Mit dem Schwerpunkt der Lungenerkrankungen sind die Weichen für die Zukunft gestellt: Geschäftsführer Bodo Assmus, Chefarzt und Lungenspezialist Dr. Peter Hien, Dr. Johannes-Georg Elsing (Facharztausbildung Pneumologie) und Alsfelds Thoraxchirurg Dr. Volker Weipert. Foto: kiri

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Alsfelder Krankenhaus bildet künftig Fachärzte für Lungenheilkunde ausNeuer Behandlungsschwerpunkt: Lungenerkrankung

ALSFELD (kiri). Das Alsfelder Kreiskrankenhaus hat einen neuen klinischen Schwerpunkt: Die Lungenheilkunde – auch Pneumologie oder Pulmologie genannt. Mit der Übernahme der Abteilung „Innere Medizin“ durch Chefarzt Dr. Peter Hien, der seit 15 Jahren als Pneumologe erfolgreich tätig ist, wurde die Fachkompetenz des Klinikums ausgeweitet, geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Inzwischen habe das Haus auch die Berechtigung, andere Ärzte als Fachärzte der Lungenbronchialkunde und Beatmungsmedizin weiterzubilden. Ein Fakt, der das Alsfelder Haus auch für Ärzte interessant mache, die bisher in die großen Zentren gehen wollten.
Lungenerkrankungen nehmen immer mehr zu – angefangen bei „leichteren“ Erkrankungen wie Bronchitis oder Asthma über schwere Lungenentzündungen und Lungenfibrosen bis hin zur chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Lungenkrebs.

Zudem gibt es noch viele unterschiedliche Lungenerkrankungen, die nun in der Pneumologie im Kreiskrankenhaus Alsfeld diagnostiziert und behandelt werden. „Leider gibt es in Deutschland, im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn und den USA, viel zu wenige Lungenärzte und viel zu wenig pneumologische Fachabteilungen“, erläutert Hien, der in den vergangenen Jahren einige Bücher, Vorträge, Publikationen und Konzepte für die Lungenheilkunde geschrieben hat, „in Deutschland sehen 75 Prozent der stationär aufgenommenen Lungenkranken keinen Facharzt für Pneumologie – das kann zu unnötig langer Liegedauer und Komplikationen führen.“

Das Alsfelder Kreiskrankenhaus hat mit seinem Geschäftsführer Bodo Assmus im vergangenen Jahr entsprechend des vorhanden Mangels an Lungenfachärzten die Weichen für die Zukunft gestellt: Investition in moderne diagnostische und therapeutische Ausstattung, Vernetzung mit der hauseigenen Thoraxchirurgie unter der Leitung von Dr. Volker Weipert und Chefarzt Dr. Steffen Lancee, Netzwerkbildung mit anderen Zentren, enge Zusammenarbeit mit Onkologen, Rheumatologen und Kardiologen.
Die Vernetzung ambulant und stationär gelingt sehr gut durch die Zusammenarbeit im Medizinischen Versorgungszentrum Alsfeld und durch die kassenärztliche Lungensprechstunde im Kreiskrankenhaus. Dr. Hien hat die vollständige pneumologische Ermächtigung.

„Dass wir diese Fachrichtung mit Dr. Hien als erfahrenen Facharzt ausweiten, ist eine logische Konsequenz“, erklärt Assmus. „Zum einen möchten wir gerne unseren älteren Patienten auf der Innern sowie in der Geriatrie gerecht werden, zum anderen müssen wir zukunftsorientiert handeln – und die Lungenheilkunde wird immer wichtiger. Wir können mit dieser Fachabteilung unsere Patienten kompetent versorgen, mit der Weiterbildungsermächtigung sind wir gleichzeitig auch interessant für gute junge Ärzte und gehen somit einen großen Schritt in die Zukunft.“

Mit der Investition in moderne Technik, mit der kompetenten Versorgung von Lungenpatienten unter der Leitung von Dr. Hien und mit der Weiterbildungsberechtigung geht das Alsfelder Haus in die richtige Richtung: Die ersten eigenen Ärzte werden nun weitergebildet zum Facharzt für Lungenheilkunde – beginnend mit dem leitenden Oberarzt Dr. Johannes-Georg Elsing, geschätzter Internist und Gastroenterologe in der Klinik.