
Neujahrsempfang 2026 des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen in Frankfurt setzt politische AkzenteVdK fordert Pflege als kommunale Pflichtaufgabe
FRANKFURT/LAUTERBACH (ol). Beim Neujahrsempfang des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen in Frankfurt haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft zentrale sozialpolitische Herausforderungen diskutiert. Im Fokus stand die Pflegeversorgung in Hessen. Der VdK forderte, Pflege zur kommunalen Pflichtaufgabe zu machen und Kommunen finanziell besser auszustatten. Auch die hessische Sozialministerin warnte vor einer sich zuspitzenden Versorgungskrise.
Rund 200 geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft trafen sich am heutigen Mittwoch zum traditionellem Neujahrsempfang 2026 des Sozialverbands VdK-Hessen-Thüringen in der Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Darunter auch der Lauterbacher Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Hessen, Siegbert Ortmann. Für ihn ist der alljährliche Besuch dieser Veranstaltung wichtig, weil er durch die Vorträge aus berufenem Munde über aktuelle Herausforderungen dieses großen Sozialverbandes informiert wird, zum anderen möchte er aber auch gerne dessen Wertschätzung durch den hessischen BdV zum Ausdruck bringen, so berichtet er in der Pressemitteilung.
Der VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann forderte in seiner emotionalen Ansprache vor allem die Ernennung der „Sicherstellung der Pflege zur kommunalen Pflichtaufgabe“. Nach seinen Ausführungen leben in Hessen derzeit rund 425.000 Menschen mit einem Pflegegrad, von denen etwa 86 Prozent zu Hause betreut werden. „Diese Menschen dürfen wir nicht alleinlassen“, so Weimann.
Die ebenfalls anwesende hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, warnte in ihrer Ansprache vor einer sich deutlich zuspitzenden Versorgungskrise in der Pflege. Und damit die hessischen Kommunen die Planung und Steuerung der pflegerischen Versorgung überhaupt leisten können, forderte die Ministerin gemeinsam mit dem VdK eine entsprechende finanzielle Ausstattung durch das Land.
Der Neujahrsempfang, der musikalisch vom „Gernot Dechert Trio“ umrahmt wurde, endete schließlich mit einem Imbiss und Getränken bei persönlichen Gesprächen und der gemeinsamen Zuversicht, die anstehenden Aufgaben im Sinne eines solidarischen Miteinanders anzugehen.
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