
Schulgemeinde präsentiert facettenreichen Kulturabend unter dem Motto „Kunst.Musik.Szene“Kunst, Musik und Theater begeistern an der Alexander-von-Humboldt-Schule
LAUTERBACH (ol). Die Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach hat ihren traditionellen Kulturabend veranstaltet und dabei das Schulmotto kreativ umgesetzt. Schülerinnen und Schüler präsentierten vielfältige Arbeiten aus Kunst, Musik und Theater. Im gesamten Schulgebäude konnten Besucher Ausstellungen, Aufführungen und Mitmachangebote erleben. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll die kreative Bandbreite und das Engagement der Schulgemeinde.
Der große Abend für die Kunst, Kultur und alles, was damit zu tun hat, hat einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Alexander-von-Humboldt-Schule: Viele Familien und Freunde der Schülerinnen und Schüler nutzen diese große Schau, die fast im ganzen Schulhaus die verschiedensten Kunstformen vereint, um sich ein Bild auch dieser Facette der Bildungsarbeit an dem Lauterbacher Gymnasium zu machen, so heißt es in der Pressemitteilung der Schule.
Denn: „Talente, die eine Schule fördern müsse, seien nicht nur Mathe, Englisch und Deutsch, sondern auch Bühne, Klang, Bild und Ausdruck“, betonte Schulleiterin Gitta Holloch in ihrer Eingangsrede. Sie freute sich über das große Interesse an den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.
Den Abend, der unter dem Motto „Kunst.Musik.Szene“ das Jahresmotiv der Alexander-von-Humboldt-Schule „Heute schon die Welt gerettet ?“ thematisierte, läutete – natürlich – Musik ein. Der Chor der Klasse 5 unter der Leitung von Birgit Witzel hatte einige Gute-Laune-Stücke mitgebracht, mit denen er die einzelnen Reden einrahmte. Den Auftakt machte Stefanie Michel. Die Fachsprecherin für Kunst zeichnet verantwortlich für den Abend der Kunst. Sie spannte den Bogen von der Kunst zur Rettung der Welt – oder zumindest von der Rettung kleiner Welten, die man jeden Tag vollbringen könne. Bei der thematischen Auseinandersetzung mit dem Motto seien die Schülerinnen und Schüler immer wieder auf Werte gestoßen, die auch für die Schule wichtig seien – Wertschätzung, Rücksichtnahme, Zusammengehörigkeit und Verantwortung machten die Welt besser und die einzelnen Menschen zu Alltagshelden. Michel dankte allen Mitwirkenden aus der Schulgemeinde, ohne die ein solcher Abend nicht möglich sei. Insbesondere Schulleiterin Gitta Holloch habe von Beginn an hinter dem Event gestanden, unterstrich Michel.
Wie sehr die Schulleiterin diesen Abend schätzt, wurde in ihrer Rede deutlich: Die Schülerinnen und Schüler könnten bei der Mitwirkung an einer solchen Veranstaltung erkennen, dass aus einer Idee etwas werden könne: „Sie spüren ihre Kompetenz.“ Nacheinander lobte Holloch auch ihr Team: Die Lehrkräfte ermutigten und bestärkten die Schülerinnen und Schüler, sie stellten ihnen interessante Inhalte zur Verfügung, so hätten sie u. a. zu Themen wie die Weltrettung und Lobbyismus, aber auch Bequemlichkeit und Gewohnheiten gearbeitet. Sie hätten Kunstwerke selbst entwickelt und bekannte Stücke wie Kafkas „Prozess“ oder Ibsens „Volksfeind“ neu interpretiert. Verschiedenste künstlerische Ausdrucksformen hätten die Lehrkräfte der künstlerischen und musischen Fächer mit den jungen Menschen erarbeitet und damit nicht nur großformatige Werke geschaffen, sondern auch viele Themen, wie Ökologie und Identität, dargestellt. Neben allen beteiligten Lehrkräften dankte die Schulleiterin besonders Stefanie Michel als Initiatorin und Organisatorin dieses außergewöhnlichen Abends.
