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Fernsehinterview des JU-Bezirksvorsitzenden Lukas KaufmannJunge Union unterstützt Pistorius-Vorstoß für Dienstplicht-Debatte

VOGELSBERG (ol). Im Interview des JU-Bezirksvorsitzenden Lukas Kaufmann mit dem Fernsehsender Deutsche Welle TV ging es kürzlich um das Thema allgemeine Dienstpflicht. Dabei wurde deutlich: Die JU unterstützt den Vorstoß von Pistorius.

Die Junge Union Osthessen unterstützt den Vorstoß des neuen Bundesverteidigungsministers Boris Pistorius, eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht zu führen. Dies erklärte der osthessische JU-Bezirksvorsitzende Lukas Kaufmann am Mittwochabend in einem Interview mit dem Fernsehsender Deutsche Welle TV.

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine und dem seit einem Jahr andauernden Krieg müsse die Bundeswehr materiell und personell gestärkt werden, zudem müssten Katastrophenschutz, Rettungsdienste und Krankenhäuser mehr Unterstützung durch junge Menschen bekommen. So aus der Pressemitteilung.

Dies, so der 27-jährige Kreistagsabgeordnete im Vogelsbergkreis, trage auch dazu bei, dass Jugendliche und Heranwachsende einen anderen Blick auf „Uniformträger“ bekämen. Das knapp zehnminütigen Interview mit Moderatorin Tina Gerhäusser wurde am Abend auch in deren Haupt-Nachrichtensendung „Der Tag“ gekürzt wiedergegeben.

Foto: Junge Union Vogelsberg

Bereits vor einem Jahr beschäftigte sich der CDU-Nachwuchs in der „Maberzeller Erklärung“ bei einem Bezirkstag in dem Fuldaer Stadtteil mit den Fragen der Dienstpflicht und der Zukunft der Bundeswehr sowie der ausgerufenen „Zeitenwende“, die wohl erst jetzt durch den neuen Verteidigungsminister angepackt werde.

Pistorius werde in seinem Vorgehen auch von der Vogelsberger Jungen Union unterstützt, betont Kreisvorsitzender Joshua Östreich (Lauterbach). Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr hätten nun einen Verteidigungsminister bekommen, der sie verstehe und sich um sie bemühe, lobt Östreich den SPD-Politiker. Die Deutsche Welle (DW) ist der Auslandssender der Bundesrepublik Deutschland und gehört zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Die Sendung ist hier unter „Der Tag vom 15.02.2023“ ab Minute 17 sowie hier abrufbar. Das gesamte Interview gibt es auf Youtube mit dem Stichwort „Rückkehr der Wehrpflicht: Das sagen die Befürworter | DW Nachrichten“

2 Gedanken zu “Junge Union unterstützt Pistorius-Vorstoß für Dienstplicht-Debatte

  1. Im Westen nichts Neues. Schon mal gesehen, Herr Kaufmann. Hochmut kommt vor dem Fall. Auch Sie würden sich im Ernstfall in die Hose kackern. Zwischen Theorie und Praxis sind Welten. Während der Herr Verteidungungsminister im Bunker verweilt, lassen Sie sich eine Kugel an der Front in den Kopfen jagen. Schön blöd. Wenn ich heute zur Dienstpflicht einberufen werden sollte, dann würde ich das gnadenlos verweigern. Kriegsspiele für Politiker, die den Hals nicht voll genug bekommen. Kriegsspiele für Politiker, die jahrelang bis heute politisch versagt haben. Kriegsspiele für Politiker, die ihre Ideologien durchsetzen wollen.

    Nein Danke.

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  2. Hokuspokus Pistorius. Der sollte den Jungunionisten mal erklären, dass „allgemeine Dienstpflicht“ und „Wehrdienst“ zwei völlig unterschiedliche Themen sind. Nur der orientierungslose Haufen von der JU kann das durcheinander werfen. Kein informierter und urteilsfähiger Mensch würde ernsthaft daran denken, im Rahmen einer allgemeinen Dienstpflicht die allgemeine Wehrpflicht wieder einzuführen. Das gesamte System von Wehrpflichtigen-Erfassung, Eignungsfeststellung (Musterung), Kasernierung, Ausbildung, Wehrersatzdienst usw. wurde abgeschafft und kaputt gespart. Die Wiederherstellung würde in etwa so viel kosten, wie man für eine wirksame Unterstützung der Ukraine brauchte. Zudem lassen sich die Anforderungen moderner Waffensysteme nur von gut ausgebildeten und hoch spezialisierten Berufssoldaten erfüllen. Die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht hätte zwar viele Vorteile im sozialen Bereich, ist aber auch nicht „für umme“ zu haben. Damit wird das Thema zur Gespensterdiskussion. Am aussichtsreichsten wäre noch die Neubelebung des „Freiwilligen Sozialen Jahres“. Aber auch hier sollte man mal überlegen, warum diese schöne Idee dringend neu belebt werden müsste.

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