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Neues Projekt gegen Einsamkeit„Pflegeheim Mitten im Leben“ – Förderantrag für Haus Stephanus bewilligt

ALSFELD (ol). Das Haus Stephanus in Alsfeld erhält eine dreijährige Förderung, um soziale Isolation älterer Menschen zu bekämpfen. Im Rahmen des Projekts werden Kooperationen mit lokalen Vereinen und Ehrenamtlichen aufgebaut.

Im April diesen Jahres wurde durch die Hessische Pflegeministerin Diana Stolz das Förderprogramm „Pflegeheim Mitten im Leben“ mit dem langfristigen Ziel, die Lebensqualität in Pflegeheimen nachhaltig zu verbessern, ins Leben gerufen.

Mit dem neuen Förderprogramm sollten niedrigschwellige und nachhaltige Kooperationen zu Ehrenamtlichen, Vereinen und Institutionen entstehen, um gemeinsame Aktivitäten innerhalb oder außerhalb der Einrichtungen zu fördern.

„Für die soziale Teilhabe von Bewohnerinnen und Bewohnern in den Pflegeheimen ist es wichtig, dass sie in das soziale Umfeld vor Ort integriert sind. Das hilft beispielsweise auch gegen Einsamkeit. Mit unserem neuen Programm ‚Pflegeheim – Mitten im Leben‘ setzen wir genau dort an. Die Koordinierungsstellen sollen dazu beitragen, die Menschen in Pflegeheimen in die sozialen Strukturen ihres Umfeldes besser einzubinden“, betonte Pflegeministerin Diana Stolz.

„Der von Frau Stolz initiierte Förderaufruf hat uns im Haus Stephanus in Alsfeld dazu inspiriert, zusätzliche Ideen fern ab von den bereits bestehenden Angeboten für eine aktivere Gestaltung des Pflegealltags zu entwickeln“, berichtet Einrichtungsleiter Manuel Jöckel in einer Pressemitteilung.

Aus einer ersten groben Skizze sei schnell ein detaillierter Förderantrag entstanden. Umso größer war die Freude, als am 30. September die Zusage des Hessischen Landesamt über eine dreijährige Förderung für das Projekt „Generationen Gesundheitsnetzwerk – Gemeinschaftliche Bewältigungsstrategie gegen Einsamkeit“ erfolgte.

„Die steigende Lebenserwartung führt leider auch zu einer Zunahme von sozialer Isolation bei älteren Menschen. Unser Projekt setzt genau dort an und schafft innovative Lösungen welche das Ziel verfolgen, durch gezielte Unterstützung und vielfältige Aktivitäten die Lebensqualität und das Wohlbefinden älterer Menschen umfassend zu verbessern. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen und Ehrenamtlichen schaffen wir ein lebendiges Netzwerk (intern und extern). Diese neuen Kooperationen mit lokalen Akteuren soll keine Eintagsfliege sein, sondern ein längerfristiges Angebot darstellen“, erklärt Manuel Jöckel, Einrichtungsleitung Haus Stephanus.

Gemeinsam mit den Bewohnern und dem Betreuungsteam sollen innovative Ideen entwickelt und umgesetzt werden. „Wir freuen uns auf eine spannende Zeit und sind zuversichtlich, dass wir mit dieser Förderung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der sozialen Teilhabe und Lebensqualität unserer Bewohner leisten können, sondern auch für externe Akteure die Altenpflege als lebendigen und dynamischen Bereich präsentieren“, so Jöckel abschließend.

Sie möchten gemeinsam mit dem Haus Stephanus etwas bewegen? Als Verein, Kita, Schule, Gruppe oder Einrichtung sind Sie herzlich eingeladen, sich an dem Projekt zu engagieren.

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