
Evangelisches Dekanat Vogelsberg lädt zu Ausstellungen über neue Nutzungskonzepte kirchlicher Gebäude einVom Heiligen Ort zum LebensRaum
HOMBERG/HERBSTEIN/VOGELSBERG (ol). Das Evangelische Dekanat Vogelsberg setzt sich im Februar mit der Zukunft kirchlicher Gebäude auseinander. In Homberg (Ohm) und Herbstein werden zwei Ausstellungen zu neuen Nutzungskonzepten gezeigt, begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Ziel ist es, Perspektiven für eine kirchlich geprägte, zugleich zeitgemäße Nutzung von Kirchenräumen zu eröffnen. Interessierte sind eingeladen, sich aktiv am Austausch zu beteiligen.
Die Kirche als Institution muss sparen, und die Kirche hat viele Gebäude. So weit, so klar, da mag es auf der Hand liegen, dass sich die Gemeinden von einigen Pfarrhäusern, Gemeindehäusern und vielleicht auch Kirchengebäuden verabschieden müssen. Doch was kann daraus werden? Wie kann man eine Nutzung finden, die nach wie vor kirchlichen Werten entspricht? Und welche Ideen gibt es eigentlich schon dazu?

Foto: Gremmel
Diesen und vielen weiteren Fragen rund um eine kreativ andere Nutzung kirchlicher Gebäude geht im Februar das Evangelische Dekanat Vogelsberg nach, so berichtet dieser in einer Pressemitteilung. An zwei Orten – dem westlich im Dekanatsgebiet gelegenen Homberg (Ohm) und dem südlichen Herbstein – lädt Dekanin Dr. Dorette gemeinsam mit den Kirchengemeinden vor Ort dazu ein, Neuland zu entdecken und zu schauen, wie ein Gebäude vom „Heiligen Ort zum LebensRaum“ werden kann – so der Titel der Reihe. Für sie konnte Holger Schäddel als gemeindepädagogischer Projektkoordinator zwei hochinteressante Ausstellungen in den Vogelsberg holen: Zum einen „Land und Leute – die Kirche in unserem Dorf“ der Wüstenrot-Stiftung, zum anderen „Heilige Räume – Neue Konzepte“ des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. Dazu wird es an beiden Orten ein Begleitprogramm geben.
In Homberg (Ohm) wird die Ausstellung am Freitag, 6. Februar um 18 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche mit Musik und Impulsen zur Veränderung eröffnet. Für Letztere konnten Bürgermeisterin Simke Ried und Pfarrer Michael Koch (beide Homberg (Ohm) sowie Christoph Oberweis (Wüstenrot-Stiftung) gewonnen werden. Oberweis wird exemplarisch über die erfolgreiche Inwertsetzung einer Dorfkirche berichten. Am Sonntag, 8. Februar, wird sich der Gottesdienst um 9:30 Uhr mit dem Thema „Räume des Glaubens“ befassen. Am Mittwoch, 11. Februar, sollen in einer Begehung mit Klara Franke (Projektstelle „Wohnen im Wandel im Vogelsbergkreis“) neue Ideen entstehen. Diese Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Jenseits des Begleitprogramms ist die Kirche zum eigenständigen Erleben der Ausstellungen täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet und durch Mitwirkende besetzt.

Foto: Gremmel
Ab Montag, 23. Februar, wird die Ausstellung in der Evangelischen Kirche in Herbstein zu sehen sein. Dort wird am Dienstag, 24. Februar, unter dem Motto „Kirchliche Gebäude als Begegnungsorte entwickeln“ eine Podiumsdiskussion einladen, neue Ansätze zu finden oder alte weiterzuentwickeln. Teilnehmende auf dem Podium sind Stefan Heinig (Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN), Dekanin Dr. Dorette Seibert, die Bürgermeister Sascha Spielberger (Freiensteinau) und Astrid Staubach (Herbstein) sowie Pfarrer Martin Kleespies (katholischer Pastoralraum Vogelsberg Süd).
„Vertraut den neuen Wegen“ – dazu lädt Pfarrer Daniel Meyer zum Abschluss der Ausstellung am Sonntag, 1. März, um 16 Uhr im Gottesdienst ein. Auch in Herbstein wird die Kirche während der Ausstellungsdauer täglich von 16 bis 18 Uhr geöffnet und besetzt sein.
„Wir wollen Räume für Austausch öffnen und uns miteinander der Aufgabe stellen, wie die Zukunft der kirchlichen Gebäude in der Region aussehen könnte“; lädt Dekanin Dr. Dorette Seibert ein. Teilnehmen können alle Interessierte ohne Voranmeldung. Anfragen zur Ausstellung und zu eventuellen Führungen nimmt Holger Schäddel (E-Mail: holger.schäddel@ekhn.de ,Tel. 06631.9114916) entgegen.
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