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Krankenhaus Eichhof ist erstes zertifiziertes EndoProthetikZentrum in OsthessenEin Zertifikat für künstliche Hüft- und Kniegelenke

LAUTERBACH (ol). Die Abteilung Unfall- und Orthopädische Chirurgie am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach ist jetzt das erste zertifizierte EndoProthetikZentrum Osthessens, geht aus einer Pressemitteilung hervor. Die nächstgelegene EndoprothetikZentren befinde sich beispielsweise in Kassel, Frankfurt oder Lich.

Nach der Auszeichnung der AOK als bestes Krankenhaus für Hüftendoprothesen in Hessen verfüge Lauterbach mit der kürzlich erfolgten Zertifizierung nun über ein Zentrum für künstliche Hüft- und Kniegelenke. Um ein solches Zertifikat zu erhalten, habe die Klinik nicht nur umfangreiche Erfahrung, etwa hohe Fallzahlen und einen umfangreichen Spezialisierungsgrad auf dem Gebiet der Hüft- und Kniegelenkoperationen nachweisen müssen, sie muss auch über eine hervorragende personelle und technische Ausstattung verfügen sowie über ein differenziertes OP-Saal-Management, ein sehr gutes Qualitäts-, Notfall- und Komplikationsmanagement. Ein Jahr Vorbereitungszeit war nötig, um die Voraussetzungen zur Zertifizierung zu schaffen.

Seit 2012: Zertifizierungssystem EndoCert

Bereits Ende 2012 startete das Zertifizierungssystem EndoCert flächendeckend in Deutschland, um eine bestmögliche Qualitätssicherung bei endoprothetischen Behandlungen von Knie- und Hüftgelenken zu ermöglichen. EndoCert wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) sowie dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) gegründet. Zertifiziert wurde das Krankenhaus Eichhof von dem internationalen Zertifizierungsinstitut ClarCert. Die Verantwortlichen können sich auf ihren Lorbeeren aber nicht ausruhen. Bereits nach einem Jahr findet ein Überwachungsaudit statt. Im Rahmen dessen wird überprüft, ob der Qualitätsstandard gehalten und die Prozesse weiterentwickelt wurden.

Die Tradition der Endoprothetik im Krankenhaus Eichhof reicht schon mehr als 30 Jahre zurück. Der damalige Chefarzt Dr. Neubert war überregional als hervorragender Operateur für Hüftgelenkprothesen bekannt. Sein Nachfolger Dr. Ludwig etablierte neben der minimalinvasiven Hüftendoprothetik die Knie- und Schulterprothetik.

„Drei Experten, sogenannte Auditoren, überprüften den gesamten Ablauf bei der Implantation von Knie- und Hüftprothesen von der detaillierten computergestützten Prothesenplanung vor der Operation, einer perfekten Operationsabwicklung über patientenbezogene interdisziplinäre Besprechungen bis zur akribischen Dokumentation einer individuellen Therapie. Die Hauptoperateure Dr. Jürgen Ludwig, Dr. Matthias Pleser und Erik Erlekampf mussten für die letzten 4 Jahre mindestens je 50 Operationen nachweisen. Aber auch die Ergebnisse einer Patientenbefragung sind in unsere gute Bewertung eingeflossen“, erklärt der Chefarzt und Zentrumsleiter Dr. Jürgen Ludwig.


„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, denn sie unterstreicht unseren Schwerpunkt in der Orthopädie und Unfallchirurgie, den wir seit Jahren gezielt weiterentwickeln. Bei uns sind die Patienten in guten Händen, von der präoperativen Vorbereitung bis hin zur Entlassung und der nachfolgenden Rehabilitation. Hier arbeiten wir eng zusammen, sowohl mit den Physiotherapeuten als auch mit den stationären Rehakliniken in der Umgebung. Ich danke allen Beteiligten, die an der Zertifizierung aktiv beteiligt waren recht herzlich“, ergänzt Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann.

Das Zertifikat bestätigt damit die überdurchschnittliche Qualität für alle Erst- und Wechseloperationen von künstlichen Gelenken im Fachbereich Unfall- und Orthopädische Chirurgie am Krankenhaus Eichhof und lässt uns hoffen, dass Patienten auch von außerhalb, den Weg zu uns finden. Schließlich ist heutzutage örtliche Nähe allein kein wirklich gutes Auswahlkriterium für ein Krankenhaus“, sagte dieQualitätsmanagementbeauftragte Sonja Seeger zum Abschluss.