Vogelbeobachtung im Winter Foto: NABU/Sebastian Hennigs

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"Stunde der Wintervögel" - große Mitmachaktion zur Vogelzählung an diesem Wochenende von 6. Januar bis zum 8. JanuarNABU ruft zur Vogelzählung auf

REGION (ol). Kaum ist es Januar, ist es auch schon wieder so weit: Der NABU ruft wieder zur großen Vogelzählaktion unter dem Motto „Stunde der Wintervögel“ auf. Auch in Hessen sind wieder alle Naturfreunde gefragt, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

Im November und Dezember erreichten den NABU vermehrt Meldungen, dass die zu dieser Jahreszeit üblichen Vögel am Futterhäuschen oder im Garten vermisst werden. „Erst die große ‚Stunde der Wintervögel‘ wird klären können, ob es in diesem Winter wirklich außergewöhnlich wenige Gartenvögel gibt. Je mehr Teilnehmer, desto genauer werden die Ergebnisse sein. Die gesammelten Meldungen können uns auch verraten, welche Vogelarten und welche Regionen besonders betroffen sind und damit wertvolle Hinweise auf mögliche Ursachen liefern. Daher freuen wir uns, wenn möglichst viele Menschen mitmachen“, erklärt der Landesvorsitzende des NABU Hessen Gerhard Eppler in einer Pressemeldung über die Vogelzählaktion.

Denkbar wäre, so Eppler, ein geringerer Zuzug von Vögeln aus dem Norden und Osten oder dass viele Vögel aufgrund des bisher sehr milden Winters auch außerhalb der Gärten noch viel Nahrung finden. Genauso sei es aber auch möglich, dass heimische Gartenvögel im vergangenen Jahr besonders wenige Jungvögel aufgezogen haben.

Vogelkrankheiten schmälern den Bestand

Mit Spannung erwartet werde das Ergebnis zum Amsel-Bestand, denn im Herbst 2016 sei es im Süden Hessens erneut zu einem Amselsterben durch das Usutu-Virus gekommen, bundesweit seien dem NABU über 1.300 Verdachtsfälle gemeldet.

Schon seit Jahren ruft der NABU zu Vogelzählungen auf. Dazu gibt es mittlerweile sogar Hilfsbögen zum Erkennen der Vogelarten. Foto: NABU/Sebastian Hennigs

„Ein Vergleich der Amselzahlen in den betroffenen Regionen mit denen Usutu-freier Gebieten wird zeigen, welche Auswirkungen diese neue Vogelkrankheit auf die Bestände hatte“, erklärt Eppler. Das sogenannte „Grünfinkensterben“ werde dagegen durch einen einzelligen Parasiten ausgelöst, der die Art vor allem im Umfeld sommerlicher Vogelfütterungen befällt. Seit einigen Jahren trete es gehäuft in Deutschland auf. Eine Fortsetzung des Trends werde befürchtet.

Mittelpunkt und Highlights der Aktion

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Im Vorjahr beteiligten sich nach Angaben des NABU bundesweit mehr als 93.000 Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“ und zählten über 2,5 Millionen Vögel.

Mancher Vogelfreund werde am Zählwochenende vielleicht auch eine freudige Entdeckung machen können: Denn die nur unregelmäßig aus dem hohen Norden nach Deutschland wandernden exotisch anmutenden Seidenschwänze sind in diesem Jahr anscheinend vermehrt unterwegs.

Und so funktioniert es: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen im eigenen Garten oder einer anderen Stelle im besiedelten Raum (Dörfer und Städte) aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die innerhalb einer selbstgewählten Beobachtungsstunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die festgestellten Anzahlen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet und regelmäßig aktualisiert. Zudem ist am 7. und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

12 Gedanken zu “NABU ruft zur Vogelzählung auf

  1. Unsere drei Futterhäuschen werden von einer Haussperling-Bande von 16 an der Zahl stürmisch besucht, auch drei Kohlmeisen, drei Blaumeisen, zwei Amseln, nur ein Rotkehlchen, ein Zaunkönig und ein Kleiber.
    Über Meisen-Knödel „ohne Netz“ in einem Becher freuen sich drei Eichelhere.
    Die Zahl der Garten-Vögel hat sich auf erschreckend wenige reduziert.
    Sichtbar ist, dass sogar am Landschaftsschutzgebiet
    sämtliches Gebüsch falsch geschnitten wird und dann auch noch, anstatt als Winterschutz und Nest-Schutz für Vögel und sämtliches Getier aufgehäuft, abtransportiert wird!

    Warum gibt es da keine Empfehlung zur Verbesserung von natürlichem Naturschutz?
    Ich füttere ganzjährig, weil die vergifteten Felder ihr Teil dazutun,
    dass diese „wunderbaren Geschöpfe“ bald aussterben!
    Hessen, Reinheim-Zeilhard

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  2. Ich hatte 2015 u. 2016 ein Bluthänfling Paar in meinem Garten.
    Sie hatten jedes Jahr 2 mal gebrütet und jedesmal wurde das Nest gräubert,
    ich vermute von Katzen oder Marder, weil das Nest jedesmal schräg nach
    unten gezogen war.
    Im Dez.2016 und Januar 2017 habe ich erst eine Amsel,eine Sumpfmeise,drei
    Raben, zwei Türkentauben und eine Wachholderdrossel gesehen.
    Wo sind die anderen alle??????