„Hinter jedem Exponat, jedem Bühnenbild, jedem Musikstück und jeder Szene stehen viele Stunden Vorbereitung, Ideenreichtum und Leidenschaft“, sagten die beiden Schulsprecherinnen Jada König und Antonia Milde. Sie luden alle Gäste ein, die Kunst der AvH zu entdecken und auch die kulinarischen Angebote der Abiturientinnen und Abiturienten nicht zu vernachlässigen.
Nach den einführenden Reden gab es für die Besucher viel zu sehen, zu hören und zu erleben: Die Alexander-von-Humboldt-Schule präsentierte sich einmal mehr als ein Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse zu Kunst in vielen Facetten inspiriert werden. So hatten schon die Jüngsten ihren Traum vom Fliegen in Szene gesetzt und Superhelden aus Alltagsgegenständen entwickelt: „Selina Seifenschaum“ und „Fleischi Hackbraten“ ließen grüßen. Auch die „beste Pizza der Welt“, kreativ designt und benannt, erblickte an diesem Abend in Lauterbach das Licht der Welt. In der Fantasie der Kinder retteten kleine, liebe Monster – „Monstis“ – den Planeten, daneben zeigten ältere Schülerinnen und Schüler Wohnwürfel: Modelle zum neuen Wohnen auf engem Raum, die mit Gründächern und witzigen Ideen vielleicht Pate für die Zukunft stehen können. Auch in anderen Räumen spielte Wohnen eine große Rolle – das neue Jahrtausend gar wurde hier künstlerisch erobert. Die Kinder konnten sich selbst portraitieren, Krimi-Taschenlampenbilder zeigen oder interessante Projekte und Kunst zur Nachhaltigkeit entwickeln. Upcycling spielte hier eine große Rolle – zu Recht, denn die Möglichkeiten sind hier schier grenzenlos. Winterlandschaften, Forscherstationen in Extremlandschaften und Krimiszenen waren in den zur Galerie gewordenen Klassenräumen zu sehen, auch interessante Ansichten von Lauterbach. Im weiteren Verlauf gab es Studien zu Perspektive, Stillleben zu ökologischen Themen. Wie die Schülerinnen und Schüler sich den verschiedensten Techniken näherten, zeigten grafische oder filmische Werke, Arbeiten im Stil des Surrealismus, Fotografie, Collage, Kreidezeichnungen. Jeder Raum lud zum Staunen, Innehalten und Betrachten ein.
Dies galt auch für die anderen Kunstrichtungen: Viel Musik erklang an einzelnen Stellen: So erfreute u.a. auch die Band-AG unter der Leitung von Jörg Becker die Gäste. Tanzaufführungen standen auf dem Programm genauso wie ganz viel Theater: Kurze Szenen, Walk-through-Räume, Schwarzlichttheater und zwei jeweils dreißigminütige Darbietungen in der Aula. Die DS-Kurse der Qualifikationsphase unter der Leitung von Christa Lange führte Kafkas „Der Prozess“ als hochaktuelle Inszenierung auf. Auch Ibsens „Der Volksfeind“, bearbeitet und auf die Bühne gebracht von den DS-Kursen der Qualifikationsphase unter der Leitung von Thomas Zulauf, beeindruckte nicht zuletzt durch die nach wie vor hohe inhaltliche Relevanz. Die Aula selbst war zudem Bühne für eine spektakuläre Darbietung der Technik-AG: Sie präsentierte eine Light-Show mit Musik, die die Gäste begeisterte.
„So viel Kunst an einer Schule – das geht nur, wenn alle dahinterstehen“, fasste Karsten Krämer, stellvertretender Schulleiter, zusammen. Wie die gesamte Schulgemeinde war er stolz auf diesen großen Abend, an dem alle Mitwirkenden sowie die Gäste ihre Freude hatten.
Fotos: Christina Lander
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