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Bilder von Gerd Ludwig zieren die Website der Autobörse KöhlerUnd plötzlich sind es die Fotos eines Preisträgers

ALSFELD (aep). Man kennt sich, ist befreundet, hilft sich mal mit Gefallen aus, und manchmal kommen dabei so schöne Geschichten heraus wie die mit dem Internet-Auftritt des Alsfelder Ford/Volvo-Autohauses. Denn die Autobörse Köhler kann sich jetzt damit schmücken, dass viele der Fotos darauf vom einem hoch ausgezeichneten Fotografen erstelt wurden – von dem aktuellen Inhaber des Dr. Erich Salomon-Preises, Gerd Ludwig. Der veredelte die Website mit einem Dutzend Darstellungen des Betriebes und seiner Mitarbeiter. Weil: „Man kennt sich aus früheren Zeiten“. erklärt der Inhaber Jörg Köhler.

Er gehört seit vielen Jahren zum Freundeskreis des Reportage-Fotografen Gerd Ludwig, der in Los Angeles lebt, aber aus Alsfeld stammt – und auch mehrere Male pro Jahr in seiner Heimat zu Besuch ist. Daran haben auch die weltweiten Aktivitäten des Fotografen von National Geografic über die Jahre nichts geändert: Feste Ausgangsbasis für Besuche in Europa ist für den 66-Jährigen regelmäßig Alsfeld. Seine Mutter lebt dort, und der weitgereiste Besuch kann sich auf Unterstützung in seiner Heimatstadt verlassen.

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Freut sich über die prominenten Fotos: Jörg Köhler. Foto: aep

 

„Gerd hat hier einen Freundeskreis. Wir helfen uns“, erklärt der Autohändler Jörg Köhler. Wenn der Fotograf seinen Besuch ankündigt, organisiert er, dass Ludwig am Flughafen in Frankfurt abgeholt wird. Selbstredend kann der Besucher dann auch über den Aufenthalt einen Wagen von seinem Hof nutzen. Mitunter sind der Autohändler und der Fotograf zusammen in der Vogelsberger Natur unterwegs auf Motivsuche: Der eine weiß, wo es schön sein  könnte. Und der andere fängt das Bild ein, das sich bietet.

Beim neuen Internet-Auftritt mit dabei

Vor wenigen Jahren kam Gerd Ludwig mit der Idee, dass er sich für die Unterstützung auf seine Weise revanchieren könnte. Da stand eine Ausweitung des Internet-Auftritts für das Autohaus an. Das ist nicht sein Lieblingsthema, räumt der 73-jährige Köhler ein. „Gerd hat mich gedrängt, dass ich daran etwas machen muss.“ Und der Fotograf war dann bei der Gestaltung selbst dabei.


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Alltagsszenen akzentuiert in Szene gesetzt: Bilder der Autohaus-Mitarbeiter von Gerd Ludwig.

 

 

 

OL-WebsiteLudwig8-0810Mehrere Tage lang rückte er dem Haus und den Mitarbeitern mit der Kamera zu Leib: am Empfang, in der Buchhaltung, in der Werkstatt, im Chef-Büro. Gerd Ludwig fotografierte, wie er es auch auf Reportage-Reise tut: ausgiebig. Nein, erzählt der Chef, den Arbeitsablauf hat das seinerzeit nicht gestört, aber „Geduld musste man schon haben, wenn er nochmal und nochmal ankam und das Bild verbessern wollte.“

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Ein wenig mystisch und sehr spannend: die Darstellung der Werkstatt durch Gerd Ludwig.

 

Entstanden sind dabei mehr als ein Dutzend Ansichten des heimischen Betriebs, deren Ausdruck ungewöhnlich pointiert ist. Sie stellen die Mitarbeiter in alltäglichen Situationen des Arbeitslebens dar, aber derart ausdrucksvoll, dass der eingefangene Moment Symbolcharakter für den ganzen Arbeitsbereich bekommt. Geradezu künstlerischen Ausdruck hat die Ansicht der Werkstatt: dargestellt als Bühne für einen alten, noch „schlafenden“ Wagen: eines Ford Taunus von 1951, genannt „das Buckelchen“. Mit ganz viel Augenzwinkern verweist das Eingangsbild auf den Gebrauchtwagen-Markt des Autohauses: mit der Ansicht eines Schrotthaufens.

Auszeichnung auf der Fotokina 2104 in Köln

Bilder von einem international anerkannten Top-Fotografen hat sicherlich kaum ein regionaler Autohändler auf seiner Website – aber im September kam bei denen der Köhler’schen Autobörse noch eine Veredlungsmoment hinzu: Da bekam Gerd Ludwig auf der Fotokina in Köln den Dr. Erich Salomon-Preis verliehen – den deutschen Oscar für Fotografen. Jörg Köhler freut sich über seinen Freund: „Er hat die Fähigkeit, das alles so darzustellen, wie es aussehen soll. Das ist halt so ein toller Fotograf.“