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Frischbörner Schulanfänger dem Schäferberuf auf der SpurTierisch was los im Schafstall in Maar

FRISCHBORN (ol). Die angehenden ABC-Schützen der Kindertagesstätte Frischbörner Kobel sind im Dezember der Einladung von Schäfer und Landschaftspfleger Michael Prediger gefolgt und haben ihn in seinem Landschaftspflegestall in Maar besucht. Dabei gab es allerhand Interessantes zu sehen, zu lernen und auch auszuprobieren.

In der Vorweihnachtszeit haben sich die Eichhörnchenkinder (Schulanfänger) des Frischbörner Kobel mit der Weihnachtsgeschichte auseinandergesetzt. In dieser machten sich auch die Hirten mit ihren Schafherden auf den Weg, um das Jesuskind im Stall von Bethlehem zu finden. Aber was ist ein Hirte eigentlich genau?

Was ist seine Arbeit, welche Aufgaben hat er zu erledigen und was benötigt er dafür? Das wollten die Kinder laut einer Pressemitteilung des Frischbörner Kobel genauer herausfinden und besuchten deshalb Michael Prediger im Landschaftspflege-Schafstall in Maar.

Nach einem ersten Rundgang durch den großen Stall begrüßte der Hirte, der seit Januar 2022 für die Landschaftspflegeflächen der Stadt Lauterbach zuständig ist, die Gruppe und stellte sich vor. Auch die Kinder nannten ihre Namen und Lieblingstiere. Das der Hirte Schafe und Hunde favorisierte sei keine große Überraschung gewesen, hat er doch durch seinen Beruf täglich mit ihnen zu tun. Im Anschluss standen diese auch im Fokus.

Erlebnis zum Anfassen

Die Kinder konnten dabei zuschauen, wie ein Lämmchen mit der Flasche gefüttert wurde und durften die großen Schafe auch selbst aus der Hand füttern. Wie schwer ein kleines Lämmchen bei der Geburt ist, erfuhren sie anhand eines mit dem entsprechenden Gewicht gefüllten Plüschschäfchens. Natürlich durfte auch das Streicheln der Tiere nicht fehlen, wobei man sie bei den knackigen Temperaturen von minus zehn Grad um ihren warmen wolligen Mantel beneidete.

Zum Aufwärmen packten alle mit an und rollten dicke Baumstümpfe zu einem Kreis zusammen, um es sich auf ihnen bequem zu machen. Diese Sitzgelegenheiten wurden für solche Veranstaltungen von der Waldgesellschaft der Riedesel zu Verfügung gestellt. Michael Prediger warf sich dann in volle Schäfermontur und stellte den Kindern seine Ausrüstung vor: Ein breit krempiger Hut zum Schutz vor der Sonne, ein warmer Mantel der den ganzen Tag vor Nässe schützt und ein langer Schäferstab, der viele Zwecke erfülle.

An dessen Ende ist eine Schippe angebracht um Unkraut oder giftige Pflanzen auszustechen sowie ein Haken mit dem bei Bedarf Schafe an den Hinterläufen eingefangen werden können. Beim Gehen und Stehen dient der Stab als Stütze und entlastet den Rücken, was die Kinder nacheinander gerne einmal ausprobierten. Abschließend wurde es noch einmal tierisch, als ein Hütehund den Kindern einen Besuch abstattete und sich freudig reihum streicheln ließ.

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