Foto-Künstler Werner Eismann vor seinem Lieblingsbild: einer verfremdeten Einkaufsstraße. Fotos: aep

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"Wusch reloaded": Foto-Künstler Werner Eismann stellt im Homberger Schloss ausWerke, so futuristisch wie faszinierend

HOMBERG/OHM (aep). „Ich bin kein Fotograf!“ Das betont Werner Eismann gleich mehrere Male. Dabei sind es Fotos, die er zur Zeit im Homberger Schloss ausstellt – spannende Fotos. Doch seine Kunst besteht darin, aus Fotos Kunstwerke zu machen, und das gelingt ihm so gut, dass sein Publikum immer wieder mit Entzücken vor den Werken stehenbleibt. Am Sonntag war Eröffnung seiner Ausstellung „wusch reloaded“. Der Name ist Programm.

„Abstrakt, schrill, surreal, futuristisch!“ So beschrieb Sylke Bösking-Rieß als Vertreterin des Vereins Homberger Schlosspatrioten bei der Eröffnung im Schloss die Bilder des Künstlers aus Mardorf – oder auch einfach: „beeindruckend!“Es ist die sechste Ausstellung, zu der die Schlosspatrioten in diesem Jahr einladen.

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Sylke Bösking-Rieß begrüßte das Publikum seitens der Schlosspatrioten zur Ausstellungseröffnung.

Werner Eismann, der bei der Eröffnung auch gleich bewies, dass er ebenso virtuoser Musiker ist und sich selbst die musikalische Untermalung bescherte, verwendet bei seinen Kunstwerken eine Technik, bei der er eigentlich bekannte Bildelemente auf verschiedenen Ebenen so zusammenführt, dass sie vom ursprünglichen Motiv nur noch den abstrakten Eindruck hinterlassen – aber dass beeindruckend.

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Werner Eismann in seinen Rollen als Musiker und Künstler.

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Das mag daran liegen, dass Werner Eismann den so entstandenen, fast fertigen Bild noch mit virtuellen „Pinselstrichen“ das letzte Quentchen Stimmung hinzufügt. Mit einem „Wusch“, wie er selbst beschreibt. Daher nennt er seine Technik auch die „Wusch-Technik“.

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Das Publikum reagiert fasziniert auf die Kunstwerke von „wusch reloaded“.

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Heraus kommen Foto-Bilder wie von einer anderen Welt, zu sehen jetzt in der Ausstellung auf dem Schloss: Die Engelsburg in Rom wächst zu einer surrealen Kathedrale, die eigentlich banale Szene einer abendlichen Einkaufsstraße zu einer Ansicht von unendlicher Tiefe – das Lieblingsbild des Künstlers. Der Betrachter schaut und staunt und überlegt fasziniert, wo der faszinierende Eindruck herkommt. Die Kunst kommt in jedem Fall gut an, verrät der Künstler, der sich früher als Fotograf probierte, aber dann zum Foto-Künstler umschwenkte. Die Werke verkaufen sich gut.

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Ausstellungseröffnung in der Eingangshalle des Homberger Schlosses.

Die Ausstellung lädt zu einem Ausflug zum Homberger Schloss: Sie ist immer sonntags von 14 bis 18 Uhr bis zum 18. Oktober geöffnet.

Bilder aus der Ausstellung:

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