bisher nicht kannten: Buchhändlerin Debora Stein hatte das Buch „Stadt der Magier und Diebe“ von Judith Mohr mitgebracht. Sowohl der unbekannte Inhalt musste in die Art des Vortrags einfließen als auch mussten unbekannte schwierige Wörter erfasst und vorgelesen werden.
Am Ende aller etwa dreiminütigen Lesesequenzen zog die Jury sich mit der schweren Aufgabe, den Schulsieger oder die Schulsiegerin zu ermitteln, zurück. Da alle, die an diesem Tag am Lesepult Platz genommen hatten, schon Sieger waren, wurde auf ein Ranking nach Platz eins verzichtet. So konnte Ferdinand Jokisch ohne große Umschweife den Schulsieger verkünden: Ferry Köckritz hatte mit seinen pointierten und doch lässig vorgetragenen Texten am Ende überzeugt. Er wird die Schule im kommenden Februar im Kreisentscheid vertreten.
Fotos: Traudi Schlitt
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