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Nach Auftakt zu „Wohnen im Wandel“ sehen die Vogelsberger Grünen politischen Handlungsbedarf bei Leerstand und WohnraummangelGrüne fordern neuen Anlauf für bezahlbares Wohnen im Vogelsberg

VOGELSBERGKREIS (ol). Beim Projektauftakt „Wohnen im Wandel – gemeinsam neue Lebensräume gestalten im Vogelsberg“ stand ein drängendes Thema im Mittelpunkt: bezahlbarer Wohnraum. Die Vogelsberger Grünen sehen vor allem ein Umsetzungsdefizit in der Kommunalpolitik. Sie fordern neue Mehrheiten und konkrete Maßnahmen, um Leerstände zu reduzieren und Wohnraum zu schaffen.

Mit der Auftaktveranstaltung des Projekts „Wohnen im Wandel – gemeinsam neue Lebensräume gestalten im Vogelsberg“ hat der Paritätische aus Sicht der Vogelsberger Grünen ein Thema ins Zentrum gerückt, das maßgeblich über die Zukunftsfähigkeit unseres Vogelsbergkreises entscheidet: Wohnen. Der Widerspruch ist seit Jahren offensichtlich – großer Leerstand in Ortskernen und gleichzeitig wachsende Wohnungsnot für Familien, Alleinerziehende, Auszubildende, Pflegekräfte und Menschen mit geringem Einkommen, heißt es in der Pressemitteilung der Vogelsberger Grünen.

Gabriele Szepanski betont: „Das Projekt zeigt, wie viel Kompetenz und Engagement in der Region steckt. Aber Projekte ersetzen keine politische Verantwortung.“

„Wir haben im Vogelsberg kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem“, sagt Alexander Merten, Kandidat auf der grünen Liste für den Kreistag. „Eine funktionierende Demokratie und ihre Mandatsträger müssen sich auch daran messen lassen, ob sie Grundbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger sichern können. Dazu gehört bezahlbares Wohnen.“

Der Vogelsbergkreis muss in diesem Themenbereich handlungsfähig werden – auch nach den Wahlen. Die Grünen im Vogelsberg haben das Thema Wohnen seit Langem auf der Agenda. Ziel ist es, ein Netzwerk aus Kreis, Städten und Gemeinden sowie privaten Bau- und Handwerksbetrieben zu organisieren, um Leerstände zu reduzieren, energetische Sanierungen zu unterstützen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ein entsprechender Antrag im Kreistag wurde von allen Fraktionen – mit Ausnahme der Linken – abgelehnt. Aus Sicht der Grünen war das eine vertane Chance. Genau deshalb braucht es jetzt einen neuen Anlauf.

Foto: Ornik

Die Grüne Spitzenkandidatin Cornelia Bothe ergänzt: „Wohnen ist Daseinsvorsorge. Wenn wir es ernst meinen mit lebenswerten Dörfern, müssen wir in Finanzierungsmodelle, Flächenmanagement und tragfähige Umsetzungsstrukturen investieren.“

„Der Vogelsbergkreis wird nur dann lebenswert und zukunftsfähig bleiben, wenn Wohnen nicht länger als Randthema behandelt wird. Denn Leerstände sind nicht nur fehlender Wohnraum – sie schrecken auch Menschen ab, die überlegen, in den Vogelsberg zu ziehen“, sagt Dr. Udo Ornik, Vorsitzender der Kreisfraktion der Grünen. „Es wird neue Mehrheiten brauchen – doch wir bleiben nach den Wahlen dran: im Kreistag, in den Kommunen und im Dialog mit den Menschen vor Ort.“

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