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Gedenkveranstaltung am Dienstag, den 27. Januar, rückt neun bislang nicht geehrte Opfer in den MittelpunktHolocaust-Gedenktag 2026: Erinnerung an die fehlenden Stolpersteine in Alsfeld

ALSFELD (ol). Am Holocaust-Gedenktag 2026 wird in Alsfeld an neun Opfer des Nationalsozialismus erinnert, für die bislang noch keine Stolpersteine verlegt werden konnten. Die Gedenkfeier findet am Dienstag, den 27. Januar, am Gedenkstein vor dem Amtsgericht statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom SPD-Ortsverein Alsfeld und dem DGB-Kreisverband Vogelsberg. Ziel ist es, das Erinnern wachzuhalten und die noch offenen Schicksale sichtbar zu machen.

Im September 2025 wurde in Alsfeld im Rahmen der 7. Alsfelder Kulturtage der 43. Stolperstein verlegt. Der Künstler und Initiator Gunter Demnig setzte damit erstmals ein Zeichen für ein Opfer der „Euthanasie“-Mordaktionen: Elise Emilie Rau, die am 21. Februar 1941 in Hadamar ermordet wurde. Während die bisherigen 42 Steine an jüdische Opfer des Holocausts erinnern, konnten mittlerweile mindestens 51 Opfer identifiziert werden. Somit stehen noch neun Stolpersteine in Alsfeld aus, heißt es in der Pressemitteilung der SPD Alsfeld.

Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar, soll an diese neun Menschen erinnert werden: Sara Lind (Alicestr. 10), Siegmund Lindenbaum (Marburger Str. 1), das Ehepaar Ida und Philipp Moses sowie Susanne Rothschild (Jahnstr. 5), das Ehepaar Albert und Cilly Stein sowie das Ehepaar Henny und Levi Stein (alle Fulder Tor 1).

Die diesjährige Gedenkfeier, eine Zusammenarbeit des SPD-Ortsvereins Alsfeld und des DGB-Kreisverbands Vogelsberg, findet am 27. Januar um 17.00 Uhr am Gedenkstein vor dem Amtsgericht statt. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Paule wird Dr. Monika Hölscher in ihrem Beitrag an die Opfer aus Alsfeld erinnern.

https://www.spd-alsfeld.de/termin/gegen-das-vergessen-gemeinsam-erinnern/

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