Blaulicht0

Übungsabend vermittelt Wissen und Praxis im Umgang mit E-Autos bei Unfällen und BrändenFeuerwehr Romrod trainiert den Ernstfall mit Elektrofahrzeugen

ROMROD (ol). Die Freiwillige Feuerwehr Romrod hat sich bei einem Übungsabend intensiv mit Einsätzen rund um Elektrofahrzeuge beschäftigt. Neben theoretischen Grundlagen standen insbesondere Rettungskarten und Sicherheitsaspekte im Fokus. In einer praktischen Einheit konnten die Einsatzkräfte verschiedene Fahrzeuge aus nächster Nähe untersuchen. Ziel der Ausbildung ist es, auf zunehmende Einsätze mit E-Autos optimal vorbereitet zu sein.

Beim monatlichen Übungsabend stand bei der Freiwilligen Feuerwehr Romrod dieses Mal ein Thema im Mittelpunkt, das im Straßenverkehr immer häufiger wird: Einsätze mit Elektrofahrzeugen. Weil immer mehr E-Autos unterwegs sind, muss auch die Feuerwehr wissen, worauf es bei Unfällen und Bränden ankommt, heißt es in der Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Romrod.

Ausbilder Mathis Hartmann führte die Einsatzkräfte zunächst in einer theoretischen Einheit durch die wichtigsten Besonderheiten. Dabei ging es unter anderem um Rettungskarten. Das sind Fahrzeuginformationen, die zeigen, wo sich bei einem bestimmten Modell wichtige Bauteile befinden, zum Beispiel Batterie und Hochvoltleitungen, Airbags oder Verstärkungen in der Karosserie. Für die Feuerwehr sind diese Karten besonders bei der technischen Hilfeleistung wichtig, also zum Beispiel bei Verkehrsunfällen. Sie zeigen auch, wo man an einem Fahrzeug sicher schneiden darf und wo nicht. So kann schneller geholfen werden, ohne zusätzliche Gefahren zu erzeugen.

Foto: Schwenzfeier

Im Anschluss folgte eine praktische Unterweisung in einem Autohaus in Alsfeld. Dort konnten verschiedene Fahrzeuge direkt angeschaut werden. Besprochen wurde unter anderem, wie ein Elektrofahrzeug stromlos geschaltet wird, worauf beim Arbeiten am Hochvoltsystem zu achten ist, welche Schutzausrüstung nötig ist und in welchen Situationen Löscharbeiten sinnvoll sind.

Foto: Schwenzfeier

Wehrführer Manuel Gemmer dankte dem Ausbilder Mathis Hartmann sowie dem Autohaus Hartmann für den praxisnahen und tiefen Einblick. Er freute sich außerdem, dass die Einsatzabteilung Zell wieder mit einer Delegation an der Übung teilgenommen hat. Die gemeinsame Ausbildung stärke das Zusammenspiel und helfe, im Einsatzfall noch besser zusammenzuarbeiten.

Gerade mit der Bundesstraße 49, die durch die Schlossstadt führt, können entsprechende Einsatzlagen auch die Romröder Kräfte jederzeit betreffen. Auch technisch sind die Feuerwehren der Stadt Romrod dafür gut aufgestellt, heißt es. Die Löschfahrzeuge sind inzwischen zu einem großen Teil mit Tablets ausgestattet. Damit können Rettungskarten im Einsatz schnell online abgerufen werden. Beschafft wurden diese Geräte durch die örtlichen Fördervereine. „Das hilft uns, schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen und wirksame Hilfe einzuleiten“, sagte Pressesprecher Volker Schwenzfeier abschließend.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren