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Referenten vom BUND und NABU beleuchten Umwelt- und Sozialthemen beim fünften TreffenGrünen-Stammtisch in Alsfeld: Austausch über Klima und gesellschaftliches Miteinander

ALSFELD (ol). Beim Stammtisch von Bündnis 90/Die Grünen in Alsfeld stand das Thema „Gutes Klima“ im Mittelpunkt. Dabei wurden sowohl gesellschaftliche Entwicklungen als auch Umweltfragen diskutiert. Referenten aus Umweltverbänden gaben Einblicke in aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze.

„Gutes Klima“, unter diesem Thema luden Bündnis 90/Die Grünen in Alsfeld laut einer Pressemitteilung zu ihrem fünften Stammtisch in diesem Jahr ein. Das Motto war bewusst doppeldeutig gewählt: Zum einen ging es um das Klima in der Gesellschaft. Die Grünen möchten zunehmender Verrohung in der Sprache und im Umgang miteinander entgegentreten. Natürlich geht es außerdem um den Erhalt von Klimabedingungen, die auch künftigen Generationen ein gutes Leben auf der Erde ermöglichen. Als Referenten waren diesmal Ursel Bernbeck vom BUND sowie Martin Kraus, ebenfalls Mitglied des BUND, aber auch des NABU, geladen. Ursel Bernbeck nannte drei Themen,  die aus Sicht des BUND wichtig seien: der Ausbau der Radwege, die kommunale Wärmeplanung und die Biotopvernetzung.

Pläne zum Ausbau von Radwegen liegen schon lange vor, wurde bisher aber weitgehend nicht umgesetzt, heißt es. Ein gutes Radwegenetz aber sei nicht nur wichtig für die Sicherheit der Kinder auf den Straßen, es fördert auch den Tourismus. Zunehmend pendeln die Menschen damit zur Arbeit oder nutzen es in ihrer Freizeit gerne. Der Vogelsberg könnte mit einem ausgebauten Radwegenetz auch als Urlaubsziel attraktiver werden.

Im Gespräch wies Ursel Bernbeck auf die Bedeutung neu entstehender Vereine im ländlichen Raum hin. Sie selbst begleitet das Projekt der Billertshäuser Suppenküche. Dort wird gemeinsam gekocht und Menschen treffen sich zum Essen und Reden. Ein gutes Beispiel, wie auch der Einsamkeit im Alter begegnet werden kann.

Martin Kraus erläuterte, dass das Artensterben, das schon in den 70er Jahren begonnen hat, mittlerweile einen Kipppunkt erreicht hat. Zahlreiche Tierarten sind bedroht. Das Aussterben mancher Arten führt zu Mangel in der Nahrungskette anderer Arten. Welche Auswirkungen das für das Leben der Menschen auf der Erde hat, sei noch gar nicht absehbar. Auch Lichtverschmutzung belaste die Tierwelt enorm. Er schlug vor, bei Beleuchtungen an Häusern darauf zu achten, dass diese gezielt auch nur die Stellen beleuchten, für die sie gedacht sind. Dem Artensterben könne begegnet werden, indem Boden wieder entsiegelt wird, wie es derzeit als gutes Beispiel am Goethepark passiert. Außerdem müsse bei Bauprojekten besser darauf geachtet werden, dass geplante Ausgleichsmaßnahmen auch wirklich durchgeführt würden.

Aegidius Kluth, Vorstandsmitglied der Bündnis 90/Grünen in Alsfeld, bedankte sich bei den Referenten. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, zukünftig noch mehr junge Menschen für die Mitarbeit bei den Grünen gewinnen zu können.

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