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Schneetief "Leonie" hatte den Vogelsberg im Griff – DRK-Einheilen im EinsatzAuf vielen Strecken steckten Menschen fest und mussten versorgt werden

VOGELSBERGKREIS (ol) – Das Schneetief „Leonie“ hat Anfang der Woche die Menschen im  Vogelsbergkreis vor große Herausforderungen gestellt. Schnee, Eisglätte und blockierte Verkehrswege führten zu zahlreichen Einsätzen für Rettungsdienst und Feuerwehr und Hilfsorganisationen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war an mehreren Stellen im Kreisgebiet im Einsatz.

Um den Regelrettungsdienst zu entlasten, wurden zusätzliche Rettungswagen durch die ehrenamtlichen Rettungsdienstverstärkungen Alsfeld, Lauterbach und Schotten eingesetzt, geht aus einer Pressemitteilung hervor Insgesamt konnten fünf Rettungswagen durch die DRK-Ortsvereine Alsfeld, Lauterbach, Grebenhain und die Bergwacht Schotten nachbesetzt werden. Rund 20 Einsätze wurden durch diese zusätzlichen Kräfte abgearbeitet.

Vorbereitung zum Helfen in einem Einsatzwagen. Foto: DRK

Versorgung von Menschen in stundenlangen Staus

Parallel dazu kam es auf den Autobahnen A5, A49 sowie der Bundesstraße B49 zu massiven Verkehrsbehinderungen. Zahlreiche Lastwagen blieben stecken oder blockierten Fahrspuren, wodurch sich mehrere Stauschwerpunkte bildeten. Teilweise standen Autofahrerinnen und Autofahrer stundenlang im Stau – bei winterlichen Temperaturen und schwierigen Bedingungen.

In den Abendstunden wurden daher in Abstimmung mit dem Vogelsbergkreis mehrere Einsatzabschnitte eingerichtet: Homberg (Ohm) – Mücke und Alsfeld. Von dort aus organisierten Feuerwehr und DRK gemeinsam die Versorgung der Betroffenen auf den Autobahnen A5 und A49 sowie der Bundesstraße B49. Über verschiedene Zubringer und Behelfsauffahrten wurden Einsatzkräfte auf die betroffenen Strecken geschickt, um die Menschen mit warmen Getränken wie Tee und Kaffee, Kaltgetränken, Snacks sowie Decken zu versorgen.

Einsatzkräfte des DRK helfen auf der verschneiten Autobahn den Menschen in den Fahrzeugen. Foto: DRK

Großeinsatz im Schnee mit über 100 Kräften

Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK sowie Mitarbeitende der Leitstelle und des Einsatzstabs des Vogelsbergkreises im Einsatz. Eine besondere Herausforderung stellte die Situation auf den Autobahnen dar: Viele Lkw-Fahrer warteten in ihren Führerhäusern, teilweise schliefen sie dort, während die Fahrbahnen durch querstehende Fahrzeuge und blockierte Standstreifen vollständig versperrt waren.

Marius Zimmer, Bereitschaftsleiter des DRK-Mücke und Mitglied der Einsatzleitung in Mücke, betonte die Bedeutung einer funktionierenden Rettungsgasse:
„Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig es ist, eine Rettungsgasse zu bilden – Fahrzeuge auf der linken Spur nach links, alle anderen nach rechts. Nur so können Einsatzkräfte schnell zu den Betroffenen gelangen.“ Leider kam es im Stau immer wieder zu Engstellen. „Wo LKW zwei-bis dreispurig stehen, ist für Rettungswagen oder unsere kleinen Busse kein Platz. – Hier müssen wir zu Fuß gehen“ erörtert Robin Steih vom DRK Alsfeld. In Homberg erfreut man sich unterdessen erneut über das spendenfinanzierte (Utility-Task Vehicle). Das DRK Homberg konnte dank des kleinen Allrounders mit Ladefläche und Heizung den größten Teil der strecke auch zwischen den LKW fahren – ein Learning aus den vergangenen Jahren im Stau.

Schnee sorgte auf den Autobahnen für Staus und Blockaden. Foto: DRK

Stau bis in den Landkreis Gießen

Der Kreisbereitschaftsleiter Henning Schmehl lobte zugleich „die enge und reibungslose Zusammenarbeit“ zwischen Feuerwehr und DRK. Auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Grünberg war erforderlich und lief reibungslos ab, da sich der Stau bis in den Landkreis Gießen erstreckte.

Das DRK zieht einen eindeutigen Schluss: Der Einsatz verdeutlichte erneut, wie wichtig das Zusammenspiel von Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Behörden in Extremsituationen ist. Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten konnten zahlreiche Menschen versorgt und der Rettungsdienst im Vogelsbergkreis aufrechterhalten werden.

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