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Keine Zustimmung für Außenanlage an der Feldahalle wegen offener Kosten und NutzenfrageFWG Feldatal stimmt IKEK-Maßnahmen weitgehend zu

FELDATAL (ol). Die Gemeindevertretung Feldatal hat mehrere Maßnahmen im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts beschlossen. Die FWG Feldatal unterstützt die vorgesehenen Sanierungen und Aufwertungen der Dorfgemeinschaftshäuser, lehnt jedoch die geplante Außenanlage an der Feldahalle ab. Grund dafür sind fehlende detaillierte Kostenaufstellungen und Zweifel am praktischen Nutzen. Die FWG mahnt insgesamt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Gemeindefinanzen.

Die Gemeindevertretung Feldatal hat einige Maßnahmen im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) beschlossen, die im Wesentlichen auf eine Aufwertung der Dorfgemeinschaftshäuser abzielen. Die Vorschläge der Planer wurden zuvor in der IKEK-Steuerungsgruppe sowie in den Ortsbeiräten intensiv diskutiert, bewertet und durch eigene Anregungen ergänzt. Diese Ergebnisse flossen nun in die Beschlussfassung ein, heißt es in der Pressemitteilung der FWG Feldatal.

Die FWG Feldatal hat den Maßnahmen zugestimmt, da die Bestandsgebäude durch die hohe Förderung von bis zu 75 Prozent der Nettokosten saniert und aufgewertet werden können. Ohne Förderung könnte die Gemeinde selbst den Bestand der Gebäude nicht finanzieren.

Die FWG Feldatal hatte zunächst Sperrvermerke für die vorgesehenen Kosten beantragt. Nachdem nun sowohl konkrete Planungen als auch belastbare Kostenschätzungen vorlagen, konnten diese Sperrvermerke aufgehoben werden.

Im Dorfgemeinschaftshaus Ermenrod sollen unter anderem Heizung, Elektrik und Fassade erneuert sowie ein Außenaufzug für einen barrierefreien Zugang errichtet werden. Und im Dorfgemeinschaftshaus Kestrich sind umfangreiche Erneuerungen vorgesehen, darunter ein direkter Zugang von der Küche in den Saal, die Erneuerung der Elektrik sowie ebenfalls ein barrierefreier Außenaufzug.

Auch die Feldahalle soll im Zuge des IKEK aufgewertet werden.
Den Planungen zur Erweiterung der Küche, zum vollständigen Austausch der Fenster und Außentüren sowie zur Entfernung des großen Giebelfensters wurde von der FWG zugestimmt.

Keine Zustimmung gab die FWG für die Gestaltung des Außenbereichs der Feldahalle. Hierzu lag zum Zeitpunkt der Beschlussfassung keine detaillierte und aufgeschlüsselte Kostenübersicht vor.
Zudem sieht die FWG in der geplanten Mauer direkt vor der Feldahalle keinen Nutzen, da sie die Durchführung zahlreicher Veranstaltungen und Feste einschränken wird. Das betrifft auch die Annahme, es entstehe durch eine Sitzgelegenheit vor der Feldahalle ein gut genutzter Dorfplatz.

Aus Sicht der FWG wäre es sinnvoll gewesen, den Punkt „Außenbereich Feldahalle“ zunächst im zuständigen Fachausschuss zu beraten, um auf Grundlage konkreter Zahlen und Varianten einen fundierten Beschlussvorschlag zu erarbeiten. Dies hätte zu keinerlei zeitlichen Verzögerungen geführt.
Zudem hätte man dann auch die Bedenken des Ortsbeirats Groß-Felda und den Vereinen berücksichtigen können. Der entsprechende Vorschlag der FWG wurde jedoch von der Bürgerliste abgelehnt, stattdessen wurde dem Mauerbau etc. und Kosten von rund 250.000 € für die Außenanlage Feldahalle durchgewunken.

Die FWG Feldatal betont ausdrücklich, dass sie froh ist, dass die Gemeinde in das IKEK-Programm aufgenommen wurde und gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern konstruktive Vorschläge erarbeitet wurden.
Dennoch müssen bei jeder Maßnahme neben einem sinnvollen Nutzen auch die Investitions- und Unterhaltungskosten beachtet werden. Das sei nicht nur bei der Außenanlage Feldahalle, sondern auch schon bei früheren Maßnahmen nicht geschehen.

„Die Gemeinde Feldatal, so Fraktionsvorsitzender Daniel Wolf, sei als finanzschwache Kommune immer gefordert die Finanzen im Blick zu halten, auch bei den IKEK-Projekten.“

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