In nur vier Gesprächen haben sich CDU und SPD auf eine Große Koalition geeinigt (v.l.): Dr Hans Heuser (CDU), Manfred Görig (SPD), Dr Jens Mischak (CDU), Swen Bastian (SPD), Stephan Paule (CDU) und Matthias Weitzel (SPD) - Foto: cdl

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CDU und SPD stellen Koalitionsvereinbarung für den Kreistag vorGörig: „Ich werde nicht zur OVAG wechseln“

LAUTERBACH (cdl). Die CDU wird zur kommenden Landratswahl im Jahr 2017 keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Das wurde heute bei einem Pressgespräch zur Vorstellung des Koalitionsvertrages zwischen CDU und SPD bekannt.

Der CDU sei die Entscheidung auf den Verzicht eines eigenen Kandidaten nicht leicht gefallen. „Unser Herz blutet bei dem Verzicht“ so der CDU Kreisvorsitzende Dr. Jens Mischak. Die CDU habe sich intensiv beraten und sei zu einer einmütigen Entscheidung gekommen. Die Große Koalition habe die Aufgabe den Kreis voranzubringen, da könne man nicht schon von Beginn an mit einem Wahlkampf starten und dabei zwölf Monate verlieren, waren sich die Vertreter von CDU und SPD einig. Die Koalitionsvereinbarung gelte schließlich für die kommenden fünf Jahre. „Aus unserer Sicht ist dies eine Vernunftentscheidung“, fügte Mischak an.

Zuvor hatte Landrat Manfred Görig bereits die Katze aus dem Sack gelassen: „Ich werde wieder antreten und ich werde nicht zur OVAG wechseln“. Die CDU gibt sich somit für die kommenden Jahre zufrieden damit den neuen Ersten Kreisbeigeordneten zustellen. Das Amt wird Dr. Mischak bekleiden. Er soll ab 9. Juli nach gemeinsamen Anträgen von CDU und SPD sein Amt antreten. Eine Große Koalition funktioniere nur „mit vertrauensvoller Zusammenarbeit“. Direkt den Wahlkampf fortzusetzten „würde zu Reibungsverlusten sorgen und wäre dem Bürger nicht vermittelbar“, ergänzte Görig.

Görig übernimmt künftig die Verantwortung für sieben Ämter, während Mischak sechs Ämter verantwortet. Als ständiger Vertreter des Landrates bekommt Mischak beispielsweise das Amt für Wirtschaft und Ländlichen Raum, das auch den Tourismus beinhaltet, übertragen. Görig verantwortet künftig das Revisionsamt. Außerdem ist er für die Bildungspolitik verantwortlich.

Designierter Kreistagsvorsitzender ist Dr. Hans Heuser. Die Koalitionsvereinbarung muss jedoch noch formell ratifiziert werden. Die SPD wird dies auf dem Kreisparteitag am 29. April tun und die CDU auf ihrem Kreisparteitag am 30. April. Die konstituierende Sitzung zum Kreistag ist am 10. Mai.

Ein Artikel über die Inhalte der Koaltionsvereinbarung folgt am Freitag.

 

 

War von 2016-2017 Redakteur bei Oberhessen-live, Studienabschluss an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, Fachjournalistik Geschichte

12 Gedanken zu “Görig: „Ich werde nicht zur OVAG wechseln“

  1. Sollte ein bestimmter SPD Mann Ambitionen für den Landtag haben, sollte man von der SPD bedenken,was hat er verursacht und was kann man in Zukunft erwarten? Die SPD brauch neue Leute von Stadt bis Bund!! Wo die herkommen sollen fragt man sich zu recht.

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  2. Wenn die SPD weiter auf Verlierer setzt, ob im Bund (Gabriel) oder Stadt/Kreis dann kann man ihr nicht mehr helfen. Mann sieht es ja an den Zahlen. Alsfeld war lange Zeit SPD Stadt. Schade dass ein Bürgermeister so viel Mist gebaut hat! Aber die Unfähigkeit und Überheblichkeit, mancher SPD Leute, gibt der SPD jetzt den Rest.Schade.

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  3. Der große Traum des Swen Bastian ist immer noch der Wechsel auf einen Landtags-Abgeordneten-Sitzplatz in Wiesbaden.

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  4. …ist wie in Berlin, wenn man CDU wählt ist keine CDU im Überraschungsei !

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  5. Interessante Feststellung Herr Bastian! Sie sehen es also als Herabsetzung des Berufsstandes der Hausmeister an wenn jemand vorschlägt Sie als Hausmeister zu beschäftigen?
    Ich habe Ihnen immer großen Egoismus, Überheblichkeit, Selbstgefälligkeit und übergroßes Selbstbewusstsein unterstellt aber demnach scheint das Gegenteil der Fall und entschuldige mich hiermit bei Ihnen für meine Vorurteile.

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  6. Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst Du, lautet ein Sprichwort. Viel Feind, viel Ehr ein anderes. Vor dem Hintergund kann man sich ein herzhaftes Schmunzeln ob so mancher durchsichtiger Veröffentlichung auf dieser Seite nicht verkneifen. Besonders dann, wenn sich der oder die Schreiberlinge „mutig“ hinter Phantasienamen wie Peter oder Franz verstecken, anstatt die wahre Identität preis zu geben. Nicht in Ordnung ist es allerdings, wenn ganze Gruppen, wie etwa Hausmeister, pauschal in ein schlechtes Licht gerückt werden. Das wird weder deren Leistung gerecht, noch ist es ein sinnstiftender Beitrag angemessener Debattenkultur. Bei OberhessenLive scheint dieses „anonyme durch den Kakao ziehen“ aber üblich zu sein und soll ganz offensichtlich auch gewollt so bleiben.

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  7. Das ist reiner Machterhalt von SPD und CDU. Die Herren haben den Knall noch nicht gehört. Sie denken nach uns die Sintflut. Hoffentlich sind diese Mehrheiten in Zukunft nicht mehr möglich. Ob Stadt, Kreis, Land und Bund.Hier geht es nur ums eigene Portmonee.Hier ein Sprichwort: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

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  8. Franz: nicht kurze Leine, kurzer Prozess. Der Landrat sollte den Bastian ganz aus dem Politikspielen rausnehmen und eine Hausmeisterstelle in einer Schule geben. Aber mit Hausmeisterbüro, dann kann er Büroleiter bleiben :-)

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  9. Herr Dr. Mischak wird das Amt wohl bekleiden, nicht begleiten. Jedenfalls gehe ich davon aus.

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  10. Grundsätzlich seh ich dem positiv entgegen. Aber bitte Herr Görig, nehmen Sie ihre Leute eng an die Leine. Alsfeld hat unter dieser Führung genug gelitten.

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  11. Da grinst einer zu viel auf dem Bild. Schafft euch diesen Bastian weg, der ist im Stande und bringt auch noch die GroKo unter die Räder, wie alles wo er bisher dabei war. Also, Manni mach mal!

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