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Lauterbacher Links.Fraktion sieht Projekt als falsches ZeichenZugänge zur Lauter

LAUTERBACH (ol). Der Lauterbacher Weg treibt manchmal seltsame Blüten, so die Links-Fraktion im Lauterbacher Stadtparlament. Während andere Städte im Hinblick auf die kommende Klimakatastrophe versuchen, ihre Innenstädte mehr zu begrünen, ringt die Stadt Lauterbach mit der Naturschutzbehörde darum, einen Garten an der Lauter durch Betonstufen ersetzen zu dürfen.

In der Pressemitteilung heißt es, im Rahmen eines Projektes, Zugänge zur Lauter in der Innenstadt zu schaffen, sollte der Garten am gegenüberliegenden Ufer des Entennests beim Hotel Schubert weggerissen werden, damit dort in etwa gleicher Länge Betonstufen hinab zur Lauter entstehen, die als Sitz- und Verweilfläche für Innenstadtbesucher dienen sollen.

Zwar habe die Naturschutzbehörde wohl nur einen teilweisen Abriss erlaubt, aber auch dieser Eingriff ist aus Sicht der Fraktion Die Linke schon ein falsches Zeichen. Zum einen sei immer wieder zu erleben, wie der Garten die Spaziergänger entlang der Lauter erfreut. Beton statt Garten, das würde hier kaum jemand verstehen. Zum anderen zeige er, wie das ehrenamtliche Engagement eines einzelnen Bürgers Stadtbild und die ökologische Vielfalt verbessern kann.

„Gerade für Insekten sind solche mit Wildblumen und Kräutern bewachsenen Inseln unglaublich wichtig“, pflichtet Katharina Jacob von den Linken bei und fügt hinzu: „Vögel und Fledermäuse profitieren ungemein von diesem Garten.“.

Auch macht ein solches Projekt zur Schaffung von Verweilplätzen gerade in diesem Bereich wenig Sinn. „Wer setzt sich im Sommer schon auf heiße Steinstufen in die pralle Sonne, wenn er schräg gegenüber auf der anderen Flussseite zwischen Entennest und Metzgerei Otterbein angenehm im Schatten unter Bäumen auf Holzbänken sitzen kann?“, so Winfried König. Auch nutze ein solches Projekt nur den Menschen, die große Stufen problemlos begehen können, Barrierefreiheit wurde hier nicht mitbedacht. Aus diesem Grund lehnt die Links-Fraktion den Bau dieses Zugangs zur Lauter ab.

Als zweite Zugangsmöglichkeit ist an einen ähnlichen Zugang über Stufen zur Lauter am Caprivaweg im Bereich des Polizeigeländes gedacht. Aus Sicht der Fraktion sollte hier ein Zugang zur Lauter entstehen, der möglichst weit auf Bodenversiegelung verzichtet, etwa durch Holzbänke auf einem Metallgestängeunterbau. Dieser Zugang sollte auch barrierefreie nutzbar sein, etwa für Menschen mit Rollator, durch eine lange Rampe.

„Da würde dann auch einiges an Bäumen und Büschen gefällt“, gibt Jacob zu bedenken, „Aber der Verlust des Gartens wäre schlimmer.“ Eigentlich finde auch jeder, der es will, einen Zugang zum Fluss im Bereich der Stadt, so dass entsprechende Maßnahmen eigentlich gar nicht notwendig wären. Da die Mehrheit im Stadtparlament aber unbedingt entsprechende Zugänge will, sollte sich die Stadt besser auf einen Zugang konzentrieren und diesen möglichst umweltschonend und für alle nutzbar gestalten, statt zwei Zugänge halbherzig umzusetzen.

8 Gedanken zu “Zugänge zur Lauter

  1. @ Geforce RTX:

    Die 99% der Studien, die nicht von Klimalobbyisten beauftragt oder bezahlt wurden, kommen zu dem Ergebnis: Es ist nicht klar, wie groß der Anteil des CO², welcher durch Menschen emittiert wurde, an der derzeitigen globalen Erwärmung ist. Diese Erwärmung zeigt seint ca. 20.000 Jahren eine leicht exponentielle Entwicklung, welche natürlich auch bei kleinem Exponenten irgendwann stark ansteigt. Dies war allerdings alles schon da auf der Erde – viele Male. Dies Belegen Studien eindeutig.

    Warum also eine solche Irreführung der normalen, arbeitenden Menschen hier in diesem Lande?

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  2. Ist sowas denn wirklich nötig? Noch mehr unnütze „Verweilplätze“ die zugemüllt werden. Schaut Euch die Rastplätze in der Gegend an!!

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  3. „Im Hinblick auf die kommende Klimakatastrophe“ – OMG, ist das euer Ernst?!
    Noch reißerischer ging es wohl nicht mehr …

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    1. Genau so soll es sein.
      Stufen bis ins Wasser, hervorragende Idee.
      Das bisschen Garten, da wächst sowieso nur Unkraut.
      Weg damit.
      Aaaaaber, wie sieht das aus mit Kindern??
      Oder kommt da ein Schild hin „Betreten der Stufen für Kinder verboten“.
      Man könnte auch Rettungsringe bei den Stufen platzieren.
      Ich könnt Kotzen wenn ich so einen Mist lese.
      Es gibt ja mit Sicherheit nichts wichtigeres.

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    2. Wirklich wahr… diese permanente Panikmache.

      Vor 15.000 Jahren während der Eiszeit war hier ein Kilometer dicker Eispanzer über allem. Wäre das jetzt besser?

      Hört doch auf mit dieser Spinnerei. Es wird 2-3 grad wärmer auf 100 bis 200 Jahre. Wir werden uns sicher anpassen. Aber aufhalten können wir das eh nicht.

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      1. Da stimme ich der Wissenschaftlerin zu. Und ganz ehrlich: Selbst wenn wir uns nicht anpassen und irgendwann wirklich die letzte Generation da ist… na und? Das juckt die Erde mit ihren 4 Mrd. Jahren auch nicht. Es wird sicher auch nach der Menschheit noch weiter gehen.

        Die Erde war zu Zeiten der Dinos noch viel wärmer als das, auf was wir uns jetzt zu bewegen. Dann ist es halt wieder so und es werden andere Lebewesen hier den Ton angeben.

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      2. Doch, genau das können wir. Wir haben es ja auch kollektiv verursacht. Die Temperatur, um welche die Erde sich in den kommenden Jahren laut Prognose erwärmt, ist nur der menschengemachte Anteil. Von sonstigen Anomalien redet keiner. Zumal diese nicht in so kurzer Zeit, wie jener seit der Industrialisierung auftreten können, sondern über Jahrtausende gehen. Bitte besser informieren.

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      3. Glauben Sie wirklich selber, was sie hier in Ihrer „Analyse“ des Klimawandels schreiben? Zum Vorschlag der Fraktion kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber was Sie hier zum Thema Erderhitzung schreiben, zeigt irgendwie Grundschulniveau. So debattiert man in der 4. Klasse, wenn die Schüler in der Diskussion wiedergeben, was sie daheim am Küchentisch aufgeschnappt haben.

        Zu Ihrem Gunsten nehme ich an, dass der Nickname „Wissenschaftlerin“ sicherlich nur humorvoll gemeint war.

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