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„Alter Treffpunkt - Neuer Anstrich!“ geht in die dritte RundeDreifaltigkeitskirche in Alsfeld soll Ort für Kultur werden

WIESBADEN/ALSFELD (ol). Die Stadt Alsfeld ist Teil der dritten Runde des Programms „Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich!“ und plant, die ehemalige Dreifaltigkeitskirche zu einem kulturellen Ort umzugestalten. Unterstützt von der Hessischen Landesregierung und der Stiftung Miteinander in Hessen soll das Projekt „Klosterquartier Alsfeld“ einen gemeinschaftlich genutzten Ort der Kultur schaffen.

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat laut einer Pressemitteilung der Staatskanzlei Hessen heute die dritte Runde des Starthilfeprogramms „Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich!“ eingeläutet. Dabei unterstützt die Hessische Landesregierung mit der Stiftung Miteinander in Hessen (MiH) Initiativen, die sich vor Ort vorgenommen haben, ihrem Treffpunkt wieder mehr Glanz zu verleihen.

In der dritten Runde ist die Stadt Alsfeld dabei, dort plant die Projektgruppe „Klosterquartier Alsfeld“ die ehemalige Dreifaltigkeitskirche zu einem Ort für Kultur zu machen. „Ich freue mich sehr über die Initiative der Projektgruppe, bei der die ehemalige Dreifaltigkeitskirche sowie das umliegende Klosterareal zu einem kulturellen Ort werden soll. Das Land unterstützt die Initiative mit einem professionellen Coaching, das sie über neun Monate hinweg begleiten und helfen wird, den Gedanken in die Tat umzusetzen“, sagte der Chef der Staatskanzlei und ergänzte: „Ob Dorfgemeinschaftshäuser, Dorfgaststätten oder die Neunutzung eines Pfarrhauses – wenn eine Idee gemeinsam in Angriff genommen wird, ist vieles möglich!“

Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den ersten beiden Runden setzen die Landesregierung und die Landesstiftung das Modellvorhaben auch in diesem Jahr fort. „Wir möchten Mut machen, vernetzen und Wissen schaffen und die Initiativen gerade am Anfang unterstützen: In der Phase also, in der eine Idee geboren, kritisch hinterfragt, eventuell angepasst und in ein Konzept gegossen wird“, so der Staatsminister. Mithilfe des professionellen Coachings soll ein nachhaltiger Plan entstehen, der anschließend eigenständig vor Ort umgesetzt werden kann.

Für die dritte Runde des Starthilfeprogramms seien wieder zahlreiche Bewerbungen eingegangen, sechs Initiativen wurden in einem unabhängigen Juryverfahren ausgewählt. „Soziale Orte der Begegnung sind in diesen unsicheren Zeiten wichtige Ankerpunkte des Austauschs und der Begegnung – sie fördern den Zusammenhalt und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Ich wünsche allen Initiativen viel Erfolg für ihr Projekt“, sagte der Chef der Staatskanzlei.

Und diese Initiativen sind in der dritten Runde dabei:

  1. Stadt Alsfeld (Vogelsbergkreis): Nach Entwidmung der Dreifaltigkeitskirche zielt die Projektgruppe „Klosterquartier Alsfeld“ auf die Umnutzung der Kirche sowie des umliegenden Klosterareals in einen identitätsstiftenden, gemeinschaftlich genutzten Ort der Kultur.
  2. Gemeinde Habichtswald, OT Dörnberg (Landkreis Kassel): Die Kirchengemeinde Dörnberg möchte das ehemalige Pfarrhaus zu einem neuen Lebensmittelpunkt der Dorfgemeinschaft etablieren.
  3. Marktflecken Villmar (Landkreis Limburg-Weilburg): Die Gemeinde Villmar plant, das historische Pfarrhaus sowie den Pfarrgarten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu einem zentralen Ort der Begegnung zu entwickeln.
  4. Gemeinde Mossautal, OT Güttersbach (Odenwaldkreis): Die Gemeinde Mossautal strebt die Schaffung eines lebendigen Ortes für alle Bürgerinnen und Bürger im Dorfgemeinschaftshaus des Mossautaler Ortsteils Güttersbach an.
  5. Gemeinde Mühltal, OT Nieder-Beerbach (Landkreis Darmstadt-Dieburg): Visionen zu entwickeln, wie das Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Beerbach und das angrenzende Feuerwehrgerätehaus zu einer baulich-räumlichen Einheit in der Ortsmitte und als attraktiver Ort der Dorfgemeinschaft entwickelt werden können, ist Ziel der Gemeinde Mühltal.
  6. Stadt Staufenberg, OT Treis (Landkreis Gießen): Der Treiser Dorfleben e. V. möchte die ehemalige Gaststätte „Zum Bahnhof“ als Begegnungsstätte im Ort etablieren und erweiternde Angebote schaffen, die für Attraktivität sorgen und zu einem Besuch einladen.

Das Modellvorhaben „Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich. Starthilfe für kreative Köpfe“ ist ein Kooperationsprojekt der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ (MiH) und der Hessischen Staatskanzlei. Die Hessische Staatskanzlei stellt die finanziellen Mittel für das Coaching bereit. Die MiH unterstützt die Hessische Staatskanzlei bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie als Anlaufstelle und Begleitung.

Informationen zu den Initiativen, die in der ersten Runde vom Land Hessen und der MIH gefördert und in der Folge bei der Umsetzung ihrer Ideen professionell begleitet wurden, finden Sie unter auf der Webseite der Hessischen Staatskanzlei.

2 Gedanken zu “Dreifaltigkeitskirche in Alsfeld soll Ort für Kultur werden

  1. Übersetzt heißt das nur, der Kirche ist der Unterhalt selbiger Gebäude zu teuer, wir geben es der Stadt, die darf dies dann aus Steuergeldern zahlen, von denen im übrigen auch alle Pfarrer bezahlt werden…. Wenn sich die Kirche aus immer mehr Kernaufgaben zurück zieht, wundert es nicht, wenn die Menschen dies umgekehrt genauso machen.
    Wie gross muss schon die Verzweiflung sein, wenn die evangelische Kirche sogar schon Klimakleber umwirbt… Vor allem ist das die falsche Zielgruppe, denn die haben schon ihre eigene Religion.
    Der Kirchenaustritt wird einem auch immer leichter gemacht, Gründe gibt es viele. Mir ist ein Fall bekannt wo die Kirche als Arbeitgeber, aber nur weil Sie müssen, den Mindestlohn für Pflegekräfte zahlt und hegt offenbar die Hoffnung, daß die Mitarbeiter so sozial eingestellt sind, das Sie bleiben….
    Misswirtschaft ist dort auch vorhanden, von überteuerten Lieferanten bis zur Verschwendung. Bei einer oder einem Pfarrer genderdings geht das bis hin zur Verschwendung, teils auch versuchter Betrug und“Arbeitsvermeidung“.

  2. Hessen stellt die Mittel ,aber wo ist die Kultur in der Kirche nicht wo dann?.Wir haben keine Ideeale

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