
Patrick Krug und Maximilian Ziegler besuchen Dachdecker MerzStarker Mittelstand, starke Dächer
LAUTERTAL (ol). Vize-Landrat Patrick Krug und Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler besuchten das Familienunternehmen Dachdecker Merz in Meiches. Mit 35 Beschäftigten und vier Auszubildenden ist das Unternehmen ein wichtiger Akteur im regionalen Handwerk. Im Gespräch wurden neben erfolgreichen Projekten auch Herausforderungen wie Fachkräftemangel, lange Berufsschulwege und Bürokratie thematisiert.
Wenn auf den Dächern im Vogelsberg gearbeitet wird, stehen die Chancen gut, dass die Firma Merz aus Meiches am Werk ist. Das Familienunternehmen ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im regionalen Handwerk, weshalb Vize-Landrat und Vorsitzender der Vogelsberger SPD Patrick Krug und der heimische Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler mit ihnen über die Arbeit vor Ort und mögliche Hürden ins Gespräch kamen. Begleitet wurden sie dabei vom Bürgermeister der Gemeinde Lautertal, Lukas Becker, heißt es in der Pressemitteilung der Vogelsberger SPD.
Mit 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 28 im Außeneinsatz, sowie vier Auszubildenden zählt Merz zu den größeren Handwerksbetrieben im Kreis. „Wir sind stolz darauf, ein echter Familienbetrieb zu sein“, betonte Geschäftsführer Marc-Andre Merz. „Unser Schwerpunkt liegt in der Sanierung. Ob Schule, Sporthalle, Kirchturm oder Metalldach – wir machen im Grunde alles, was mit dem Dach zu tun hat.“ Besonders anspruchsvoll seien Arbeiten an Gebäuden unter Denkmal- oder Ensembleschutz. Auch in den Bereichen Brandschutz und Dämmung nähmen die Anforderungen stetig zu.
Die Auftragslage sei gut, Ausschreibungen liefen zuverlässig und längst sei das Unternehmen nicht mehr nur im Vogelsberg unterwegs. „Wir arbeiten mittlerweile regelmäßig über die Kreisgrenzen hinaus. Das zeigt, dass unsere Qualität sich herumspricht.“
Trotz der positiven Entwicklung spüre auch die Dachdeckerbetrieb Merz die bekannten Herausforderungen der Branche. „Der Fachkräftemangel ist auch bei uns ein Thema. Es ist sehr schwierig, neue gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.“, so Merz. „Wichtig wäre für uns, dass insbesondere junge Menschen wieder mehr Praxisbezug bekommen und einfach mal ausprobieren dürfen. Viele entdecken erst durch solche Erfahrungen, dass ihnen ein Handwerksberuf liegt.“ Ein weiteres wichtiges Thema, das den Betrieb in der Vergangenheit Nerven gekostet habe, seien die Berufsschulwege. Insbesondere durch die regionale Zusammenlegung der Fachklassen entstünden hier Wege, die für die Auszubildenden sehr lang seien. Hinzu käme die zunehmende Bürokratie, die für zusätzliche Belastung sorge.
Für Patrick Krug war der Besuch deshalb sehr aufschlussreich: „Der Betrieb zeigt eindrucksvoll, wie leistungsfähig unser regionales Handwerk ist. Aber genauso deutlich wird, wo Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen muss – etwa beim Denkmalschutz, der Gewinnung von Fachkräften oder beim Bürokratieabbau.“ Auch Maximilian Ziegler lobte den Einsatz des Unternehmens: „Es beeindruckt, wie hier aus eigener Kraft ausgebildet, Qualität gehalten und Verantwortung übernommen wird. Betriebe wie Merz sind Rückgrat und Zukunftschance der Wirtschaft des ländlichen Raums. Es ist eine sehr gute Nachricht, dass die Auftragsbücher voll sind. Ich nehme von dem Besuch vieles mit über die Herausforderungen, vor denen ein mittelständischer Handwerksbetrieb im Vogelsberg steht.“
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