
Besuch im Storchennest auf dem LeonhardsturmDie Frage ist: Bleibt der frühe Storch in Alsfeld?
ALSFELD (aep). In Alsfeld gibt es neue Hoffnung, dass wieder Störche in das Nest auf dem Leonhardtsturm ziehen, denn am Wochenende wurde dort ein Storch gesichtet. Die Sichtung erfreut und verwundert etwas: ein Storch im Januar? Doch, das gibt es, sagt eine Expertin.
„Ja, es ist in der Tat früh“, sagt Annette König, Diplom-Biologin und beim Nabu Vogelsbergkreis zuständig für Meister Adebar, über den Besuch des Vogels in Alsfeld. So etwas sei in den letzten Jahren aber vermehrt zu beobachten. „Das liegt daran, dass einige Störche gar nicht mehr weit weg fliegen, sondern auch in Deutschland überwintern“, meint Anette König. Ein Überwinterungsort sei zum Beispiel im Hessischen Ried bei Büttelborn. „Diese haben es natürlich dann leicht, schnell wieder an ihrem bekannten Horst zu sein.“
Kehrte der „Hausherr“ Dorian heim?
Der Storch in Alsfeld sei vermutlich der „Hausherr“ Dorian. Das werde ihr Nabu-Kollege Walter Märkel, der das Familienleben der Störche auf dem Leo seit Jahren beobachtet, sehr bald herausfinden.
Die Januar-Kälte sei für die Störche nicht das Problem. „Die halten sie, wie auch die Reiher, erstaunlich gut aus“, meint die Diplom-Biologin. „Ausschlaggebend ist das Futterangebot.“ Das Hauptfutter der Störche bestehe derzeit aus Mäusen. Wenn der Boden aufgetaut ist, auch aus Regenwürmen.
Sie schließt: „Jetzt wird man sehen, ob der Storch schon beim Nest bleibt oder ob er sich noch etwas in der Umgebung herumtreiben wird.“
von Axel Pries
Auch interessant:



Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren