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Neue Sonderausstellungen von Karl Heinz Horst und Judith Tobies ergänzen die laufende Ernst-Eimer-Schau„Bilder erzählen Geschichten“ vor der Sommerpause in der Ernst Eimer Stube

GROSS-EICHEN (ol). Die Ernst Eimer Stube in Mücke-Groß-Eichen öffnet nach der Sommerpause wieder ihre Türen und setzt die Ausstellung „Bilder erzählen Geschichten“ fort. Ergänzt wird sie durch zwei Sonderausstellungen: „Hommage an die alten Meister“ mit Werken von Karl Heinz Horst und „Von Kopf bis Fuß in Filz“ von Judith Tobies. Besucher erwartet eine vielfältige Mischung aus Malerei, Handwerkskunst und lebendigen Geschichten.

Nach der kurzen Sommerpause öffnet die Ernst Eimer Stube am 31. August in der Lohgasse 11 in Mücke Groß-Eichen von 14.00 bis 17.00 Uhr wieder ihre Tür. An diesem Tag wird die erfolgreiche Ernst Eimer Ausstellung „Bilder erzählen Geschichten“ fortgesetzt.
Die gezeigten Gemälde erzählen jeweils ihre eigene Geschichte, die von den Vereinsmitgliedern zusammengetragen wurden und können anhand von beigefügten Texten bei den jeweiligen Exponaten gelesen werden, so heißt es in der Pressemitteilung des Kunst- und Kulturvereins der Ernst Eimer Freunde e.V.

Gleichzeitig werden an diesem Tag zwei Sonderausstellungen neu eröffnet:

1. „Hommage an die alten Meister“ von Karl Heinz Horst, (1927-2009), Mücke/ Ober-Ohmen. Die Werke des 2009 verstorbenen Künstlers befinden sich in seinem ehemaligen Wohnhaus und werden von der Familie in Ehren gehalten. Schon in seiner Jugend befasste sich Karl-Heinz Horst mit der Malerei und als er nach dem zweiten Weltkrieg aus englischer Gefangenschaft heimkehrte, fand er trotz seiner Arbeit Zeit, sich seinem Hobby zu widmen. Als technischer Zeichner suchte er in der Malerei einen Ausgleich zu seinem technischen Beruf und das spiegelt sich in all seinen Arbeiten wider, die sich ausschließlich mit der Darstellung von Menschen und Tieren beschäftigen.

Sein künstlerischer Weg war geprägt von einer tiefen Bewunderung für die klassischen Vorbilder. Mit viel Geduld und handwerklichem Geschick näherte sich Horst den großen Werken der Malereigeschichte an und entwickelte dabei ein feines Gespür für Details und Ausdruck. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Entwicklung seines eigenen Stils nachzuverfolgen, der sich aus der sorgfältigen Auseinandersetzung mit den alten Meistern allmählich herausgebildet hat. Besucher können sich auf Bilder freuen, die nicht nur beeindruckende technische Raffinesse zeigen, sondern auch eine ganz persönliche Interpretation klassischer Motive offenbaren. Auf die Frage eines Reporters in einem Zeitungsinterview sagte er: „Da ich mir keinen echten Rembrandt leisten kann, muss ich ihn mir selbst malen.“

2. „Von Kopf bis Fuß in Filz“ von Judith Tobies, Grünberg/-Klein- Eichen.
Eine der ältesten Methoden, Wolle für den Menschen nutzbar zu machen, hat Judith Tobies für sich entdeckt und stellt ihre Werke in der Kunst-Remise aus. Vor vielen Jahren hatte sie ersten Kontakt zu Filz im SOFA (Sozialer Ort Für Alle) in Grünberg gefunden. Ihre Begeisterung, mit Hilfe von Wolle, Wasser und Seife textile Dinge zu gestalten, hat sie nicht mehr losgelassen und ist ständig gewachsen. Inzwischen hat sie eine Perfektion entwickelt und gestaltet Schuhe, Hüte, Schals und viele andere dekorative Teile mit dieser Technik. Die kreative Ausstellung zeigt eine große Bandbreite der künstlerischen Arbeiten und die Besucher gewinnen einen Einblick für diese Technik, wenn sie der Künstlerin beim Filzen über die Schulter schauen. Judith Tobies ist sicher vielen Besuchern auch als „gute Fee“ in unserem kleinen Cafe‘ bekannt.

„Bilder erzählen Geschichten“ sowie die beiden Sonderausstellungen sind auch bei der nächsten Öffnung am 28. September noch zu sehen.

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