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Ökumenischer Gottesdienst in Alsfeld stellt Nigeria in den Mittelpunkt und berührt mit eindrucksvollen Szenen„Kommt! Bringt eure Last“ – Weltgebetstag verbindet Frauen weltweit

ALSFELD (ol). Mehr als 80 Besucherinnen und Besucher haben in Alsfeld den Weltgebetstag gefeiert. Im Mittelpunkt stand Nigeria mit bewegenden Geschichten über den Alltag von Frauen. Symbolische Darstellungen und musikalische Beiträge machten das Thema greifbar. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Mitbringbuffet aus.

Manche Bilder sagen mehr als viele Worte. Als im Gottesdienst symbolisch Lasten auf dem Kopf in den Raum getragen wurden, wurde das Thema des diesjährigen Weltgebetstags plötzlich greifbar. Die Szene berührte viele der über 80 Besucherinnen und Besucher, die sich am Freitagabend im katholischen Pfarrzentrum in Alsfeld versammelt hatten, wie das Evangelische Dekanat Vogelsberg in einer Pressemitteilung berichtet.

Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last“ stand Nigeria als gastgebendes Land im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes. Eingeladen hatten die evangelische Kirche Alsfeld, die Evangelische Stadtmission Alsfeld sowie die katholische Pfarrei Heilige Drei Könige. Weltweit wird der Weltgebetstag traditionell am ersten Freitag im März gefeiert, in diesem Jahr mit einer Liturgie, die Frauen aus Nigeria vorbereitet haben.

Der Leitvers aus dem Matthäusevangelium „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid“ zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. Er erzählte von Lasten, die viele Frauen tragen; in Nigeria genauso wie an anderen Orten der Welt. Und von der Hoffnung, dass niemand diese Lasten allein tragen muss.

Mit Musik, Gebeten und Informationen wurde alles lebendig. Besonders eindrücklich waren die Geschichten der Frauen Beatrice, Jato und Blessing. In kurzen Szenen berichteten sie von ihrem Alltag: von Schönem, aber auch von Herausforderungen, Sorgen und Ängsten.

Ein Moment ging vielen besonders nahe: In einem Rollenspiel zwischen Mutter und Tochter wurde die Angst deutlich, dass Mädchen auf dem Schulweg entführt werden könnten. Emilia und Magdalena Heun machten diese Sorge eindrücklich spürbar. Eine Realität, die für viele Familien in Nigeria zum Alltag gehört.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Carmen Appel-Roth, Julia Hansen und Monika Jordan begleitet, die mit Liedern und nigerianischen Klängen eine besondere Atmosphäre schufen.

Nach dem Gottesdienst kamen die Gäste beim nigerianischen Mitbringbuffet miteinander ins Gespräch. Die Stimmung war zugleich nachdenklich und fröhlich: bewegt von den Geschichten des Abends und getragen von der Gemeinschaft.

Foto: Mike Otto

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