Ein "besonders bewegender Moment": Heidwolf Arnold, Enkel des Künstlers, bei der Eröffnung zusammen mit dem Vorsitzender der Schlosspatrioten, Markus Haumann (l.), und dem Ersten Stadtrat Michael Rotter (r.) sowie Sylke Bösking-Rieß, die Leiterin des Arbeitskreises Kunst und Kultur. Fotos: aep

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Vernissage: Im Homberger Schloss sind Gemälde von W. H. Arnold zu sehenAusstellung von „Sinnbildern für Geborgenheit“

HOMBERG/OHM (aep). Einst war er häufig mit Pinsel und Staffelei rund um die Ohmstadt unterwegs: der Kunstmaler und Bildhauer W. H. Arnold. Jetzt, 31 Jahre nach seinem Tod, widmen der Verein der Homberger Schlosspatrioten und der Freundeskreis dem Allendorfer W. H. Arnold eine eigene Gemälde-Ausstellung im Schloss. Der Titel: „Landschaft rund um das Homberger Schloss“. Am heutigen Sonntag war Eröffnung im Kreis von gut 50 Besuchern.

 

1897 im baden-württembergischen Beuren geboren, war W. H. Arnold als freischaffender  Künstler 1925 nach Allendorf in den heute nach ihm benannten Künstlerhof gezogen – und hatte dabei Mitte der dreißiger Jahre auch Homberg/Ohm und das Schloss kennengelernt. Aus deren Eigentümer-Familie kam nämlich seine Ehefrau Emmi. Die kam selbst aus Allendorf, aber die Arzt-Familie Wagner war nach dem Erwerb des Schlosses 1911 selbst nach Homberg gezogen. W. H. Arnold bezog den Hof in Allendorf.

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Gut 50 Besucher verfolgten die Vernissage im Garten des Homberger Schlosses.

Fortan besuchte er die Ohmstadt und das Schloss immer wieder. „Bilder aus vier Jahrzehnten“ entstanden dabei, so erklärte die Kunsthistorikerin Dr. Brigitte Pia von Savigny in ihrer Laudatio bei der Vernissage, und die sind ab sofort bis zum 20. September in den Räumen auf Schloss Homberg zu besichtigen. Es sind, so führte die aus Freiburg angereiste Kunstexpertin aus, fast durchweg Landschaftsaquarelle, die zeigten, „wie sehr Arnold der Heimat verbunden war“. Seine Bilder vom Schlossgarten seien Sinnbilder für Geborgenheit, die er dort empfunden habe.

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Die Kunsthistorikerin Dr. Brigitte Pia von Savigny (oben links) erläuterte dem Publikum in den Ausstellungsräumen Leben und Werk des Künstlers W.H Arnold.

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„Die Ausstellung zeigt Heimat“, stellte bei der Eröffnung auch Markus Haumann als Vorsitzender der Schlosspatrioten fest, denn sie zeige für viele ältere Ohmstädter Kindheits- und Jugendbilder rund um das Schloss, das seit 2012 wieder lebendiger Bestandteil der Stadt wird. Er freue sich, dass seinerzeit der Entschluss fiel, dem Schloss eine Zukunft zu geben, erinnerte er an den Start.

Auch der Erste Stadtrat Michael Rotter drückte Freude darüber aus, dass das Schloss sich zu einem lebendigen Ort in der Ohmstadt entwickele. Und er betonte mit Blick auf den seinerzeit nicht unumstrittenen Kaufentscheid: „Für mich aus politischer Sicht gab es keine andere Entscheidung als zu sagen: Ja!“ Kein anderer Ort sei so geeignet, gerade diese Ausstellung zu zeigen. Er freue sich, dass es gelungen sei, „eine so tolle Ausstellung zu bekommen.“

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Die Bilder des Künstlers in dieser Ausstellung beschäftigen sich mit dem Schloss und der Landschaft um Homberg.

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„Es ist für mich ein ganz besonders bewegender Moment“, drückte Heidwolf Arnold, der Sohn des großen Künstlers, seine Freude über die Eröffnung der Ausstellung aus, ehe er an die Anfänge der Familie auf Schloss Homberg erinnerte. Und an die Vertreter von Stadt und Schlosspatrioten gerichtet, dankte er „für das Leben, dass Sie in das alte Gemäuer gehaucht haben.“

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Beherbergt bis zum 20. September wieder eine Kunstausstellung: das Homberger Schloss.