
Der Altenburger Fasching begeisterte 250 Gäste mit buntem Programm bis nach MitternachtTanz, Tratsch und Klamauk in der Altenburger Narhalla
ALTENBURG (ol). Rund 250 Gäste feierten in der Altenburger Narhalla eine stimmungsvolle Faschingssitzung mit Musik, Tanz und humorvollen Büttenreden. Das abwechslungsreiche Programm reichte von Gardetanz und Schwarzlichttanz über lokale Wortbeiträge bis hin zu aufwendig inszenierten Showeinlagen. Auch das Männerballett sorgte bei seinem angekündigten Abschied für emotionale Momente.
„Time of my Life“ – Kein geringeres Motto hatten die beiden Moderatoren Michelle Hunziker alias Stephanie Ebert und Thomas Gottschalk alias Manuel Spahn als erstes musikalisches Highlight für die 250 Gäste in der Altenburger Narhalla vorbereitet. Live gesungen, womit die beiden von Beginn an für Begeisterung im Publikum sorgten – eine Stimmung, die bis zum Ende der Sitzung nach Mitternacht anhielt, so heißt es in der Pressemitteilung des SV Altenburg. Dazu trug das abwechslungsreiche und gut zusammengestellte Programm genauso bei wie die gute Chemie zwischen allen im Organisations- und Helferteam des Sportvereins.
Für die erste Rakete im Saal sorgten die Tänzerinnen der Konfettis des ACC. Ihr Auftritt ist stets ein Garant für perfekten Gardetanz, dargeboten mit einer großartigen Präzision, ganz viel Freude und strahlendem Lächeln. Der zweite Programmpunkt war für einen alten Bekannten auf der Altenburger Faschingsbühne reserviert, der sich eine Zeitlang rar gemacht hatte. David Tauscher, f.k.a. Heinz Becker von Alsfeld, berichtete von vielen witzigen Begebenheiten, die er in aller Ruhe von Pointe zu Pointe trug, womit er im Publikum für große Lacher sorgte. Nach den Grüßen des ACC durch deren Präsidenten Thorsten Funkt war mit dem Auftritt von „Heinz & Friends“ für ein absolutes Highlight gesorgt, das die Altenburger lieben: Unter der Leitung von Stephanie Ebert tun sich in dieser Formation der ehemalige Ortsvorsteher Heinz Heilbronn, Bürgermeister Stephan Paule, VR Verbundbank-Chef Helmut Euler und als Gäste Kai und Julia Waidner zusammen, um ordentlich Klamauk und Musik zu machen. In diesem Jahr – dem 50. Geburtstag der Muppet Show – ließen sie Miss Piggy, Kermit, das Tier, Gonzo und den dänischen Koch auftreten, die sich Bonnie Tyler als Gaststar eingeladen hatten. Das grandiose Novum in diesem Jahr war – neben dem unglaublichen Chaos, das die Truppe auf der Bühne inszenierte – die Live-Darbietung von „Total Eclypse of the Heart“ und „The final Countdown“. Den ersten Block rundete eine choreografisch ausgefeilte und sehr kraftvolle Tanzdarbietung der Zeller Garde ab. Alles passte bei diesem großartigen Auftritt, der für viel Begeisterung sorgte.
Nach der ersten Pause wurde es dunkel im Saal: die Castle Hill Girls, bekannt für ihren ausgefeilten und fantasievollen Schwarzlichttanz, begannen als Nonnen zu den schönsten Sounds aus „Sister Act“ und bestachen dann als „Barbies“ mit einem Ken, der in dem schwarzen Licht viele Zähne zeigte. Eine witzige, gut gelaunte Darbietung, die mit Licht und Dunkelheit perfekt spielte und ihresgleichen sucht. Über das Dorfgeschehen ließ sich sodann die Dorfchronistin Holly Aperoli alias Traudi Schlitt aus. Sie hatte viele Geschichten gesammelt und fand für alle – von alkoholischen Missgeschicken über die wahre Ursache für den großen Stromausfall bis hin zur Maulwurfplage – genau den Ton, der Spaß machte und Neugierde weckte. Mit Tanz endete auch dieser Block: Die Nachwuchstruppe der Altenburger Männer, die Bierbauch-Ballerinos, ließen die Disney-Helden der Kindheit auferstehen und tanzten in bester Stimmung und sehr gekonnt die Liebesgeschichte von Minnie Mouse und Mickey Mouse – natürlich in lustigen Kostümen und mit ziemlich sportlichen Einlagen. Damit zeigten sie deutlich, dass sie dem Newcomer-Status vom letzten Jahr längst entwachsen und bereit sind, in den Olymp des letzten Blocks aufzurücken.
Dort begrüßten die „Rhythm Rockets“ die Gäste zum großen Finale der Sitzung. Die Tänzerinnen des TVA überzeugten mit einem getanzten Arbeitstag – so perfekt choreografiert, so wunderbar ausgestattet, und so voller Power, dass es die Gäste in Altenburg förmlich von den Stühlen riss – sie waren begeistert von Kraft, Anmut, Witz und Charme dieser außergewöhnlichen Darbietung. Nun nahm auch der Rathauschef sich Zeit für seine Altenburger Büttenrede. Er beleuchtete die Situation auf dem Altenburger Taximarkt genauso wie die Aktivitäten seines Vor-Vor-Gängers, der inzwischen als Reifen-Onkel die Gelegenheit habe, Profil zu zeigen. Mit ernstem Blick warb er für die Vorzüge der Demokratie, bevor auch er über einige Umwege auf den Altenburger Stromausfall zu sprechen kam. Im Stil von „Weihnachten in Stenkelfeld“ entwarf er eine wortwitzige Geschichte mit vielen Altenburger Akteuren, von denen jede und jeder mit kleinen Dingen den großen Stromausfall begünstigt hat. Das Publikum lachte sich schlapp, der Redner auch, und kaum war eine Dreiviertelstunde mit vielen Pointen, viel Zwischenmusik und viel Applaus um, da war auch schon das Männerballett dran. Die Tänzer zeigten sich als grüne Männchen, gejagt von Ghostbusters und auch ein bisschen vom Zahn der Zeit. Sie gaben ihren Abschied bekannt und so galt der frenetische Applaus nicht nur der Darbietung des Abends, sondern auch ein wenig dem „Lebenswerk“ der Mutter aller hiesigen Männerballetts unter der Leitung von Sabrina Kalbfleisch und Tina Kröning.
Zur Musik von Bernd Scheuer, der bereits den ganzen Abend musikalisch eingerahmt hatte, schwangen die Gäste noch das Tanzbein bis in die Morgenstunden. Die Altenburg war im Faschingsfieber!
Fotos: T. Schlitt
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