Stellte das Programm der Festspiele 2016 vor: der Festspiel-Intendant Dieter Wedel. Archivfoto: aep

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Paukenschlag bei der Auftakt-Pressekonferenz: Parlament verweigert HaushaltsmittelHersfelder Festspiele 2016 stehen zur Disposition

BAD HERSFELD (aep). Die Bad Hersfelder Festspiele im kommenden Jahr scheinen akut bedroht, geht aus zwei Berichten von Medien vor Ort aus der Pressekonferenz am Freitagmittag hervor. Demnach hat das Hersfelder Stadtparlament die Genehmigung des Defizits aus der vergangenen Spielzeit verweigert, worauf Intendant Dieter Wedel sofort die Planung für die Spielzeit 2016 stoppte – und sich gegen damit einhergehende Vorwürfe verwahrt. Nun erscheint fraglich, dass die Mittel noch rechtzeitig freigegeben werden könnten.


Nach einer Darstellung des Nachrichten-Portals Osthessen-News geht es um 175.000 Euro Defizit für 2015, deren Übernahme seitens der Stadt von der SPD/Grünen-Fraktion im Stadtparlament per Antrag zu Fall gebracht wurde. Laut Hersfelder Zeitung habe sich Intendant Dieter Wedel darüber fassungslos gezeigt – zumal die selben Fraktionen ihm erst vor kurzem im Gespräch erklärt hätten, dieser Betrag seine „marginal“. Inzwischen aber kamen die Kommunalpolitiker offenbar zu ganz anderen Erkenntnissen, denn laut Osthessen-News beklagte Dieter Wedel auch, dass man ihm und Bürgermeister Thomas Fehling nun „Trickserei“ vorwerfe. Das sei ein starker Vertrauensverlust.

In jedem Fall wollen die Volksvertreter die defizitäre Bilanz als überplanmäßige Ausgabe nun erst beim Rechnungshof prüfen lassen, und bis das Ergenbis feststeht, bekommt Wedel auch nicht die 488.000 Euro für Investitionen im neuen Jahr, berichtet die Hersfelder Zeitung. Er kann nichts tun – und habe sofort alle Verhandlungen gestoppt. Er hoffe nun, sagt der Bürgermeister, dass die Freigabe der Mittel rechtzeitig geschieht, ehe übliche Fristen und Vorlaufzeiten für die neue Saison ablaufen. Denn sonst könnte es passieren, dass die Stiftsruine 2016 leer bleibt. Stücke für  „Hexenjagd“, „My Fair Lady“, , „Der Kredit“, „Krabat“ und einmal mehr  „Cabaret“ und „Sommernachts-Träumereien“ wollte Wedel am Freitag eigentlich präsentieren. Das sei nun ein Wunschzettel.

Der für den 14. November geplante Start des Vorverkaufs sei jedenfalls erst einmal gestoppt.

Ein Gedanke zu “Hersfelder Festspiele 2016 stehen zur Disposition

  1. Kann man gut verstehen und nachvollziehen. Denn 175.000 Euro Defizit sind ja auch kein Pappenstiel. Da hätte Wedel wirklich besser wirtschaften müssen.

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