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Fraktionsmitglieder der Alsfelder CDU besichtigen Baustelle in HattendorfCDU nimmt Windkraftausbau vor Ort unter die Lupe

HATTENDORF (ol). Fraktionsmitglieder der Alsfelder CDU besuchten gemeinsam mit Hattendorfs Ortsvorsteher, Norbert Hahn, die Windradbaustellen in der „Gleiche“, um einen Eindruck von den Dimensionen der Baustellen zu bekommen.

Anlass war ein Treffern der Fraktionsmitglieder in Hattendorf zur Vorbereitung der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 9. Juni, teilte die CDU Alsfeld mit.

Zuvor jedoch habe die CDU-Fraktion um den Vorsitzenden Alexander Heinz gemeinsam mit den CDU-Stadträten und Bürgermeister Stephan Paule ein Stück Feldweg begutachtet, das nach dem Wunsch einiger Bewohner Hattendorfs befestigt werden soll, um dann einen durchgängig festen und für Fahrräder befahrbaren Untergrund von Hattendorf zum Hof Dotzelrod zu haben. Von dort könne man dann auf dem Schwalmradweg weiter nach Alsfeld fahren. Somit müssten Fahrradfahrer dann nicht mehr auf der schmalen, kurvenreichen und schlecht einsehbaren Kreisstraße fahren.

Frank Jungk, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender fasste mit Blick ins Gelände zusammen, dass dieser circa 20 Meter lange Wegabschnitt mit einer schnellen und günstigen Lösung befestigt werden sollte, um diesem verständlichen Wunsch der Hattendörfer nach mehr Sicherheit auch für Kinder und Jugendliche nachzukommen.

Gemeinsam mit Hattendorfs Ortsvorsteher Norbert Hahn ging es dann in den im Bau befindlichen Windpark „Die Gleiche“, in dem sechs Windräder entstehen. Zwar liegt der Windpark auf Ottrauer Gemeindegebiet, berührt aber mit einigen Anlagen das Wasserschutzgebiet rund um den Hattendörfer Trinkwasserbrunnen. Aus diesem Grund habe die Stadt Alsfeld bereits Klage gegen den Bau beziehungsweise das Genehmigungsverfahren eingereicht. Außerdem werde der von der Stadt Alsfeld gewünschte Mindestabstand von 1.200 Metern zur Ortslage Hattendorf von zwei Anlagen unterschritten. Am Trinkwasserbrunnen ließ Ortsvorsteher Hahn auch das erste Mal stoppen, um den CDU-Angehörigen die kurze Distanz zu den Windräder zu verdeutlichen.

Einen Blick konnte man von hier auch auf die Fledermausfläche werfen. So wurde auch den jüngeren und jetzt erstmals gewählten CDU-Stadtverordneten deutlich, dass der Wegfall der dort geplanten Windkraftanlagen im Ergebnis der Mediation als großer Erfolg gewertet werden könne.

Bei der Besichtigung von drei Baustellen mit unterschiedlichem Baufortschritt von der Rodung bis hin zu fertigem Fundament hab ein Eindruck von den für den Bau notwendigen Eingriffen in die Natur gewonnen werden können. Allein der Blick in die riesige Baugrube für das Stahlbetonfundament verdeutliche, dass der saubere Ökostrom durchaus auch Schattenseiten habe.

Und so kam Alexander Heinz am Ende auch zum Schluss, dass es gut und wichtig sei, dass die durch den Atomausstieg eingeleitete Energiewende mit all ihren Auswirkungen vor Ort von Bürgerinitiativen wie dem Verein „Schöner Ausblick“ auch kritisch begleitet wird. Den Erfolg, die Fledermausfläche wegzubekommen und einen verbindlichen Abstand aller Anlagen von 1.000 Metern zu den Ortschaften einzuhalten, habe nicht zuletzt auch dieser Verein mit erstritten.