
Fraktion macht SPD und CDU für Einführung verantwortlich und fordert künftig wieder kostenfreie Abgabe an SammelstellenFreie Wähler kritisieren Grünschnitt-Gebühr im Vogelsbergkreis
VOGELSBERGKREIS (ol). Die Freien Wähler im Vogelsbergkreis kritisieren die Einführung der Gebühr für die Abgabe von Grünschnitt an Sammelstellen des ZAV. Nach ihrer Darstellung wurde die Entscheidung von den Fraktionen von SPD und CDU getragen. Die Freien Wähler sprechen sich weiterhin dafür aus, dass Grünschnitt künftig wieder kostenfrei abgegeben werden kann. Als Alternative schlagen sie vor, die Kosten über die allgemeine Restmüllgebühr zu finanzieren.
Die Freien Wähler im Vogelsbergkreis bekräftigen in einer Pressemitteilung: Sie werden sich auch nach der Wahl weiterhin dafür einsetzen, dass Vogelsberger Bürgerinnen und Bürger ihren Grünschnitt an den Sammelstellen des ZAV wieder kostenfrei abgeben können.
Klar ist aus Sicht der Freien Wähler auch, wer die Gebühr eingeführt hat: Die Entscheidung zur Erhebung einer Gebühr für die Anlieferung von Grünschnitt wurde von den Fraktionen der SPD und der CDU getragen. Maßgeblich verantwortlich sind der CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Heuser (Mücke) sowie den SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Dahlmann, Bürgermeister der Gemeinde Wartenberg.
Die Freien Wähler hatten sich von Beginn der Diskussion an klar gegen diese zusätzliche Belastung ausgesprochen. Für sie steht fest: Die Grünschnitt-Gebühr ist eine politisch gewollte Entscheidung von SPD und CDU – und keine zwingende Notwendigkeit.
Aus Sicht der Freien Wähler hätten die Kosten für die Entsorgung des Grünschnitts – wie bereits beim Sperrmüll praktiziert – in die allgemeine Restmüllgebühr eingepreist werden können. Dadurch wäre die Hausmüllgebühr geringfügig gestiegen, die separate Belastung insbesondere für Haus- und Gartenbesitzer jedoch entfallen. Ein vergleichbares Modell gibt es bereits im Bereich des Bio-Mülls.
CDU und SPD haben sich stattdessen bewusst für eine zusätzliche Einzelgebühr entschieden, heißt es. Damit treffen sie insbesondere diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die ein Haus mit Garten besitzen, Bäume, Sträucher und Blumen pflegen und so zur Artenvielfalt und zum positiven Erscheinungsbild des Vogelsbergkreises beitragen.
Wer 13,51 Euro pro Kubikmeter Grünschnitt erhebt, hat zwar gezeigt, dass Gebühren genau berechnet werden können. Die vom Verbandsvorsteher Dieter Boss (CDU) eingebrachte Regelung sei jedoch kaum praxistauglich. Denn wie soll ein Mitarbeiter mit bloßem Auge abschätzen, wie viele Kubikmeter tatsächlich angeliefert werden? Der Vorstand, in dem CDU und SPD die Mehrheit stellen, habe damit gezeigt, dass eher verwaltet werde, statt praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.
Die Freien Wähler kündigen an, sich bei der kommenden Gebührenkalkulation erneut dafür einzusetzen, dass Grünschnitt künftig wieder Bestandteil der Restmüllgebühr wird. Ziel bleibt eine bürgerfreundliche und faire Lösung ohne zusätzliche Hürden für Gartenbesitzer im Vogelsbergkreis.
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