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  3. Ich füttere die Vögel übers ganze Jahr, sowie jeden Tag frisches Wasser.
    Im letzen Jahr habe ich Nistkästen gebaut und diese wurden auch direkt angenommen. Es waren viele junge Blau- und Kohlmeisen aber auch jede Menge Spatzen. Es waren Amsel, Eichelhäher, Buntspecht, Gimpel, Buchfink, Rotkehlchen, Gartenrotwschwanz, Stieglitz u. andere Arten in unserem Garten zu sehen.
    Zum Spätjahr – Winter wurden es immer weniger.
    Jetzt im Januar konnte ich sie gut zählen wie folgt die Stückzahl:
    Spatzen in der Regel ca. 20 – 30, Meisen leider nur 2, Amseln 4 6, Rotkehlchen 1, Buchfink 3 – 4 Zählung vom 06.01.17 bis 09.01.17 jeweils um
    10:00 Uhr.
    Auch ein Sperber holt sich ab und zu mal einen Spatz aus dem Kirschlobeerbusch.
    55496 Argenthal

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  4. Vogelzählung:
    Gestern nachmittag d. 8.01.17 um 15:30 waren in meinem Garten, Bonn, Beuthener Str. 17, 53117, zwei Eichelhäher.
    Dieses Pärchen lebt hier in unserer Umgebung bereits seit mindestens zwei Jahren.
    Beste Grüße und viel Erfolg!
    Anton Kulla
    53117 Bonn,
    p.s. aus Zeitmangel konnte ich gestern diese Nachricht nicht posten.

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  5. Wir haben außer 1 Rotkehlchen und 1 Amsel seit ca 4 Wochen keine Singvögel mehr. Wo sind sie? man sieht auch keine toten Vögel. das macht mir Angst. Wohne seit 40 Jahren hier, aber so eine Situation habe ich noch nicht erlebt.

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  6. Wir füttern das ganze Jahr über. Wir hatten immer viele verschiedene Singvögel im Garten die ich in einer langen Liste aufschrieb. Aber seit 2-3 Jahren vermisses ich viele Arten, wie Dompfaff,Stieglitz… aber viele Haustauben und Stare die alles belagern…obwohl wir 12 Nistkästen in unserem großen unaufgeräumten Naturgarten haben sind weniger Blau-und Kohlmeisen da.Zum Glück habe ich noch meine Spatzenbande die in den dichten Hecken wohnt. Ich mache mir schon Sorgen um die Artenvielfalt…

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  7. Das Elster und Krähen zur Plage geworden sind,erzähl ich schon zwei Jahre.Ich bin sehr Natur verbunden, habe in meinen Garten zwei Futterplätze,mußte sie so an bringen das andere Vögel überhaupt noch kommen.

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  8. Es gibt weniger Singvögel, weil Krähen , Eichelhäher und Elstern überhand genommen haben. Auch kommen Sperber immer mehr in die Stadtgebiete und holen sich unsere Singvögel. Vor ca. drei Jahren fand ich in meinem kleinen Reihenhausgarten 3 Kohlmeisennestlinge an nur einem Tag. Auch letztes Jahr und vor drei Jahren haben meine Blaumeisenpärchen je einen Partner verloren und die Eier wurden nicht ausgebrütet.Ich selbst konnte sehen, wie ein Eichelhäher eine Blaumeise verfolgte und mit ihr im Schnabel wieder davonflog.Wenn nicht bald etwas gegen diese Räuber unternommen wird haben wir nur noch diese Plagegeister und massenhaft Insekten.

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  9. Ich hatte auf meinen Balkon am Futterhäuschen im herbst viele Stieglitze, Blaumeisen, Kohlmeisen und Amseln, manchmal auch ein Rotkehlchen ! Seit Mitte Dezember ist kein einziger Vogel mehr dagewesen!

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  10. @Mayer Günter
    Genau das gleiche stelle ich auch fest. Die Elster und Krähen sind zur Plage und eine Gefahr für den Singvogelbestand geworden. Alle Futterplätze sind kaum noch besucht.

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  11. Leider muss ich feststellen, dass in den letzten Jahren sich immer weniger Singvögel in meinem Hausgarten tummeln. Auch meine beiden Nistkästen, welche über Jahrzehnte regelmäßig belegt waren blieben in den letzten zwei Jahren unbewohnt. An meinem schönen Futterhäuschen habe ich in den letzten Tagen der Zählung keinen einzigen Singvogel gesehen. Dafür ist sowohl mein Garten als auch die angrenzenden Nachbargrundstücke ständig von mehreren Elstern besiedelt. Diese vertreiben auch während der Sommermonate den Singvogelbestand. Hinzu kommen immer mehr Wildtauben und Krähen. Für mich ist dieser Zustand sehr bedenklich da deren Population jährlich zunimmt. Was gedenkt der NABU hier zu tun. Stehen dies Biester weiterhin unter Schutz? Früher wurden Elstern und Krähen bei uns bejagt.Für eine Stellungnahme/Antwort des NABU´S wäre ich dankbar.

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  12. Leider haben wir das Winterlichetreiben schon vermist und haben in der Stunde nur zwei Amsel beobachten können.

    48249 Dülmen Rödderstr 25a

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