Sie haben den Grundstein für ein zukünftiges Projekt in Richtung Energiewende gelegt (von links): Michael Rudewig, (Rudewig Windpower), Thomas Groll (Bürgermeister Neustadt), Günter Mest (Vorstand EGV), Werner Kappel (Erster Stadtrat Neustadt) und Norbert Reinhardt (Vorstand EGV). Foto: privat

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Engergiegenossenschaft Vogelsberg und Rudewig Windpower entwickeln weitere FlächeAuf dem Weg zum Windpark bei Neustadt

VOGELSBERGKREIS / NEUSTADT (ol). Nachdem bereits im Sommer dieses Jahres ein Gestattungsvertrag für die Erschließung der Flächen am Dreiherrenstein unterschrieben wurde, konnte jetzt kurz von den Feiertagen der entsprechende Vertrag für die Entwicklung und Projektierung am Standort Trillrodt bei Neustadt unterschrieben werden.

Die EGV und das im Neustädter Stadtteil Mengsberg ansässige Unternehmen Rudewig Windpower wollen in dem Waldstück zwischen Neustadt und Stadtallendorf jeweils ein Windrad der neuesten Generation des Marktführers ENERCON aufstellen. Diese Anlagen mit einer Nabenhöhe von 144 Meter und einem Rotordurchmesser von 127 Metern sollen, sofern alle erforderlichen Gutachten rechtzeitig erstellt werden und die Genehmigungsbehörde zustimmt, im Jahr 2017 an das nahegelegene Umspannwerk angeschlossen werden.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte dem Vertragswerk im Rahmen einer Sitzung im November dieses Jahres mehrheitlich zugestimmt, so Bürgermeister Thomas Groll. Da sich die betreffenden Flächen komplett im Eigentum der Stadt Neustadt befinden, kann die Stadt Neustadt nunmehr mit weiteren jährlichen Pachteinnahmen von zusammen 50.000 Euro rechnen. Hinzu kommen noch eine Entschädigung für die Wegenutzung sowie perspektivisch die anfallenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer.
Wie beim Projekt Dreiherrenstein wird die Energiegenossenschaft Vogelsberg auch beim Windpark Trillrodt einen substantiellen Teil der Investitionssumme in Form von Nachrangdarlehen generieren, die zunächst den Bürgerinnen und Bürgern aus Neustadt privilegiert angeboten werden. Konkrete Aussagen über Laufzeiten und Zinskonditionen könnten, so Günter Mest vom Vorstand der Energiegenossenschaft Vogelsberg, erst nach erteilter Baugenehmigung erarbeitet werden.

Zu einer entsprechenden Informationsveranstaltung wird die EGV die Bürgerschaft von Neustadt einladen, sobald konkrete Daten bekannt sind, hieß es aus dem Vorstand der Genossenschaft.
„Mit unserer Entscheidung für die Windkraft wollen wir“, so Bürgermeister Thomas Groll abschließend, „an der Gestaltung einer klimafreundlichen und nachhaltigen Umwelt aktiv mitarbeiten, die finanzielle Lage unserer Kommune deutlich verbessern und schließlich auch noch den Neustädter Bürgern eine interessante Möglichkeit einer Beteiligung durch ein Engagement bei der Energiegenossenschaft Vogelsberg aufzeigen.“