
Albert-Schweitzer-Schule gewinnt NachhaltigkeitspreisWald-AG der ASS Alsfeld erhält 5.000 Euro für ihr Artenschutzhaus-Projekt
ALSFELD (ol). Die Wald-AG der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld hat mit ihrem Projekt „Artenschutzhaus“ den Nachhaltigkeitspreis der RhönEnergie gewonnen. Für die naturnahe Umgestaltung eines alten Wiegehäuschens zu einem Rückzugsort für Fledermäuse, Reptilien, Amphibien und Schleiereulen erhielt die AG 5.000 Euro. Bei zwei Feierstunden würdigten Schulleitung, RhönEnergie und Kooperationspartner HessenForst das Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Die Wald-AG der Albert-Schweizer-Schule Alsfeld (ASS) hat den Nachhaltigkeitspreis der RhönEnergie in Höhe von 5.000 Euro gewonnen. Mit ihrem Projekt „Artenschutzhaus“ in einem verlassenen Wiegehäuschen in einem Vogelsberger Steinbruch konnte sie die Jury überzeugen und wurde zunächst im Rahmen einer großen Feier im Sitz des Unternehmens in Fulda ausgezeichnet, so berichtet die Alsfelder Schule in einer Pressemitteilung. Da die ASS nicht alle Teilnehmer zur Verleihung des Preises nach Fulda mitnehmen konnte, wurde am darauffolgenden Tag eine weitere Preisverleihung in der Aula der Schule am Mittelstufenstandort in der Schillerstraße durchgeführt.
Schulleiter Christian Bolduan zeigte sich „überwältigt“ von dem Erfolg der AG und dankte in seiner Begrüßung allen Beteiligten, insbesondere Kursleiter Dr. Florian Meister und Förster Tobias Behlen von HessenForst, dem Kooperationspartner der Schule. Sein Dank galt außerdem den Schülerinnen und Schülern der AG sowie der RhönEnergie, die den Preis zum zweiten Mal ausgelobt hatte. Sie wurde vor Ort vertreten durch das Team der Unternehmenskommunikation mit Dr. Volker Nies, Natascha Oldenburg und Berenice Felsberg. Von der Pfeifer Group, die das Artenschutzhaus-Projekt unterstützt hat, waren Denny Ludsteck und Britta Rüffer anwesend. Zur Feierstunde begrüßte Bolduan außerdem weitere Schülerinnen und Schüler, zahlreiche Lehrkräfte, das Schulleitungsteam und den Schulleiter der benachbarten Geschwister-Scholl-Schule Marco Allendorf. „Wir wussten ja, dass es ein gutes Projekt ist“, freute sich der Schulleiter. Dass gerade die AG seiner Schule neben weiteren guten Bewerbungen den ersten Platz machen würde, sei aber eine große Überraschung gewesen. Kreativität, Vorbildcharakter und Übertragbarkeit hätten zu dem Preis geführt; die AG unter Meister und Behlen glänze mit einem besonderen Geist, besonderen Ideen und eben mit einem besonderen Projekt. Junge Leute fühlten sich davon angesprochen, so Bolduan, der seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, die Aktivitäten der AG noch auszubauen, auch in der bereits bestehenden Kooperation mit der Nachbarschule.
Danach übernahm Florian Meister das Wort. Er stellte auch die vorhergehenden Projekte der seit 2023 aktiven AG vor und betonte, dass diese ohne die Kooperation mit HessenForst nicht möglich gewesen seien. Er lobte außerdem das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 11, deren Teilnahme an der AG freiwillig ist. Umso mehr sei hervorzuheben, wie viel Zeit und Herzblut sie zum Lernen, Gestalten und Bauen investiert hätten. Wissensdurst, Teamgeist und Lust auf handwerkliches Arbeiten zeichne die jungen Menschen aus. Im Jubiläumsjahr des Namensgebers Albert Schweitzer unterstrich Meister die Relevanz der AG, die von Respekt vor dem Leben zeuge. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung dankte er noch dem Hausverwalter der ASS Thilo Kopp und Francesco dePalma von der Max-Eyth-Schule für deren Unterstützung bei der Gestaltung von Info-Schildern.
Förster Tobias Behlen stellte das nun entstehende Artenschutzhaus vor. Es soll Fledermäusen, Reptilien, Amphibien und Schleiereulen einen Unterschlupf geben: Für alle Arten sind artgerechte Habitate eingerichtet worden, die sie vor Feinden und Frost schützen. Auch ein Bruthabitat für die in dem Wald gesichtete Schleiereule wurde von den Schülerinnen und Schülern gebaut. Zudem ist ein Biotopteich hinter der Hütte geplant. Zu den Zielen des Artenschutzes gesellen sich übergeordnete Ziele, erläuterte der Förster: So sollen im Biotop Vernetzungsstrukturgen geschaffen werden und das ökologische Verständnis der jungen Menschen gefördert werden. Auch er zeigte sich hocherfreut über die Würdigung des Projekts durch die Auszeichnung der RhönEnergie. Das Preisgeld werde sowohl für den Weiterbau am Artenschutzhaus als auch für weitere Umweltschutzprojekte der Schule verwendet.
Auf großen Anklang stieß auch der Film, der von RhönEnergie gedreht wurde und Teil des Preises ist. Er stellt die Aktivitäten der AG vor und zeigt auch, wie viel Freude die Jugendlichen und ihre AG-Leiter haben. Laut Volker Nies ist die Hütte eine „geniale Idee“. Er erläuterte den Anwesenden die Rolle seines Unternehmens in der Region. Als “Möglichmacher der Energiewende” sei die RhönEnergie stolz auf die Leistung der Schülerinnen und Schüler. “Macht weiter so”, rief er ihnen zum Abschluss der Feierstunde zu und überreichte zusätzlich zu der Urkunde und dem Preis ein Eichenschild zur Platzierung direkt an der Hütte. Mit Musikstücken von Streicherinnen und Streichern unter der Leitung von Arno Pausch hatte die Veranstaltung begonnen und damit endete sie auch. Der Film zum Projekt wird in Kürze auf der Website der Albert-Schweitzer-Schule zu sehen sein.








Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren