
CDU-Veranstaltung in Nieder-Ohmen thematisiert Bildung, Finanzen und Entwicklung des ländlichen RaumsLandrat Mischak kündigt Baupläne für Gesamtschule Mücke an
CDU Mücke (ol). Bei einer Veranstaltung des CDU-Gemeindeverbands Mücke hat Landrat und CDU-Kreisvorsitzender Dr. Jens Mischak über zentrale Zukunftsthemen im Vogelsbergkreis gesprochen. Dabei kündigte er perspektivische Baumaßnahmen an der Gesamtschule Mücke an. Auch die finanzielle Situation der Gemeinde Mücke sowie kommunalpolitische Herausforderungen waren Thema des Abends.
Wenige Tage vor der Kommunalwahl am 15. März war der CDU-Kreisvorsitzende und Vogelsberger Landrat Dr. Jens Mischak am vergangenen Montag zu einer Wahlveranstaltung des CDU-Gemeindeverbands Mücke in das Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Ohmen gekommen. Schwerpunkte seiner Rede vor CDU-Mitgliedern und interessierten Bürgern waren die Themen Bildung und Erziehung, die Entwicklung des ländlichen Raumes und die Finanzen des Landkreises, heißt es in der Pressemitteilung des Gemeindeverbands.
Der Kreis als Schulträger von 38 Schulen ist für den Schulbetrieb, das heißt die Errichtung und den Erhalt der Gebäude, Turnhallen, Sportflächen etc. verantwortlich. Schon die Unterhaltung und die Organisation der Nachmittagsbetreuung sei Jahr für Jahr eine große Herausforderung, daneben müsse der VB-Kreis auch die Sanierung und den Neubau an mehreren Schulstandorten finanziell stemmen. Der Landrat berichtete, dass alle größeren Schulen aus der Zeit Ende der 1960-er bzw. 1970-er Jahre stammen und daher umfassend saniert oder neu gebaut werden müssten. Der letzte Neubau war die Gesamtschule Schlitz (2023 fertig gestellt), jetzt laufe Grebenhain. Die nächsten Baumaßnahmen seien dann für die Gesamtschule Mücke geplant, diese könnten – je nach Finanzlage – in 2028/2029 beginnen und müssten zuvor gründlichst geplant werden, damit die Bedürfnisse einer so großen Schule und ihrer Schüler(innen) Berücksichtigung finden können. Die Finanzierung sei nur möglich, so der Landrat, weil der VB-Kreis aus dem von der CDU-geführten Bundesregierung aufgelegten Sondervermögen 27Millionen Euro bekommt.
Weil am Sonntag neben dem Kreistag auch die Gemeindevertretung der Gemeinde Mücke gewählt wird, gab Dr. Hans Heuser einen Überblick über die dortige Arbeit in den letzten fünf Jahren und einen Ausblick auf die neue Wahlperiode 2026 – 2031. Weil in jedem Jahr ein Haushaltsplan beschlossen werden muss, waren die Finanzen das durchgehende Thema.
Weil Geld zu allem gebraucht wird, was in der Gemeinde gemacht wird, ist sowohl auf die Ausgaben als auch die Einnahmen zu achten. Nach Haushaltsjahren bis 2022 mit einem jährlichen Überschuss mussten zuletzt Haushaltspläne mit einem Defizit beschlossen werden. Die Genehmigungsfähigkeit des Haushalts 2026 konnte nur durch Entnahme aus der Rücklage erreicht werden; aus der Rücklage kann aber nur etwas genommen werden, solange noch etwas darin liegt.
Ein weiterer Punkt der Ausführungen waren Steuern und Gebühren. Wie Heuser ausführte, habe die Gemeindevertretung Anfang dieses Jahres eine Erhöhung der Grundsteuer und der Gewerbesteuer abgelehnt, um die finanziellen Belastungen der Bürgerinnen und Bürger erträglich zu halten. In der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode sei bereits eine Anhebung der Grundsteuer erfolgt, zudem mussten die Kindergartengebühren und die Friedhofsgebühren angehoben werden, damit die Gemeinde zahlungsfähig und in der Lage bleibt, ihre vielfältigen Aufgaben zu erfüllen. In der neuen Wahlperiode müssten sich die Mücker Politiker mit dem Kommunalen Entwicklungskonzept beschäftigen und Stück für Stück entscheiden, wie und wofür die 3,1 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes ausgegeben werden sollen.
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