
Letzter Meilenstein: Millionenbau des Erlenbades abgeschlossenVom Großprojekt zum Vorzeigeobjekt
ALSFELD (ol). Die umfassende Sanierung des Alsfelder Erlenbades ist erfolgreich abgeschlossen. Der Verwendungsnachweis des Bundesförderprogramms für Sport, Jugend und Kultur wurde beim Projektträger Jülich eingereicht. Mit Fertigstellung der letzten Maßnahme, der Installation des Blitzschutzes, ist das Projekt endgültig abgeschlossen und als Vorzeigeobjekt für die Zukunft aufgestellt.
Der letzte Meilenstein der umfangreichen Sanierung des Alsfelder Erlenbades ist erreicht: Nach jahrelangen Planungs- und Bauarbeiten in der Freizeiteinrichtung wurde der Verwendungsnachweis des Förderprojektes zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur Anfang des Jahres beim Projektträger Jülich eingereicht – ein Schritt, der die erfolgreiche Umsetzung des Bundesförderprogramms abschließt, wie es in der Pressemitteilung der Alsfelder Bäder GmbH heißt.
Stephanie Rose vom Projektträger Jülich, dieser war mit der fachlichen, fördertechnischen und administrativen Bearbeitung aller Sanierungsabschnitte betraut, machte sich vergangene Woche persönlich vor Ort ein Bild von den umfangreichen Umbau- und Modernisierungsarbeiten. Begleitet wurde sie von Bürgermeister Stephan Paule, der als Aufsichtsratsvorsitzender und städtisches Oberhaupt das Projekt über die Jahre hin mit großem Interesse verfolgte. „Es war wichtig, dass wir als Stadt die Bedeutung des Erlenbads erkennen und die notwendigen Mittel bereitstellen. Nur so konnten wir gemeinsam die Bundesförderung abrufen und das Bad zukunftsfähig machen“, betonte Paule bei dem Treffen auf dem Gelände in den Erlen und ergänzte lobend: „Alleine durch die konsequente Arbeit aller Beteiligten und die Unterstützung des Bundes war es möglich, dieses Projekt in dieser Form umzusetzen.“
Rückblick: Ende 2019 erhielt die Alsfelder Bäder GmbH den Zuwendungsbescheid vom Bundesförderprogramm des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat, im speziellen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Der Projektträger Jülich aus Berlin wurde mit der fachlichen, fördertechnischen und administrativen Bearbeitung aller Projekte betraut.
Es folgten die Vergabe der Planungsleistung in einem europaweitem Ausschreibungsverfahren sowie die Planung und Ausschreibung der Bauleistungen. Im Sommer 2020 – ein halbes Jahr nach der Übergabe des Bescheides – war Baubeginn.
Die geförderten Baumaßnahmen umfassten unter anderem die Sanierung der Beckenköpfe und Folienauskleidung der Becken im Freibad, die Sanierung des Technikgebäudes im Freibad, die Modernisierung der Umkleiden und Sanitärbereiche im Hallenbad, die Komplettsanierung des Hallenbaddaches sowie die Erneuerung des Foyers. Auch das Dampfbad der Sauna wurde modernisiert, barrierefreie Zugänge geschaffen und ein Mehrgenerationenspielplatz auf der Freibadwiese neu angelegt. Zudem sorgt eine neue Baustraße nun für ganzjährige Befahrbarkeit durch Rettungsdienste, Feuerwehr und Materialanlieferungen. Die Baufachliche Prüfung unterlag dabei der Oberfinanzdirektion Frankfurt/Main und des Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) aus Frankfurt/Gießen.
Die Verantwortung für die gesamten Umbaumaßnahmen der letzten Jahre, in denen das Hallenbad und Freibad umfassend erneuert und zukunftssicher aufgestellt wurden, hatte Ralf Kaufmann, Geschäftsführer der Alsfelder Bäder GmbH und der Stadtwerke Alsfeld.
Paule lobte Geschäftsführer Kaufmann für die zuverlässige und kompetente Arbeit. Er habe während der langwierigen Bauarbeiten stets die komplexe Finanzierung im Blick gehabt, habe erfolgreich die anspruchsvollen Förderanträge gestellt und abgewickelt und zudem bauliche und gestalterische Entscheidungen in enger Abstimmung mit dem beauftragten Alsfelder Architekturbüro Schmidt & Strack getroffen. Beteiligt an der Umsetzung seien zudem als Fachplaner für Heizung, Lüftung und Sanitär Jörg Eiselt, Ingenieur aus Grebenau, die Elektroplanung Will aus Hilders sowie überwiegend regionale Bauunternehmen, die trotz teilweiser bundesweiter Ausschreibungen ein Top-Preis-Leistungs-Verhältnis boten. Der Bürgermeister hob außerdem das große Engagement des gesamten Erlenbad-Teams hervor.
Ungeachtet der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg, Materialengpässe, steigende Kosten und Personalengpässe bei den ausführenden Firmen war es gelungen, den Betrieb während der langwierigen Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Kaufmann hatte beim Ortstermin im Bad eine Fotodokumentation mitgebracht, die die Ausgangssituation, die Herausforderungen und die erzielten Fortschritte der jahrelangen Bauarbeiten verdeutlichte.
Insgesamt konnten 5.405.138 Euro in die Zukunftsfähigkeit des Erlenbades investiert werden. Ein wesentlicher Kostenfaktor war dabei, die Feststellung, dass das gesamte Hallenbaddach statisch nicht mehr tragfähig war und komplett abgetragen und erneuert werden musste. Mit der Fertigstellungsanzeige am 30. September 2025 und der letzten Maßnahme, der Installation des Blitzschutzes, ist das Projekt nun endgültig abgeschlossen – ein Erfolg, der das Engagement der Stadt Alsfeld, ihrer Bäder GmbH und der Förderinstitutionen sichtbar macht.
„Das Ergebnis spricht für sich: Die Bundesfördermittel wurden zielgerichtet eingesetzt, die Maßnahmen sind fachlich wie gestalterisch auf höchstem Niveau umgesetzt“, konstatiert Stephanie Rose vor Ort – und ergänzt, dass dies in der gesamten Woche der Termin mit dem gelungensten Ergebnis war, den sie wahrnehmen konnte.
Auch die Besucherzahlen seit der Wiedereröffnung des Hallenbades 2023 und des Freibades 2024 zeigen, dass die Neuerungen bei den Gästen hervorragend angekommen sind. Kaufmann und Paule unisono: „Das Alsfelder Erlenbad ist damit bestens für die Zukunft gerüstet!“
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