Gesellschaft0

SPD Frauen Vogelsbergkreis verbinden Frühstück, Lesungen und Netzwerken im Rahmen der Frauenwoche„Gemeinsam stark“ – Erfolgreiches Frauenfrühstück mit emotionalen Lesungen

LAUTERBACH (ol). Das politische Frauenfrühstück unter dem Motto „Gemeinsam stark“ lockte zahlreiche Teilnehmerinnen in die Zentralstation Lauterbach. Zwei Lesungen zu Gleichberechtigung, Verantwortung und gesellschaftlicher Rolle von Frauen regten zum Nachdenken an. Julia Rausch und Nina Mergner begeisterten das Publikum mit persönlichen und gesellschaftskritischen Texten. Neben den Impulsen bot die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch, Netzwerken und zur Motivation für politisches Engagement.

Das politische Frauenfrühstück im Rahmen der Frauenwoche unter dem Motto „Gemeinsam stark“ begeisterte zahlreiche Teilnehmerinnen mit zwei emotionalen Lesungen zum Thema Gleichberechtigung und Demokratie. Eingeladen hatten die SPD Frauen Vogelsbergkreis, wie diese in einer Pressemitteilung berichten. Die Vorsitzende Claudia Blum begrüßte die Teilnehmenden und freute sich besonders über die Anwesenheit der Gleichstellungsbeauftragten des Vogelsbergkreises Elisabeth Hillebrand sowie des Bürgermeisterkandidaten Daniel Schmidt.

Nach der Stärkung am vielfältigen Buffet in der Zentralstation las Julia Rausch Texte, die sich vor allem an jüngere Frauen richteten und das Aufwachsen unter dem Druck gesellschaftlicher Schönheits- und Verhaltensnormen thematisierten. Die Texte reflektierten, wie das Streben nach männlicher Aufmerksamkeit und Anerkennung schon früh gesellschaftlich eingeprägt wird und letztlich dazu führt, dass Frauen nicht so sein können, wie sie eigentlich sein wollen. In Anlehnung an die Texte schloss sie mit dem Appell: „Lasst uns seltsam, nervig und unerträglich sein, denn wir haben viel vor.“

Julia Rausch ist 21 Jahre und studiert Sozialwissenschaften in Gießen. Sie ist Co-Vorsitzende der Jusos im Vogelsbergkreis sowie Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Romrod. Sie kandidiert für die Stadtverordnetenversammlung in Romrod und für den Kreistag. Wenn sie nicht gerade ehrenamtlich Politik macht, besucht sie Konzerte, geht ins Fußballstadion oder veranstaltet Spieleabende. Bereits viermal gehörte sie mit ihren Kurzgeschichten unter den Preisträgerinnen und -trägern des OVAG Jugendliteraturpreises; 2023 belegte sie sogar den ersten Platz. Als Zugabe las sie später aus einer ihrer Kurzgeschichten, die beim Publikum ebenfalls großen Anklang fanden.

Auch die zweite Lesung von Nina Mergner berührte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr und regte zum Nachdenken an. Sie las Texte, die auf unterschiedliche Weise von Wut erzählen aber im Kern von Verantwortung, unsichtbarer Arbeit und der Frage nach Macht handeln. Dabei schlug sie den Bogen zur Gegenwart und Realität und erklärte: „Wir erleben 2026 eine Zeit, in der antifeministische Stimmen wieder lauter werden, in der Gleichstellung als Luxusthema bezeichnet wird und in der Fürsorgearbeit romantisiert aber nicht fair verteilt wird.“ Wut sei kein Mangel an Dankbarkeit, Wut sei ein Hinweis auf Ungleichheit. Sie schloss mit der Feststellung: „Diese Wut entsteht nicht, weil Frauen zu viel wollen, sie entsteht, weil sie zu lange zu wenig Raum hatten“.

Nina Mergner ist 43 Jahre alt und stammt aus Nieder-Ofleiden. Sie studierte in Leipzig Sozialwissenschaften und kandidiert für das Homberger Stadtparlament sowie den Kreistag. Sie hat einen 13jährigen Sohn, engagiert sich ehrenamtlich, ist sportlich sehr aktiv und arbeitet im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung. Beide Vorleserinnen erhielten viel Applaus und Zustimmung für ihre mitreißenden Vorträge.

Neben den inhaltlichen Impulsen kam auch das Netzwerken nicht zu kurz. Der ansprechende Rahmen in der Zentralstation trug zum Gelingen der Veranstaltung bei. Bei einem köstlichen Frühstück entwickelten sich zahlreiche gute Gespräche, neue Kontakte wurden geknüpft und viele Teilnehmerinnen nahmen wertvolle Impulse mit.

„Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Formate wie diese für den Austausch, die Motivation und die Vernetzung von Frauen sind“ zieht Claudia Blum ein sehr zufriedenes Resümee.

Fotos: SPD Frauen Vogelsbergkreis

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren