
Zwei Jahre GemündenMobil e.V.: Ehrenamtlicher Busbetrieb bringt Bürgerinnen und Bürger zuverlässig ans ZielBürgerbus Gemünden etabliert sich erfolgreich im Gemeindeleben
GEMÜNDEN (ol). Seit zwei Jahren fährt der Bürgerbus in Gemünden und ist aus dem Ortsbild nicht mehr wegzudenken. Der Verein GemündenMobil e.V. zieht bei der Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz: Das Elektrofahrzeug legte 2025 fast 12.000 Kilometer zurück, elf Fahrerinnen und Fahrer teilen sich den Dienst. Neben festen Fahrplantouren werden Bedarfsfahrten angeboten, die Fahrten sind kostenlos. Der Betrieb finanziert sich über Spenden, Mitgliedsbeiträge, Werbeflächen und Vermietungen.
Gemünden hat seit zwei Jahren einen Bürgerbus. Er wird von einem eigenständigen Verein betrieben, GemündenMobil e.V. Auf der Jahreshauptversammlung zog der Vereinsvorstand jetzt eine positive Bilanz, wie es in der Pressemitteilung des Vereins heißt.
In der von Bürgermeister Daniel Wittenberg moderierten Versammlung berichtete Gerhard Kaminski über die Aktivitäten zur Organisation des Busbetriebs im vergangenen Jahr. Insgesamt habe der Bürgerbus 2025 eine Strecke von fast 12 000 km zurückgelegt.
Jeden Dienstag finde die fest eingerichtete Fahrplantour statt, die Fahrgäste aus den sieben Ortsteilen der Gemeinde zum zentralen Supermarkt in Nieder-Gemünden fährt und anschließend wieder zurückbringt. „Das hat sich eingespielt. Der Bürgerbus ist aus dem Ortsbild nicht mehr wegzudenken“, so das Fazit zum zweiten Betriebsjahr. Insgesamt teilten sich elf Fahrerinnen und Fahrer den Fahrdienst untereinander auf. Zu den bereits von Anfang an engagierten sei bereits der erste neue Chauffeur dazu gekommen.
Außer dem Fahrplan biete der Bürgerbus, der in Gemünden ein Elektrofahrzeug ist, auch Bedarfsfahrten an. Das seien meist Arzttermine, die zum Teil bei Fachärzten außerhalb der Gemeindegrenzen stattfinden oder im Kreiskrankenhaus in Alsfeld. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die regelmäßig durchgeführte Gruppenfahrt zum Thermalbad in Herbstein. Da der Fahrer – wie alle anderen auch – ehrenamtlich, also unentgeltlich, fährt, sei es eine schöne Wertschätzung, dass ihm das Schwimmbad den Eintritt erlasse.
Die erwähnten Fahrten seien für die Nutzerinnen und Nutzer des Bürgerbusses kostenlos. Diese hätten jedoch gern Spenden gegeben, die für den Busbetrieb eine wertvolle Finanzierungshilfe seien, so Kaminski weiter. Durch die Vermietung des Busses am Wochenende an Vereine und Gruppen seien zudem wichtige Einnahmen erzielt worden.
Als dritte Einnahmequelle verfüge GemündenMobil über die Beiträge der mittlerweile rund 70 Mitglieder. Der wichtigste Finanzierungsbeitrag werde durch die Vermietung von Werbeflächen auf dem Bus geleistet. Es seien jetzt insgesamt zehn Flächen vergeben. Das berichtete Viktoria Reeh, die zusammen mit Herbert Diegel die Kasse des Vereins verwaltet. Insgesamt sei im zweiten Jahr ein Plus von rund 5400 Euro erwirtschaftet worden, das als Rücklage für den Folgebus zurückgelegt werden könne. Der Bürgerbus wurde von der Hessischen Landesregierung kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Betrieb muss aus eigenen Mitteln von GemündenMobil finanziert werden. Dabei müssen Rücklagen gebildet werden, aus denen ein neuer Bus angeschafft werden kann, wenn der alte sein Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat.
Bei den von der Satzung des Vereins geforderten Wahlen wurde der alte Vorstand bestätigt. Eva Wolf, Viktoria Reeh, Herbert Diegel und Gerhard Kaminski werden ihre Tätigkeit fortsetzen. Ausgeschieden sind Simon Stroh und Bürgermeister Wittenberg. Dieser erläuterte, dass er seine Aufgabe darin gesehen habe, den Start und die Verankerung des Bürgerbusangebots in Gemünden zu unterstützen. Das bewerte als erfolgreich abgeschlossen. Der Bürgerbus sei auf einem guten Weg und er werde ihn weiter unterstützen – ohne im Vereinsvorstand mitzuwirken.
In diesem Sinn stellte er in Aussicht, dass die Initiative von GemündenMobil jetzt umgesetzt werde, den Bürgerbus deutlich der Gemeinde mit deren Logo auf dem Fahrzeug zuzuordnen. Dazu ist ein Beschluss des Gemeindevorstands erforderlich, der demnächst erfolgen soll.
Bürgermeister Wittenberg und Kaminski dankten allen, die dazu beigetragen hatten, dass der Bürgerbus erfolgreich im Gemeindeleben etabliert wurde. Sie appellierten an die Teilnehmenden, das für den Erfolg so wichtige Dorfgespräch zum Bürgerbus weiter zu beleben und weitere Vereinsmitglieder sowie Fahrerinnen und Fahrer zu werben. Informationen zum Fahrplan und anderen Details gibt es im Ohmtal-Boten und der Mein-Ort-App sowie am Bürgerbus-Telefon: 0160 410 2573.
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