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CDU und FDP lehnen Antrag der Lauterbacher Grünen zur Erstellung städtebaulicher Hitzeschutzmaßnahmen abGRÜNE kritisieren Blockade des Hitzeschutz-Maßnahmenkatalogs

LAUTERBACH (ol). Die Lauterbacher Grünen reagieren mit Unverständnis auf die Ablehnung ihres Antrags zur Erstellung eines Maßnahmenkatalogs für Hitzeschutz. CDU und FDP sahen keinen Bedarf, die Verwaltung mit der Umsetzung zu beauftragen. Die Grünen betonen die gesundheitlichen Risiken zunehmender Hitze und die Bedeutung städtebaulicher Maßnahmen wie Trinkwasserbrunnen, Verschattungen oder Begrünungen.

Die Folgen der Klimakrise mit extrem heißen Sommern sind längst auch in Lauterbach zu spüren, belasten viele Menschen und können zu massiven gesundheitlichen Folgen führen. Eine zügige Umsetzung von Schutzmaßnahmen ist angesichts zunehmender Hitzeextreme also ein zentrales städtebauliches Ziel für Kommunen. Daher reagieren die Lauterbacher Grünen mit Unverständnis auf die knappe Ablehnung ihres Antrags zu mehr Hitzeschutz in Lauterbach.

CDU und FDP hielten es nicht für sinnvoll, die Verwaltung zu beauftragen, eine Liste mit konkreten Maßnahmen zum Hitzeschutz zu erstellen, heißt es in der Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Fraktion im Stadtparlament Lauterbach. Es ging den Grünen vorrangig um städtebauliche Maßnahmen, mit denen sich gesundheitliche Risiken aufgrund zunehmender Hitzebelastung wirkungsvoll reduzieren lassen. Dabei sollten kurz-, mittel-, und langfristig umsetzbare Maßnahmen aufgeführt werden, auf die dann bei Bauprojekten oder laufenden Förderprogrammen zurückgegriffen werden kann. Beispiele könnten weitere Trinkwasserbrunnen, Sitzgelegenheiten, Verschattungen sowie Entsiege- lungs- und Begrünungsmaßnahmen sein, die zusätzlich sogar aktiver Klimaschutz wären. Der Seniorenbeirat hatte für die Erarbeitung eines solchen Maßnahmenkataloges seine Unterstützung angeboten.

Dass man ein solches Vorgehen seitens CDU und FDP für unsere Stadt Lauterbach für überflüssig hält, ist in Anbetracht der Ernsthaftigkeit des Themas gerade bei der hohen Versiegelungsdichte Lauterbachs Innenstadt – nicht nachvollziehbar. Als Klimakommune ist die Stadt zudem verpflichtet, Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt” fordert sogar zwei Klimaschutzmaßnahmen jährlich. Die Grünen sind motiviert, an diesem Thema dranzubleiben und möchten auch den Seniorenbeirat ermutigen, ihre Ideen beizusteuern. „Warum blockiert man einen Maßnahmenkatalog zu Hitzeschutz?”, fragt sich Daniel Schmidt stellvertretend für seine Fraktion. „Wir finden, unser Antrag war ein pragmatischer Ansatz, um einen zentralen Bestandteil der Klimaanpassung Lauterbachs voranzutreiben.”

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