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Die Presse-AG der Albert-Schweitzer-Schule fragt, was Alsfeld attraktiv machtDas Highlight der Stadt bleibt das Rathaus

ALSFELD (ol). Jetzt sind Sommerferien – die Alsfelder fahren in den Urlaub, um ihren Horizont zu erweitern, gleichzeitig kommen viele Touristen nach Alsfeld, weil sie das kleine, alte Städtchen schätzen. Was denken Besucher und Einheimische über die inzwischen 800 Jahre alte Stadt? Ist sie liebenswert, vielleicht sogar lebenswert? Bietet sie alles, was man zum Leben braucht? Oder ist sie vielleicht doch nur ein Provinzort, aus dem man so schnell wie möglich (wieder) weg will? Die Presse-AG der ASS hat nachgefragt.

In der Pressemitteilung der Presse-AG der Albert-Schweitzer-Schule heißt es, sie machten sich auf den Weg ins Herz der Stadt – mitten auf den Marktplatz. Dort trafen sie einheimische Passanten und Touristen, befragten die Menschen in den Geschäften rundherum und natürlich statteten sie dem Bürgermeister in seinem 500 Jahre alten Rathaus einen Besuch ab.

Die Passanten

„Wir fragten rund um den Marktplatz und nicht jeder war gerade begeistert interviewt zu werden. Trotzdem fanden wir ein paar Menschen, die bereit waren uns ein paar Antworten zu liefern.

Uvijn und Monik Coeck aus Belgien haben Alsfeld zufällig mit dem Wohnmobil entdeckt. Sie waren zwar erst 30 Minuten dort, jedoch machte die Stadt schon einen guten Eindruck auf Sie. Ein Tourist aus Beuningen in den Niederlanden fand, die Fachwerkhäuser seien ein gutes Fotomotiv und schön anzusehen. Auf der Durchreise entdeckte ein Tourist aus Sachsen-Anhalt die Stadt Alsfeld, welche gleich sehr einladend wirkte, wie er berichtete. Auch nachdem er das zweite Mal Alsfeld besucht hatte, fand er, dass es eine schöne Stadt sei und dass man sich gerne hier aufhalten würde.

Begeistert von dem Stadtbild zeigten sich die Touristen, wie hier Uvijn und Monik Coeck aus Belgien. Foto: Traudi Schlitt


Auch Ines Bambey aus einem Alsfelder Stadteil hat die Fachwerkhäuser schätzen gelernt und meinte deshalb auch, dass, wenn man durch die Stadt durchhasten würde, man nicht wirklich auf die Fachwerkhäuser achten würde, was schade sei. Die Auswahl der Geschäfte findet sie in Ordnung. Eine Rentnerin aus Alsfeld findet die Geschäfte ebenfalls ausreichend, denn für das Wichtigste reichten sie ja. Auch für sie spielten die Fachwerkhäuser eine große Rolle. Eine andere Passantin aus einem Nachbarort war wegen des Jobs und einer Besorgung mit der Schwiegermutter in Alsfeld. Dafür, dass es eine kleine Stadt ist, gefällt ihr Alsfeld sehr gut. Auch sie findet die Fachwerkhäuser sehr schön.

Ein 16-jähriger Schüler, den wir befragten, wohnt in Alsfeld, weil seine Eltern zugezogen sind. Er war ehrlich zu uns und hat gesagt, dass er eigentlich nicht auf die Fachwerkhäuser achtet. Unser Fazit: Alsfeld gefällt sowohl Einheimischen als auch Touristen, weil es eine schöne alte Fachwerkstadt ist. Die meisten fühlen sich hier sehr wohl, obwohl es für junge Leute nicht wirklich reicht, dass hier alles so schön alt ist.“

Befragung der Angestellten im Alsfelder Einzelhandel

„Rund um den Marktplatz befinden sich eine Menge Geschäfte. Hier unterhielten wir uns mit Verkäuferinnen und stellten u.a. Fragen zu den persönlichen Highlights und Verbesserungsvorschlägen.

Dabei fanden wir heraus, dass viele mit der Stadt zufrieden sind. Besonders stolz zeigten sich die Alsfelder auf ihre historische Altstadt und die gute Förderung des Tourismus, der viele Menschen nach Alsfeld bringt. Doch mit manchem waren sie trotzdem unzufrieden, so wünschen sie sich zum Beispiel bessere Parkplätze in der Nähe der Altstadt, eine bessere Ampelschaltung oder mehr Arbeitsplätze im Umkreis.“

…und was meint der Bürgermeister?

„Wir besuchten den Bürgermeister, um speziell Informationen zur Stadt Alsfeld herauszufinden. Besonders interessierte uns, weshalb man seiner Meinung nach in Alsfeld leben sollte.


Er meinte, wir haben alles, was man für den Alltag benötigt, aber auch die historische Alstadt ist sehr sehenswert. Trotz der guten Verkehrsanbindung könne man sich in Alsfeld gut erholen. Laut den aktuellen Daten zogen 2017 934 Leute weg und 1039 zu. Das lag daran, meinte er, dass viele ältere Leute sich hier niederließen oder einen früheren Kontakt zu Alsfeld hatten. Unter anderem fragten wir, welche Projekte für die nächste Zeit anstehen. Geplant sind der Kindergartenneubau und ein neues Industriegebiet in Richtung Eifa.

Keine Frage: Bürgermeister Stephan Paule findet Alsfeld natürlich liebens- und lebenswert. Foto: Traudi Schlitt

Ein großer Kritikpunkt der Bewohner von Alsfeld sind die vielen Leerstände. Dieser Sache wollten wir auf den Grund gehen und fragten den Bürgermeister danach. Er führte aus, dass besonders die Fußgängerzonen mit verschiedenen Geschäften gut belegt seien und zeigte es uns anhand einer Karte. Natürlich stünden einige Lokale lehr, aber es täte sich auch immer wieder etwas.

Des Weiteren seien viele Parkmöglichkeiten in Planung und auch der Marktplatz soll in den kommenden Jahren saniert werden. Zum autofreien Marktplatz wird es wohl eher nicht kommen, meinte er, da viele Geschäfte in der Nähe beliefert werden müssen. Bürgermeister Paule sieht die Stadt liebens- und lebenswert, jedoch hat er noch viele weitere Ideen für die nächsten Jahre um die Stadt Alsfeld noch weiter zu entwickeln.“